Clima: Neue Design-Wetter-App mit Push-Benachrichtigungen kann noch nicht überzeugen

Auch wenn der App Store mittlerweile ein echtes Überangebot an Wetter-Apps bietet, werden die Developer nicht müde, immer neue Anwendungen in diesem Bereich zu kreieren – so wie Clima.

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Clima (App Store-Link) lässt sich zum kleinen Preis von 89 Cent auf alle iPhones und iPod Touch laden, die mindestens iOS 7.0 oder neuer installiert haben. Für den Download werden nur knapp 5 MB fällig, so dass sich auch auf einem chronisch überfüllten Gerät noch ein wenig Platz für die App finden lassen dürfte. Alle Inhalte von Clima, das am 30. Juli dieses Jahres veröffentlicht wurde, stehen bisher in englischer Sprache bereit.


Neben den klassischen Wetter-Apps wie WeatherPro oder Celsius, die auf möglichst viel Informationsvermittlung samt übersichtlicher Karten setzen, gibt es Apps wie Minimalist Weather, Haze oder nun auch Clima, die eher einen Fokus auf ein angenehmes, aber stilvoll-minimalistisch designtes Interface legen, in dem nur die allerwichtigsten Wetterdaten präsentiert werden.

Clima kommt daher in einer ansehnlichen Umgebung daher, die von einem hübsch anzusehendem Farbverlaub von rot über orange zu blau dominiert wird. Um Wetterdaten für einen oder gleich mehrere Orte zu empfangen, müssen diese zunächst in eine Liste, die über eine Wischgeste nach oben aufgerufen wird, eingetragen werden. Mit meinen Vorschlägen, die auch kleinere deutsche Städte beinhalteten, gab es keinerlei Probleme. Letztere tauchten aber umso schneller auf, als mir lieb war: Clima fordert vehement eine Aktivierung der Ortungsdienste, um die Wetterdaten für den aktuellen Standort anzeigen zu können – ohne diese Aktion ließ sich die App nicht überreden, Informationen zu den bereits eingepflegten Orten auszuspucken. Immerhin: Nachdem ich die Ortungsdienste einmal kurz aktiviert, und danach wieder deaktiviert hatte, funktionierte alles wie gewünscht.

Im Farbverlauf der Hauptansicht wird je nach Temperatur des ausgewählten Ortes die aktuelle Temperatur eher im rötlichen oder im orange-blauen Bereich angezeigt. Über Wischgesten nach links und rechts lassen sich zudem Voraussagen für die nächsten 12 Stunden im Drei-Stunden-Takt, die voraussichtliche Niederschlagsmenge und die Windgeschwindigkeit in diesem Zeitraum, sowie eine tägliche Voraussage für die kommenden vier Tage inklusive Windrichtung und -geschwindigkeit aufrufen. Die Werte lassen sich sowohl in °C/°F als auch windtechnisch in m/s, km/h und mph anzeigen. Ein Doppeltipp auf die jeweilige Ansicht erlaubt es dem Nutzer, die Wetterdaten per Mail, Facebook oder Twitter zu teilen.

Push-Mitteilungen in Clima sind wenig durchdacht

Ein besonderer Clou von Clima sollen die integrierten Push-Benachrichtigungen sein, die sich für jeden Ort spezifisch einrichten lassen. So kann man sich warnen lassen, wenn es in London regnet, in New York schneit oder es einen Temperaturstutz in Tokio gibt. Auswählen kann der User zwischen Alarm-Meldungen per Push zu Regen, Schnee, Wind oder Temperaturänderungen. Leider hat der Developer von LittleBigCode sich hier einen unerklärlichen Fehler erlaubt – die Wetter-Pushs sind nämlich zeitabhängig und können nur für einen bestimmten Zeitraum, nämlich entweder für 6-12 Uhr, 12-18 Uhr, 18-24 Uhr und 24-6 Uhr, eingerichtet werden. Was bringt mir eine Regenmeldung, wenn sie nur zwischen 12-18 Uhr eingerichtet ist, es am entsprechenden Ort aber um 21 Uhr regnet? In diesem Bereich wurde seitens des Entwicklers nicht mitgedacht – die Push-Mitteilungen sind somit mehr oder weniger sinnlos, es sei denn, man hält sich über den Tag verteilt an mehreren Orten auf, so dass diese zeitlichen Einteilungen Sinn ergeben.

Ähnlich wie auch schon die User im amerikanischen App Store, die Clima derzeit mit 2,5 von 5 möglichen Sternen bewerten, kommen auch wir nur zu einem durchwachsenen Fazit. Design ist leider eben nicht alles – die bescheidenen Informationen in ein ansprechendes Äußeres zu packen, reicht leider für eine kostenpflichtige Wetter-App nicht aus. Zudem sorgen die schlecht konzipierten Push-Mitteilungen für zusätzlichen Unmut. Wie ein überzeugendes Design-Konzept einer Wetter-App aussehen kann, zeigt Haze (App Store-Link), das zwar mit 2,69 Euro etwas teurer ist, dafür aber weitaus anspruchsvoller und intuitiver wirkt.

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Kommentare 3 Antworten

  1. Ich probiere gerne neue Wetter-Apps aus.
    Bislang hat mich noch keine von „WeatherPro“ weglocken können.
    Wenn’s mal schnell gehen muss, kann ich zusätzlich „Thermo-Hygrometer“ empfehlen.

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