App Store: Angekündigte Preiserhöhung ist jetzt in Kraft getreten

In der vergangenen Woche hat Apple eine Preiserhöhung im App Store angekündigt. Ab sofort sind die neuen Preise aktiv.

App Store neue Preise

Wer heute bereits in den App Store geschaut hat, wird dort viele krumme Preise entdeckt haben. Wie in der vergangenen Woche angekündigt, hat Apple die Preise in der Eurozone angepasst. Aus 99 Cent sind 1,09 Euro geworden, aus 1,99 Euro schon 2,29 Euro und aus 2,99 Euro 3,49 Euro. Im Schnitt wurden die Preise um 10 bis 15 Prozent erhöht, Apple argumentiert genau wie zuletzt Anfang 2015 mit einem schwachen Euro.

Das Feedback in der Community ist in der vergangenen Woche sehr durchwachsen ausgefallen. Einige Nutzer finden die Preiserhöhung nicht besonders tragisch und schreiben: „Ich verstehe das Gejammer nicht. Schwacher Eurokurs und Inflation. Da ist eine Preiserhöhung nach zwei Jahren zu erwarten gewesen. Und da man dank regelmäßiger Rabatte bei den iTunes-Karten ohnehin alles billiger bekommt, ist es nicht wirklich dramatisch.“

Was sagt ihr zu den neuen Preisen im App Store?

Andere Nutzer haben dagegen noch die letzten beiden Preiserhöhungen im Blick, gestartet sind wir vor einigen Jahren immerhin mit einem Startpreis von 79 Cent für Apps: „Alle zwei Jahre 10 bis 15 Prozent findest Du ok? Also ich nicht. Soviel Lohn bekomme ich nicht, dass das immer zu rechtfertigen ist. Wären das normale Preissteigerung fände ich es ok, aber wenn jeder in dem Maße erhöhen würde, ginge es Dir recht schnell schlecht. (…) Als Fazit muss ich festhalten, dass es mich zwar nicht ins Mark trifft, aber die Preiserhöhung trotzdem unverschämt ist.“

Immerhin könnte sich die Lage in den kommenden Tagen ein wenig entspannen. Apple gibt den Entwicklern nun die Möglichkeit, in der Eurozone eine neue, alternative Preisstufe zu aktivieren, so dass die Preise im App Store wieder auf die bekannten Stufen 99 Cent, 1,99 Euro und so weiter gesetzt werden können. Das finden wir weitaus sympathischer, denn insbesondere die 1,09 Euro sind doch schon eine ziemlich unrunde Sache.

Kommentare 24 Antworten

  1. Die Entwickler wären ja schön blöd die Preise wieder auf 0,99€ usw. anzupassen um weniger zu verdienen. So kann man sich wenigsten Apple die Schuld geben…
    @appgefahren: lohnen sich Affiliate Links eigentlich noch oder ist das nicht mal mehr die Butter aus Brot?

    1. Viele Entwickler werden die Preise wieder ändern – das sieht man schon jetzt. Natürlich könnten sie argumentieren, dass Apple die Preise angezogen hat, aber viele Entwickler wollen zufriedene Kunden.

      Affiliate-Links in den App Store: Schaut man sich die Preispolitik von Apps an und zählt 1+1 zusammen, wird man schnell erkennen, dass von 99 Cent oder 0 Euro und 2,5% Provision nicht viel ankommt. Und In-App-Käufe werden so gut wie gar nicht vergütet. Hier bekommt man nur eine Provision, wenn der Käufer innerhalb von 24 Stunden nach dem Download über einen Affiliate-Link einen Kauf tätigt – und das ist bei den ganzen Freemium-Spielen ja so gut wie ausgeschlossen, da man erst einmal kostenfrei spielen kann – die Bezahlschranke fällt meist später. Aber: Die Masse macht es. Dennoch sind wir auf andere Einnahmequellen angewiesen.

  2. Halten die denn eigentlich noch immer den Steuersatz von enormen 0,005 Prozent ein? 😉
    Wenn nicht, verstehe ich die Anhebung natürlich.?

