App-Entwickler vorgestellt: Was nicht passt, wird selber gemacht

Im App Store haben auch unabhängige Entwickler eine Chance. Heute wollen wir euch einen jungen Mann aus Berlin und seine Apps vorstellen.

Fuel Log 2 Fuel Log 1 Find My Car 2 Find My Car 1

Im App Store gibt es unzählbar viele Entwickler. Wer genau ist Dennis Donner?
Dennis Donner: Ich bin 26 Jahre alt, gebürtiger Berliner und studiere Master Informatik an der Freien Universität Berlin. Zudem bin ich leidenschaftlicher Motorradfahrer. Mit der App-Entwicklung habe ich in einer Berliner Internet Agentur vor knapp vier Jahren begonnen. Seit Anfang 2014 entwickle ich eigene Apps.


Deine Apps haben alle etwas mit Autos und Routen zu tun. Was genau hat dich bewegt, Find My Car, Fuel und PinPoints zu entwickeln?
Dennis Donner: Ich habe damals die Rezepte-App Kitchen Stories mitentwickelt. Mich reizte es, auch einmal eine eigene App zu programmieren und im App Store meinen Namen zu sehen. Ich überlegte lange, was für eine App ich entwickeln möchte. Nach einer App Store Recherche habe ich mich für Find My Car entschieden. Es gab zwar schon ähnliche Apps, aber keine hat mich überzeugt, vor allem nicht vom Design. Ich finde eine App sollte heutzutage nicht nur tolle Funktionen haben, sondern auch schön aussehen. Find My Car war innerhalb von acht Stunden entwickelt und nach zwei Wochen im App Store.

Fuel entwickelte ich, weil ich noch zu denen gehöre, die keinen Bordcomputer haben und nicht wissen, wie viel genau ihr Auto verbraucht. Also begab ich mich auf die Suche nach einer App, die mir meinen Verbrauch ermittelt. Dabei bin ich auf eine App gestoßen, die genau meinen Anforderungen entsprach, aber leider seit iOS 5 nicht mehr weiterentwickelt worden ist und dementsprechend aussieht. Also dachte ich mir, ich entwickle eine eigene App mit einem zeitgemäßem Design-Standart.

Die Idee zu PinPoints kam mir, als ich mit meiner Freundin letztes Jahr am See war und wissen wollte, wie weit das andere Ufer entfernt ist. Leider habe ich nur eine einzige App gefunden, die dies ausrechnen kann. Diese empfand ich aber vom Handling nicht gut genug und entwickelte daraufhin PinPoints.

Deine Apps sind nur in Apples App Store nicht nicht für Android verfügbar. Du bist anscheinend auch ein Apple-Fan?
Dennis Donner: Dass meine Apps nur im App Store zu finden sind, hat zwei Gründe. Ich bin ein echt großer Apple Fan und finde die Entwicklung mit Hilfe von Xcode großartig. Der zweite Grund ist, dass alle meine Apps bezahlt werden müssen. Unter Android sind die Nutzer oft nicht bereit für Apps zu zahlen und da ich kein Fan von werbefinanzierten Apps bin, habe ich mich für iOS-Only entschieden.

Nutzt du deine Apps eigentlich auch im Alltag?
Dennis Donner: Ich habe auf meinem iPhone 464 Apps, wovon ich täglich ungefähr fünf bis zehn nutze. Darunter fallen auch meine Apps. Fuel zum Beispiel benutze ich regelmäßig, da ich hier noch großes Potential sehe, was die Daten und deren Nutzen angeht. PinPoints nutze ich beim Planen meiner Route für Fahrten mit dem Motorrad.

In der Vergangenheit waren deine Apps kurzzeitig kostenlos erhältlich. Wie wichtig sind solche Aktionen für dich als kleinen Entwickler?
Dennis Donner: Solche Aktionen sind für mich als Entwickler sehr wichtig. So kann ich in kurzer Zeit viele neue Nutzer gewinnen. Klar verdiene ich in der Zeit nichts, aber wenn einem Nutzer die App gefällt, gibt er gute Bewertungen im App Store ab und diese sind enorm wichtig, um zukünftige Nutzer von der App zu überzeugen.

Kannst du uns schon einen kleinen Ausblick geben, was du als nächstes in Angriff nehmen wirst?
Dennis Donner: Ich plane derzeit mit zwei Freunden von mir eine sehr coole App, welche sich mit dem Thema „Orte“ beschäftigt. Mit der App kann man sich sein eigenes kleines Verzeichnis von interessanten Orten anlegen und mit Bildern und anderen spannenden Informationen versehen und diese mit seinen Freunden teilen. Zudem habe ich eine sehr lange Liste mit App-Ideen, die ich nacheinander angehen werde. Leider habe ich durch mein Studium und meine freiberufliche Tätigkeit nicht genügend Zeit, sodass die Umsetzung meiner eigenen Ideen oft in den Hintergrund rückt. Mein langfristiges Ziel ist es jedoch, mich nur auf meine eigenen Apps zu konzentrieren. Es wird also nie langweilig werden.

