Digitale Bilder: Bug in macOS müllt die Festplatte voll

Unnötige Daten und voller Speicher

Apple kommt nicht zur Ruhe: Ein neuer Bug, diesmal unter macOS, macht von sich reden. Erst kürzlich wurde eine kritische Sicherheitslücke in Apples Mail-App gefunden, die bald mit einem entsprechenden Software-Update geschlossen werden soll. Nun hat es einen anderen Bereich erwischt, und zwar die unter macOS bekannte werksseitig vorhandene „Digitale Bilder“-Anwendung.

Das deutsche Entwicklerteam von NeoFinder, West-Forest-Systems, hat herausgefunden, dass die Digitale Bilder-App, die zum Transfer von Fotos auf den Mac dient, jede Menge Datenmüll verursacht, wenn Fotos von iPhones oder iPads auf den Mac übertragen werden. Das Problem: Fotos werden auf den mobilen Geräten als HEIC-Datei aufgenommen, können aber für die Nutzung unter macOS als JPGs übertragen werden. 


Bei einem solchen Transfervorgang auf den Mac werden pro Bild 1,5 MB an leerem Inhalt hinzugefügt, durch das bloße Addieren von einigen Nullen am Ende der Datei. Das Team von NeoFinder hat diesen Bug nur durch Zufall gefunden, als man für die eigene App an Verbesserungen für Metadaten arbeitete. 1,5 MB pro Foto mag nicht nach viel klingen, bei 1.000 übertragenen Bildern sind dies jedoch schon 1,5 GB an verschwendetem Speicherplatz, bei 5.000 Fotos summiert sich der unnütz belegte Speicherplatz auf satte 7,5 GB. 

Auch Dritt-Apps wie Adobe Lightroom betroffen

Laut den NeoFinder-Entwicklern existiert der Bug bereits seit macOS 10.14.6. Apple habe nach der erfolgten Kontaktaufnahme mit den Entwicklern bereits um weitere Beispiele gebeten. Wie es scheint, ist man sich des Problems bewusst und arbeitet nun daran. Leider betrifft der Bug auch weitere Dritt-Apps, die mit Apples Framework für Digitale Bilder arbeiten, darunter Adobe Lightroom, PhaseOne MediaPro und andere. Unklar ist bisher auch, ob der Bug von der Digitale Bilder-Anwendung selbst stammt, oder ob vielleicht sogar iOS dahinter steckt.

Das Team von West-Forest-Systems will in der nächsten Woche eine aktualisierte Version des NeoFinders veröffentlichen, mit denen sich der belegte Speicherpplatz auf der SSD wieder freischaufeln lässt. Auch der Entwickler des GraphicConverters, Thorsten Lemke, hat eine Betaversion seiner App herausgegeben, die es ermöglicht, die leeren Daten der JPG-Dateien zu entfernen. Gerade für Mac-User mit kleinen SSDs ist dieser Bug mehr als ärgerlich. Man kann nur hoffen, dass Apple hier schnellstmöglich nachbessert.

(Foto: West-Forest-Systems)

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Kommentare 8 Antworten

  1. „Apple kommt nicht zur Ruhe“…Geht es noch etwas reißerischer?
    Kommt Leute, dass könnt ihr besser.
    Mein Gott, es ist ein Fehler. Und der wird sicherlich behoben.
    Wenn man für jeden Fehler in Windows so einen Aufriss machen würde.
    Keine Software diesen Umfangs wird jemals fehlerfrei sein.

      1. „Bug“ oder will man die Leute zu teuren Upgrades überreden, nur schade das es jetzt jemand durch Zufall herausgefunden hat.

  2. Ja da reibt sich die Redaktion wieder an so alltäglich Sachen, als würde es der Knaller sein. Dabei stinkt deren App und Webseite alle Pfurz lang ab. Allein schon Fail Freddy ist ein seit Jahren bekannter Bug, den sie einfach nicht in den Griff bekommen..

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