Cambridge Audio Yoyo S: Kraftvoller Bluetooth-Lautsprecher mit edlem Stoffbezug

Eingehüllt in britische Kammwolle

Der Markt für Bluetooth-Lautsprecher ist riesig, unübersichtlich und mehr als gut gefüllt. Gefühlt gibt es für jede Lebenslage den passenden drahtlosen Speaker: Sparfüchse finden kleine Brüllboxen für unter 20 Euro, es gibt wasserdichte Modelle für Strand und Pool, und Design-Fans können bei den üblichen Kandidaten wie Bang & Olufsen, Vifa und Co. fündig werden. 

Ein ganz besonderes, und dabei auch noch sehr mobiles Exemplar erwartet den Musikliebhaber mit dem Cambridge Audio Yoyo S. Auch wir haben in der Vergangenheit bereits über den britischen Hersteller berichtet und sogar ein Soundsystem von Cambridge Audio in unserem diesjährigen Adventskalender verlost. Mit dem Yoyo S gibt es nun die kleinste Soundoption der Yoyo-Reihe des Herstellers, die sich sowohl zum Einsatz im Wohnzimmer, Küche oder Büro, aber durchaus auch auf Reisen oder beim Sport eignet. Der Yoyo S ist in insgesamt vier verschiedenen Farben zum Preis von 179 Euro auf der Website des Herstellers oder bei ausgewählten Fachhändlern zu haben.


Wie alle Produkte der Cambridge Audio Yoyo-Serie wird auch der Yoyo S mit einem besonders hochwertigen Stoff überzogen. Dazu arbeitet das Unternehmen mit dem weltbekannten Weber Marton Mills aus dem englischen Yorkshire zusammen, der bereits seit 1931 Stoffe fertigt. Jeder Yoyo S wird daher in hundertprozentige Kammwolle eingehüllt, die über eine edle Struktur und weiche Oberfläche verfügt. Der Yoyo S kann in vier Wollfarben – Grau, Anthrazit, Indigoblau und Petrol – erworben werden. 

Ich hatte in den letzten Wochen die Gelegenheit, mir den Cambridge Audio Yoyo S genauer anzusehen und will daher meine ersten Eindrücke zu diesem kompakten, aber kraftvollen Bluetooth-Lautsprecher mitteilen. Die Fakten lesen sich schon einmal eindrucksvoll: Der Yoyo S verfügt über eine Akkulaufzeit von bis zu 14 Stunden mit einer Ladung, hat im Inneren zwei Vollbereichs-Treiber, einen Subwoofer und einen passiven Bassstrahler verbaut, kann sich per Bluetooth, NFC und AUX-Kabel verbinden, hat einen eingebauten USB-Anschluss zum Aufladen von Geräten, kommt mit Freisprechfunktion für Telefonate und einer Gestensteuerung für Musik daher, und wiegt insgesamt nur 1,2 Kilogramm bei Maßen von 24,6 x 12,8 x 6,7 cm. 

Gestensteuerung nicht immer zuverlässig

 

Im Lieferumfang der edlen schwarzen Verpackung befindet sich neben dem Lautsprecher selbst auch das Netzteil samt Ladestecker und praktischerweise auch entsprechende Steckdosen-Adapter für Europa, Großbritannien und die USA. Wenn man dann einmal auf Reisen ist, muss man auf die Dienste des Bluetooth-Speakers nicht verzichten. Zudem gibt es freundlicherweise auch ein kurzes AUX-Kabel in der Box, falls man Geräte anschließen will, die sich nicht über Bluetooth verbinden lassen. 

Die Ersteinrichtung geht nach dem ersten Aufladen des Yoyo S an der Steckdose zügig von der Hand. Dafür sorgt ein weich gummiertes Kontrollpanel auf der Oberseite des Lautsprechers, mit dem sich das Gerät ein- und ausschalten, die Lautstärke regulieren, die Quelle auswählen, Bluetooth aktivieren und Anrufe annehmen lässt. Ebenfalls an der Oberseite befindet sich auch die Fläche für NFC, falls man Geräte hat, die sich über diesen Standard koppeln lassen. Vorsicht sollte man beim Aufstellen des Lautsprechers walten lassen: Durch die schmale und abgerundete Bauform steht der Yoyo S lediglich auf zwei kleinen Gummifüßchen. Hier besteht also durchaus Kippelgefahr. 

