AfterFocus: Foto-App für manuelle Schärfentiefe ist weiterhin eine echte Empfehlung

Das iPhone liefert bereits hervorragende Bilder, kommt aber trotzdem nicht an die Qualität einer DSLR heran. Mit AfterFocus kann man zumindest hinsichtlich der Schärfentiefe etwas nachhelfen.

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Wir haben zuletzt im März 2012 über AfterFocus (App Store-Link), einer 1,09 Euro teuren iPhone-App, berichtet. Mittlerweile sind einige Jahre ins Land gegangen, und es hat sich viel getan. Die 23 MB große und ab iOS 8.0 zu installierende Anwendung hat mittlerweile einige Updates spendiert bekommen und findet sich gegenwärtig auch in den Top 50 der App Store-Charts wieder. Auf eine deutsche Lokalisierung muss aber weiterhin verzichtet werden.


Mit den weitaus komplexeren Objektiven von Spiegelreflexkameras lassen sich, im Gegensatz zu Smartphone-Kameras, bessere Ergebnisse hinsichtlich der Schärfentiefe und der Fokussierung auf ein bestimmtes Objekt erlangen. Dies zeichnet sich durch ein gestochen scharfes Motiv und einen unscharfen Hintergrund aus – mit dem iPhone ist dieser Effekt nur begrenzt möglich.

AfterFocus setzt genau an diesem Punkt an, und bietet innerhalb der Applikation eine manuelle Nachschärfung und Fokussierung eines Motivs an. Dazu können sowohl Fotos aus der Camera Roll, als auch direkt aus der Kamera verwendet werden. In der App wird zwischen einem Smart- und manuellem Modus unterschieden: Ersterer eignet sich nur für sehr einfache und klare Motive – ich persönlich würde immer zum manuellen Modus greifen, auch wenn die Bearbeitung etwas länger dauert.

Viele Einstellungsmöglichkeiten für gewählte Unschärfe

Ist das entsprechende Motiv maskiert worden, kann auch ein Übergangs- und Hintergrundbereich festgelegt werden, um so eine perfekte Unschärfe ins Bild zu zaubern. Diese lässt sich in einem weiteren Schritt weiter anpassen, beispielsweise in ihrer Intensität, inklusive Bokeh, oder als Linsen- bzw. Verwacklungsunschärfe. Auch eine graduelle Unschärfe lässt sich einrichten, die in Richtung Unendlichkeit immer mehr zunimmt.

Abschließend stellen die Entwickler von MotionOne knapp 20 Farbfilter sowie zusätzliche Extras in Form einer Vignettierung, Farbmaskierung, Nachschärfen und Sticker bereit, die sich auf das jeweilige Motiv anwenden lassen. Das fertige Werk lässt sich dann in verschiedenen Auflösungen, die in den Einstellungen von AfterFocus festgelegt werden können, in der Camera Roll sichern oder auch in sozialen Netzwerken teilen.

Foto-Freunde, die ihre iPhone-Bilder noch weiter verschönern wollen, finden daher mit AfterFocus weiterhin eine tolle und mit vielen nützlichen Funktionen ausgestattete Anwendung, die bei entsprechender Sorgfältigkeit sehr gute und ansprechende Ergebnisse liefert. Ich persönlich würde daher AfterFocus den Vorzug geben vor Alternativen wie FabFocus (App Store-Link) oder Tadaa SLR (App Store-Link).

‎AfterFocus
‎AfterFocus
Entwickler: MotionOne.co.Ltd
Preis: 1,09 €

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Kommentare 3 Antworten

  1. Auch von mir klare Kaufempfehlung. Seit Jahren nutze ich die App regelmäßig um bei Handyportraits den Hintergrund in die Unschärfe zu ziehen. Die Übergänge bekommt man mit relativ wenig Aufwand natürlich wirkend hin.

  2. Ist diese App schon auf 64bit umgestellt?
    Ab Juni war es glaube ich sollen doch alle nicht 64Bit-Apps nicht mehr starten auf dem iPhone. Hab ich das richtig mitbekommen?

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