Apple Music: Die acht wichtigsten Antworten

Mit Apple Music will der Hersteller von iPhone und iPad in das Musik-Streaming-Geschäft einsteigen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um Apple Music.

Apple Music

Wann startet Apple Music und auf welchen Geräten ist es verfügbar?

Die Spatzen haben es bereits von den Dächern gepfiffen: Am späten Nachmittag wird Apple mit der Veröffentlichung von iOS 8.4 beginnen und Apple Music als Teil der runderneuerten Musik-App gemeinsam mit dem neuen Software-Update veröffentlichen. Alle kompatiblen iOS-Geräte können den Streaming-Dienst nutzen. Ebenfalls am heutigen Dienstag wird eine neue Version von iTunes für Mac und Windows erwartet, mit der man ebenfalls auf Apple Music wird zugreifen können. Ab Herbst – ein genaues Datum ist bislang nicht bekannt – wird Apple Music auch auf Android starten.

Welche Funktionen bietet Apple Music?

Apples neuer Musik-Streaming-Dienst ist in drei große Hauptbereiche aufgeteilt. Neben dem kostenlosen Zugriff auf über 30 Millionen Songs startet mit Connect ein soziales Netzwerk für Musiker und Apples eigener Radiosender Beats 1. Die beiden letzteren Funktionen sind kostenlos nutzbar, für den vollen Musik-Genuss inklusive Offline-Funktion wird eine monatliche Gebühr fällig.

Was kostet Apple Music pro Monat?

Apple zeigt sich großzügig und bietet zum Start drei kostenlose Probemonate für Apple Music an. Danach kostet der Dienst 9,99 Euro pro Monat. Günstiger wird es mit der Familienfreigabe, sechs Personen können den Service dann für 14,99 Euro pro Monat nutzen. Zur kostenpflichtigen Nutzung von Apple Music muss eine Kreditkarte oder ein Click&Buy-Account im iTunes-Konto hinterlegt werden, die monatlichen Gebühren werden aber zunächst von möglicherweise vorhandenem iTunes-Guthaben abgezogen. Durch reduzierte iTunes-Karten kann man den Preis von Apple Music so noch ein wenig senken. Gekündigt werden kann das Abo aller Voraussicht nach monatlich.

Wie genau funktioniert die Familienfreigabe mit Apple Music?

Wer Apple Music zusammen mit seiner Familie nutzen möchte, greift dafür einfach auf die bereits bestehende Familienfreigabe zurück, die Apple bereits mit iOS 7 eingeführt hat. Neben den Einkäufen aus iTunes, iBooks und dem App Store bekommt man damit auch den gemeinsamen Genuss von Apple Music, wobei selbstverständlich jeder Nutzer eigene Playlisten und Favoriten wird anlegen können. Wie genau die Familienfreigabe eingerichtet wird, erklärt Apple auf dieser Webseite.

apple music watch

Wie groß ist die Musik-Bibliothek von Apple Music?

Laut Angaben von Apple sind über 30 Millionen Songs in Apple Music enthalten. Welche Künstler genau mit dabei sind, ist vor dem offiziellen Start am 30. Juni noch offen. Zahlreiche bekannte Künstler, aus Deutschland unter anderem Herbert Grönemeyer, Die Toten Hosen oder Die Ärzte, haben bisher einen großen Bogen um Streaming-Dienste gemacht. Vielleicht ändert sich das ja mit Apple Music? AC/DC hat jedenfalls schon angekündigt, dabei zu sein.

Was passiert mit iTunes Match?

Für 24,99 Euro pro Jahr konnte man eigene Musik bereits unkompliziert über iTunes in die Cloud laden und mit allen eigenen Geräten abrufen. Auch Apple Music wird Lieder der eigenen Sammlung in der Cloud speichern, damit man sie von überall aus hören kann – iTunes Match wird damit überflüssig. Ganz abgeschaltet wird der Dienst aber nicht: „Apple Music und iTunes Match sind unabhängig voneinander, können aber zusammen genutzt werden“, heißt es in einem Statement von Apple. Wer keine Lust auf Apple Music hat, kann seine Lieder dank iTunes Match weiterhin günstig in der Cloud speichern.

Ist Apple Music besser als die Konkurrenz?

Zumindest auf dem Papier liegt Apple hinter der Konkurrenz. Der Streaming-Dienst aus Cupertino überträgt Musik mit 256 Kbit/s, Spotify und andere Anbieter streamen die Daten mit bis zu 320 Kbit/s. Wir gehen allerdings fest davon aus, dass dieser Unterschied quasi nicht hörbar sein wird.

Funktioniert Apple Music auch mit Hardware wie Sonos?

Wer für die Wiedergabe seiner Musik spezielle Hardware nutzt, wie etwa die Multiroom-Lösungen von Sonos, wird zunächst in die Röhre schauen. Anders als Spotify & Co. unterstützt Apple Music zunächst nur die direkte Wiedergabe am Gerät selbst sowie AirPlay und Bluetooth-Lautsprecher. Ein möglicher Workaround für Sonos-Nutzer ist die kostenlos verfügbare Mac-Applikation SonoAir, mit der Sonos-Lautsprecher in AirPlay-Geräte „verwandelt“ werden und danach auch von Apple Music angesprochen werden können. Sonos und Apple haben eine bald verfügbare Unterstützung der Hard- und Software angekündigt.

