BanHate in Version 3.0: Mit App gegen Hasskommentare im Netz vorgehen

Download für iPhones und iPads

Vor allem in sozialen Netzwerken nehmen Hasskommentare in den letzten Jahren leider immer mehr zu. Die Anonymität im Internet erleichtert es Personen, Feindseligkeit gegenüber Gruppen und Individuen in den Kommentarspalten zu posten. Um Betroffenen und von derartigen Inhalten genervten Usern eine Option zu geben, bei entsprechenden Inhalten aktiv zu werden, gibt es schon seit mittlerweile sieben Jahren die App BanHate von der Antidiskriminierungsstelle Steiermark.

BanHate (App Store-Link) kann kostenlos auf iPhones und iPads heruntergeladen werden und ermöglicht es, Hasspostings über die Anwendung zu melden. Diese werden dann von der Antidiskriminierungsstelle gesichtet und bei strafrechtlicher Relevanz an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Der Status der eingereichten Meldungen kann dabei jederzeit in der App verfolgt werden.


Der Download von BanHate kann ab iOS bzw. iPadOS 13.4 oder neuer gratis installiert werden und benötigt dazu rund 20 MB an freiem Speicherplatz auf dem Gerät. Entgegen der App Store-Beschreibung stehen alle Inhalte auch nicht nur in englischer, sondern auch in deutscher Sprache zur Verfügung.

Weiterer Fokus auf Hassverbrechen

Mit „Hassmelden“ gab es seit 2019 bereits eine sehr ähnliche App in Deutschland. Das ehrenamtliche Projekt musste allerdings im Frühling 2022 den Dienst einstellen, da man mit einem massiven Zulauf an Meldungen zu kämpfen hatte. Danach wurden immer wieder Forderungen nach einem deutschlandweit einheitlichen Portal laut, bislang hat sich die Politik nach einigen anfänglichen Beratungen jedoch noch nicht auf ein gemeinsames Online-Angebot einigen können.

In der Zwischenzeit lässt sich also BanHate verwenden, mit dem sich nicht nur Online-Hasspostings melden lassen, sondern auch ein Fokus auf die Erfassung von Hassverbrechen gelegt wird. In vielen Ländern werden diese Straftaten bereits statistisch erfasst.

Ab sofort steht BanHate in Version 3.0.1 im deutschen App Store zur Verfügung. Mit der Aktualisierung halten nicht nur allgemeine Performance- und Stabilitätsverbesserungen Einzug, sondern auch eine Umstellung auf OAuth2 Authentication Flow, einem zentralisierten Login. Zur Nutzung der App ist einmalig die Angabe einer E-Mail-Adresse notwendig, danach können Meldungen in verschiedenen Kategorien eingereicht werden. Auf der Website von BanHate finden sich weitere Informationen zur App und zur Antidiskriminierungsstelle.

‎BanHate
‎BanHate
Entwickler: Michael Zimmer
Preis: Kostenlos
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Kommentare 16 Antworten

  1. Super wurde in Berlin entwickelt? Ich meine wegen bespitzen und so wie in DDR Zeiten und so.

    Gibt es andere Melde Apps? Es gibt noch einige Menschen die öffentlich verpetzen will.

  2. Schon interessant, wie viele NS-@AfD-ler sich hier herum treiben.

    Wahrscheinlich Langweile, wenn sie nicht gerade Russentroll-Arbeiten verrichten…

  3. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Wer sich nicht an Regeln hält und meint gegen andere Menschen hetzen zu müssen, muss auch mit den Konsequenzen rechnen.

    Dem einleitenden Text ist nur zuzustimmen.

  4. Darf man da auch Menschen verpetzen, die sich verächtlich über unsere Demokratie äußern?
    Kenne jemanden, der Deutschland glatt als DDR 2.0 bezeichnet hat.

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