Es gibt wirklich nicht viele dedizierte Schalter für Apple Home. Das ist wirklich schade, denn für mich sind Schalter an der Wand immer noch die schnellste Möglichkeit zur Steuerung des Smart Homes. Man benötigt keine Sprachbefehle und muss nicht extra das Smartphone entsperren, um irgendeine App zu öffnen. Eine neue Alternative im deutschen Handel ist der Airversa QliQ. Wir haben den Schalter für euch ausprobiert.
Fangen wir zunächst einmal mit den schlechten Nachrichten an. Der Airversa QliQ ist alles andere als günstig. Ein einzelner Schalter kostet 34,99 Euro, das Doppelpack gibt es für 64,99 Euro. Dagegen ist selbst der Dimmschalter von Philips Hue ein Schnäppchen. Allerdings ist der Airversa QliQ einer der wenigen Schalter, der ohne zusätzlichen Hub direkt mit Apple Home gekoppelt werden kann.
Und das geht wirklich einfach. Ihr drückt einfach den obersten und den untersten Knopf gleichzeitig für rund fünf Sekunden, um den Kopplungsmodus zu aktivieren. Dann scannt ihr in Apple Home den QR-Code auf der Rückseite des Schalters und schon wird der Airversa QliQ mit eurem Smart Home verbunden. Wichtig: Die Entfernung zu eurem Thread Border Router, beispielsweise dem HomePod mini oder Apple TV, sollte nicht mehr als zehn Meter betragen.

In Apple Home können dann jeweils drei Aktionen auf die drei Schalter gelegt werden: Kurzer, doppelter und langer Tastendruck. Ihr könnt eine Szene aus Apple Home aktivieren. Oder eines oder mehrere Geräte ein- und ausschalten oder auf einen bestimmten Wert setzen. Ob ihr nun Lampen, Rollläden oder Lautsprecher mit dem Airversa QliQ steuert, bleibt euch überlassen.
Airversa QliQ kann über die Hersteller-App noch weiter konfiguriert werden
Nach der Kopplung mit Apple Home solltet ihr euch unbedingt noch die Sleekpoint-App des Herstellers installieren. Diese lässt sich im Anschluss ohne Anmeldung im Expressmodus nutzen und erlaubt einen Zugriff auf die Konfiguration des Schalters. Unter anderem könnt ihr den Ton beim Tastendruck oder auch die Vibration deaktivieren. Ebenso lässt sich die erforderliche Zeitdauer des langen Tastendrucks anpassen, ich habe diese Einstellung von zwei auf nur noch eine Sekunde reduziert.

Der etwa siebeneinhalb Zentimeter lange und leicht weiß glänzende Schalter haftet magnetisch auf passenden Oberflächen. Alternativ könnt ihr die mitgelieferte, etwa achteinhalb Zentimeter breite Wandhalterung nutzen. Diese kann entweder mit Klebestreifen an der Wand montiert oder ebenfalls magnetisch befestigt werden. Was ich etwas schade finde: Im Gegensatz zum Schalter ist die Halterung mattweiß – hier hätte man sich für eine einheitliche Optik entscheiden sollen. Ebenfalls mit dabei ist ein Stickerbogen, um die drei Tasten nach Lust und Laune markieren zu können.
Insgesamt macht der Airversa QliQ einen guten Eindruck. Die Verarbeitung ist ordentlich und mit insgesamt neun Aktionen kann man schon richtig viel anfangen. Was bleibt, das ist vor allem eine Unbekannte: Die Akkulaufzeit. Der kleine Schalter wird per USB-C geladen und soll danach rund zwei Monate durchhalten. Das ist gefühlt schon recht wenig. Wie sich die Deaktivierung von Ton und Vibration auswirkt, kann ich euch zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht sagen. Klar sein dürfte allerdings, dass der Airversa QliQ regelmäßig an einem USB-C-Kabel aufgeladen werden muss.
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„Allerdings ist der Airversa QliQ einer der wenigen Schalter, der ohne zusätzlichen Hub direkt mit Apple Home gekoppelt werden kann.“
Die ganzen neuen Ikea Matter over Thread/ZigBee Taster sollten doch wohl auch direkt mit Apple Home gekoppelt werden können, oder?
Die sind auch preislich attraktiver und der eine Bilresa hat doch auch ein Drehrad zum Dimmen oder zur Lautstärkeeinstellung.
Ist auch so bei den Ikea Schaltern. Allerdings funktioniert das Drehrad nicht nativ, da Matter hier noch keine Möglichkeit bietet.
Ja, genau das ist das Problem. Und damit fehlt leider ein Großteil der Funktionalität. Bzw. genau das, was super spannend wäre.
Dann einfach per ZigBee verbinden (das können die ja auch). 🙂
„denn für mich sind Schalter an der Wand immer noch die schnellste Möglichkeit zur Steuerung des Smart Homes.“
Da geht es eigentlich schon los, ein Smarthome welche mit einen Schalter geschaltet werden muss ist nicht wirklich Smart. Ein Smarthome muss reagieren auf einen und genau dass ist nun die Kunst mit entsprechenden Sensoren und Automatisierungen dies zu realsieren. Was aber gerade bei Nativen HomeKit eigentlich ein Windmühlen Kampf ist und jeder der ein richtiges Smarthome haben will auch nicht HomeKit verwendet.
Welchen Sensor würdest Du denn meinetwegen in Home Assistant nutzen, um z.B. die Lautsprecher für den Lyrion Musikserver mit Strom zu versorgen? Welchen für die Lautstärkeregelung derselben?
Ich nehme dafür einen Ikea Symfonisk E1744 Sensor per ZigBee. Den kann ich drücken und drehen.
Diesen Remote Controller würde ich auch als erstes probieren, denn man hat da einfach die Natürliche Art wie wir es gewohnt sind Lautstärke zu regulieren und auch mehr oder weniger logische Steps für Liedzurück, Liedvorwärts oder Pause/Start.
Was die Lautstärke angeht, wird man auch kaum drum rum kommen es nicht mit einen Schalter zu regulieren. Außer so Gimmicks wie ab Uhrzeit nur noch so und so Laut, kann man da vermutlich wenig Automatisieren. Denn nur weil gerade draußen vor der Tür der Presslufthammer arbeitet, will man ja drinnen nicht deswegen auf einmal Musik in entsprechender Lautstärke haben um den Presslufthammer zu übertönen.
Was das abspielen von Musik angeht, könnte man sicherlich mit Präsenzsensoren (Bsp. Aqara FP300) arbeiten.