Kommentare 45 Antworten

  1. Wird man nach der Testphase automatisch in ein kostenpflichtiges Abo „gesteckt“ und muss dann rechtzeitig, wie rechtzeitig (?), kündigen? Oder ist müsste man, bei Gefallen, nach der Testphase das Abo bestätigen?

    1. Du musst kündigen. Fristen habe ich keine gefunden, ich gehe aber davon aus, dass sie ähnlich sind, wie bei iTunes Match (1 Tag vor Verlängerung des Abos).

      1. Eben nicht. Aber das wäre total ätzend wenn ich dann auf meinem alten 4er, dass ich nur zum Musik hören noch besitze und nutze, Apple Music nicht nutzen könnte … 🙁

        1. Die app wird mit dem update ios 8.4 auf den jeweiligen geräten verfügbar sein.

          Vielleicht hast du glück und apple bietet die app irgendwann auch so im store an. Ansonsten müsstest du auf mindestens das 4s umsteigen. Wobei die von der grösse noch gleich sind und auch nicht mehr die welt kosten 🙂

          MfG

      1. Du kannst Apple Music auf allen mit deinem iTunes Account verbundenen Geräten nutzen. Bei Macs und PCs wird es wahrscheinlich wie auch bisher die Grenze von 5 „autorisierten“ Geräten geben.

  2. Der Vergleich, ob das eine besser ist als das andere, hängt sicher nicht nur an der Bitrate. Musikauswahl, Integration, Clients, Komfort, Konnektivität etc. lassen hier wohl keine objektive Entscheidung zu.

  3. Mich würde interessieren wie es mit Hörbüchern/Hörspielen aussieht. Bei Deezer gibts da schon eine recht gute Auswahl. Seh ich ja in ein paar Stunden mal abwarten

  4. Der Preis für die Familienfreigabe ist sehr gut. Hoffentlich wird nicht nur Sonos unterstützt. Spotify ist direkt in meinen AV Receiver und der Squeezebox integriert, das macht mächtig Spaß, und darauf würde ich bei nem Wechsel nur ungern verzichten. Nen zusätzlichen Stromverbraucher möchte ich als Connector nicht dazwischen klemmen müssen.

  5. Mal reinschauen drei Monate, wenn es was ist wird’s gebucht, ansonsten gibt’s iTunes Match.
    Das soll ja auch aufgestockt werden von 25.000 auf 100.000 Liedern.

  6. Nichts für ungut. Aber die Streaming Qualität auf Apple Music ist besser als bei den Konkurenten:

    „Apple Music’s 256k AAC playback is a higher quality than the 320k MP3 format that services like Spotify use. Apple’s solution is also a smaller file size than its competitors.“
    – 9to5Mac (http://9to5mac.com/2015/06/09/apple-music-quality/)

    Dazu kommt, dass Spotify auch nur Premium Nutzern die hohe Qualität zur Verfügung stellt.

  7. FRAGE:
    Meine Frau und ich haben eine gemeinsame Apple-ID. Apple-Music beendet jedoch die Wiedergabe auf Gerät 1, wenn Gerät 2 eine Wiedergabe startet. Was nun? Auch die Familienfreigabe würde nur bei unterschiedlichen Apple-IDs helfen. Wie können wir (vor allem unterwegs) auf beiden Geräten unterschiedliche Musik hören?

      1. Es ist nicht fies sondern absoluter Standard in dieser Industrie – bei allen Anbietern.

        Man kauft die Lizenz für das Streamen für ein einziges Gerät. Bestellt man die Familienfreigabe dann können bis zu 6 Geräte mit verschiedenen IDs gleichzeitig streamen. Technisch umgesetzt wird es durch die Registrierung der Apple ID auf dem Server.

        Angemeldet ist angemeldet – selbst wenn jemand die Wiedergabe auf PC startet, geht sie auf dem Handy aus.

        Auch offline kann ein weiteres Gerät nicht ewig die heruntergeladene Musik anhören – von Zeit zu Zeit wird die Lizenz erneuert (=muss online gehen um zu behalten). Wie oft dies geschieht ist von Anbieter zu Anbieter verschieden.

        Das alles war schon von vorn herein klar.

  8. Frage:
    Die Playlists auf meinem Ipad sind anders sortiert als auf meinem PC in iTunes.
    Ich kann sie nur manuel und jeden Song einzeln sortieren. Oder gibt es einen Trick ?

    1. Wenn du das Abo beendest, läuft die Nutzungslizenz für gestreamte/zwischengespeicherte Medien aus. Dadurch werden diese erst nicht zugänglich und beim nächsten online gehen gelöscht werden. (Nebenbei kann man zumindest bei der Konkurrenz nur eine begrenzte Menge an Musikstücken offline halten – wie es bei Apple Musik ist, weis ich nicht – erste Recherche zeigt keine Grenzen).
      Von dir (durch zB iTunes) erworbene Titel bleiben natürlich erhalten.

  9. Wenn ich mein abo beende und erst z.B. in ein paar monaten wieder anmelde – bleiben dann meine zwischengespeicherten Songs erhalten?
    Oder, wie lange bleiben diese erhalten?

    Weiß das jemand?

    Danke

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