  3. Durch das ganze macht Apple den Store kaputt….erhöhen und weniger an den Verkäufer zahlen…..
    Ich finde gute Software kostet halt ihr Geld und bin auch bereit dafür zu zahlen.
    Aber die ganzen In-App Käufe machen vieles kaputt.
    Es wird ausgenutzt um raffgierigen Firmen noch mehr Geld zu verdienen.
    Lieber einmal für die Software zahlen und bei größeren updates einfach nur das Update zahlen…so machen das auch viele andere Softwareherrsteller.
    Und Apple sollten den Entwicklern mehr zahlen, damit sie auch die Lust haben die App weiter zu entwickeln…

  4. Manche Entwickler übertreiben es aber auch noch zusätzlich zur Preiserhöhung von Apple. So z.B. Clear, die auf meiner Wunschliste stehen. Das letzte Update gab es im Oktober 2015! und die App gab es immer für 4,99€. Jetzt hätten nach der autom. Erhöhung dort 5,49€ stehen müssen, aber plötzlich verlangen die Entwickler 5,99€ für eine App die seit langem nicht mehr an die aktuellen iOS Versionen angepasst wurde. Das finde ich schon ein bisschen frech, denn da wird indirekt auf die Apple Preiserhöhung verwiesen, und dann gleich noch mal was draufgepackt.

  5. Ich lese hier immer Preiserhöhung, es ist doch lediglich eine Umrechnungsanpassung. Und da ist Apple noch gnädig. 99 Dollar Cent + 19% Mehrwertsteuer sind beim jetzigen Umrechnungskurs sogar über 1.09€. Man hätte auch auf 1.19€ erhöhen können. Keiner kann Apple dafür verantwortlich machen das die EU den Euro gegen die Wand fährt.

    1. Der Witz ist, der EURO ist gegenüber der DM zum Dollar sogar stärker 😉 nur um dir mal den Wind aus den Segeln zu nehmen, dass die EU den EUR gegen die Wand fährt

      1. Der Euro hat in den letzten 8 Jahren über 30% an Wert verloren, das ist desaströs. Schon längst ist der Euro, inflationsbedingt korrigiert, weniger wert als 1DM obwohl wir fast 2DM für einen Euro zahlen mussten.

          1. Schwachsinn wird nicht mehr wahr, wenn sie im Internet stehen. Wie hoch ist denn die Inflation in Nicht-Euroländern? ?

          2. Der Euro wird seit Bestehen absichtlich von der EZB an den $ angeglichen. Das hat Ökunu.., äh Ökumenisch… Ökogründe!

          1. Das war eine ziemlich normal gestellte Frage, Monsieur.
            Aber ihre Orthographie und die Art, wie Sie diese Frage beantworten, lassen ihr fehlendes Niveau erkennen.
            Chapeau!

    1. Zumindest mal Bestandskunden eher nicht. Man hat ja, wenn man länger dabei ist schon einige Apps gekauft. Das alles neu zu kaufen, gerade wenn man zum Beispiel gerne Navigon nutzt, … da kann Apple noch einige mal die Preise erhöhen.

      Neukunden dürften das eher weniger mit bekommen, also auch nicht der Grund das die Masse deswegen jetzt eher Android kaufen würde.

      Ich denke das hier der Preis der Hardware viel eher eine Rolle spielt. Und wenn man sich das S8 mal anschaut dann bekommt man da doch eine ganze Menge Smartphone in qualitativer hochwertiger Verarbeitung zu einem deutlich günstigeren Preis.
      Mit Vertrag liegt die Diffrenz, geht man mal von einem Vertrag mit 3 GB Datenvolumen aus, bei mindestens 200€ wenn man das kleinste iPhone nimmt und das S8 nur 1 Euro kostet.
      Da hatte ich vermutlich meine gesamtausgaben im Apple Store schon wieder drin.

  6. Das „Zurückdrehen“ der Preise für Entwickler ist leider in einigen Fällen überhaupt nicht so einfach. Aus eigener Erfahrung und mit einer Anzahl von in-App purchases im mehrstelligen Bereich und einem ausschließlich manuellen Prozess in iTunes Connect kann es Wochen dauern, bis das alles wieder so ist, wie es war. Noch unsinniger wirkt das dann durch die Alternate Price Tiers – letztlich entsteht dann nur ein enormer Arbeitsaufwand für uns und für Apple und die User bleibt alles gleich.

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