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Kommentare 24 Antworten

  1. Der Artikel hat mich animiert PinPoints zu kaufen.
    Cool, auch wenn mir noch ein paar Sachen daran fehlen:
    – iPad (Universal App)
    – löschen aller Punkte
    – Fußweg
    – Vielleicht Bahn???

    1. Das sind gute Ideen :), dank dir.
      Ich als Entwickler bin immer daran interessiert was ich besser machen kann und finde es wichtig den Nutzer Kontakt zu pflegen und so die App immer weiter zu verbessern.

  2. Ich nutze Fuel. Nicht schlecht, aber nicht wirklich Bediener – freundlich. Habe bis heute z.B nicht herausgefunden, wie man nicht alle Statistiken über den Haufen wirft, wenn man den Tank nur Halb voll macht….
    Vielleicht liegt es an mir, aber ich wünsche mir von einer App, dass ich nicht 30 min in den Tiefen der Einstellungen suchen muss, um einen normalen Vorgang darstellen zu können….

    1. Was genau macht das für ein Unterschied ob der Tank nur halbvoll oder voll gemacht wird? Für die Statistik ist dies doch unrelevant und bringt die gleichen Ergebnisse. Oder anders gefragt. Was genau wünscht du dir denn für die App, was man besser machen kann?

      1. Hallo Dennis. Aufgrund deines Kommentars und den von Marc2006 bin ich nochmal alles durchgegangen. Es war ein Eingabe-Fehler meinerseits. Schande über mich!
        Ich bleibe dein Kunde!

    2. Aber ganz ehrlich, erstell doch z.B. nur mal ne Excel-Tabelle und versuch verbünftige Werte bei halb vollen Tankfüllungen zu erreichen. Ich habe seit ich mein Auto habe eine Excel-Tabelle geführt, in welcher ich jede Tankfüllung eintrage. Hier lässt es sich jedoch auch nur vernünftig auswerten, wenn man sein Auto komplett volltankt (da ja sonst nicht die im Tank vorhandene Restmenge ermittelt werden kann, da du ja nicht weißt ob du aktuell noch 3, 5 oder 7 Liter im Tank hast).
      Hierdurch fallen dann auch bestimmte weitere Berechnungen raus. Von daher kann ich es da schon verstehen.

      1. Was meinst du denn mit „vernünftig auswerten“. Wie ich schon sagte. Die App ermittelt den Durchschnittsverbrauch und Kraftstoffkosten. Dafür ist es egal wie Liter du tankst. Da die Maßeinheit in Liter angegeben wird und du den aktuellen Kilometerstand einträgst, kann dir der Durchschnitts Verbrauch immer exakt ausgerechnet werden. Unabhängig von der getankten Menge.

  3. Eine tolle Idee, diese Beitragsreihe!!

    Ich finde PinPoints auch sehr interessant, habe das bisher immer über eine Online-Webseite gemacht.

    PS an den Entwickler: Prüfe mal die letzten zwei Screenshot von PinPoints auf Rechtschreibfehler.

    1. Danke Max :),
      ist seit gestern bereits gefixt und wird mit dem neuen Update live gehen (in 10 Tagen). Leider kann man Screenshots immer nur mit einer neuen Version austauschen.

  4. Ich hab mir die App PinPoints auf Grund der Vorstellung gekauft.
    Adhoc fallen mir 2 Sachen auf:

    1 nach der Adresseneingabe (nur Stadtnamen) kann ich die Tastatur nicht ausblenden.

    2 Kein Hybridmodus

    3 nicht für iPad

      1. Dies ist für die Berechnung irrelevant. Aber ich kann es gern bei einem Update mit aufnehmen 🙂 Die Benzin Typ Information ist eigentlich nur als Info für einen selber von Nutzen.

  5. Fuel wird im Artikel mit 99 cent beworben. Der Preis im App Store beträgt aber 1,99
    Ist das ein Fehler im Artikel oder eine Preisanpassung?

    1. Hi Herbert,

      dies ist eine Anpassung. Der Normalpreis beträgt 1,99€. Jedoch senke ich den Preis meiner Apps öfter auf 99cent oder biete sie sogar manchmal komplett kostenlos an.

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