Keine besonders guten Erfahrungen habe ich dann mit der gestenbasierten Steuerung der Musik gemacht, die sich über Wischgesten über die Oberseite des Lautsprechers regeln lässt. Prinzipiell ist dieses Feature durchaus praktisch, beispielsweise, wenn man mit dreckigen Händen im Garten arbeitet oder in der Küche werkelt. Allerdings reagierte mein Yoyo S-Speaker nicht immer zuverlässig auf meine Wischgesten, so dass das Überspringen eines Songs nur auf gut Glück, mit Verzögerung oder nach mehrmaligen Versuchen möglich war. Manchmal leuchteten nur die Bedienelemente auf der Oberseite auf, aber der Track wurde nicht übersprungen, oder die Lautstärke wurde gleichzeitig beim Starten des nächsten Songs erhöht. Generell half es, möglichst schnell zu wischen – ich habe aber nach meinen ersten Erfahrungen mit dieser Funktion lieber gleich weiterhin auf die Musiksteuerung per iPhone oder Apple Watch gesetzt. 

Ausgeglichenes Klangbild mit standortabhängigem Bass

Dank des verbauten Subwoofers und passivem Bassstrahler sorgt der Cambridge Audio Yoyo S dann auch für einen druckvollen Sound, der zudem ziemlich laut werden kann. Für die Beschallung in kleineren Räumen wie einem Büro, der Küche oder einem kleinen Wohnbereich ist dieses Modell daher bestens geeignet. Für größere Räume sollte man dann eher auf die größeren Exemplare der Yoyo-Serie setzen. Der Hersteller spricht von “ausgewählten Bauteilen […], um die klanggewaltigste und beste Leistung zu liefern, die Sie in einen Lautsprecher dieser Größe packen können.” 

Bei meinen Tests mit verschiedenen musikalischen Genres, von Elektronik über Folk, Jazz und Klassik und einem deaktivierten Equalizer war der Sound stark abhängig von der Musikquelle bzw. der Qualität der Aufnahme, verfügte aber generell über ein ausgeglichenes, eher nüchternes Klangbild. Unterschiede gibt es auch basierend auf dem Standort des Lautsprechers: Stellt man diesen mit der Rückseite in die Nähe einer Wand, zum Beispiel auf ein Regal, wirkt der Klang bedingt durch den rückseitigen passiven Bassstrahler deutlich voller. Insgesamt liefert der Cambridge Audio Yoyo S einen für die Preisklasse erwartbaren guten, grundsoliden Klang, sorgt aber auch nicht für ein großes “Wow”-Erlebnis.

Empfehlenswert ist dieser stilvoll anzusehende Bluetooth-Lautsprecher daher vor allem für Design-Freunde, die abseits des üblichen Kunststoff-Standards auch Wert auf Ästhetik legen und hochwertige Materialien schätzen – oder ihre bereits vorhandene Yoyo-Ausstattung erweitern wollen. Mit einem Kaufpreis von 179 Euro ist der Yoyo S sicherlich kein Schnäppchen, bietet aber mit USB-Ladeport, AUX-Anschluss und Freisprecheinrichtung zusätzliche Möglichkeiten für den musikalischen Alltag. 

Kommentare 4 Antworten

  1. Habe mir gerade den Bose Soundtouch 20 im Angebot gegönnt , vielleicht kommt nächstes Jahr noch ein Amazon Studio dazu.
    Damit bin ich dann erstmal grundversorgt.
    Die Marke Cambridge kannte ich nicht.

    Ich wünsche euch noch einen guten Rutsch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2020 appgefahren.de