Flotato: Dieser kostenlose Mac-Dienst erstellt Apps aus Websites

Die App verhindert zig geöffnete Browser-Tabs

Heutzutage gibt es so viele unterschiedliche Services, Websites und Netzwerke, die nur darauf warten, dass man sich anmeldet und dort Zeit verbringt. Wer neben seinen Emails und Kalendereinträgen in MS Outlook, der Dateiverwaltung in Google Drive, dem Chat im Facebook Messenger und den Artikeln der BBC noch Zeit hat, wandert zum Stöbern zu Pinterest, schaut, was die Freunde bei Facebook machen oder guckt aktuelle Beiträge bei Instagram an. 

Leider verfügen nicht alle dieser Dienste auch über einfach zu handhabende Desktop-Apps. An dieser Stelle kommt die Mac-App Flotato ins Spiel, die mobile Anwendungen, wie man sie von iPhone und iPad kennt, auf den Mac-Schreibtisch bringt. Prinzipiell kann mit Flotato jede beliebige Website in eine App umgewandelt und dann eigenständig ohne Browser im Dock gesichert werden. Ja, ihr könnt so unter anderem auch unsere appgefahren-Website als App kreieren – es funktioniert, ich habe es bereits ausprobiert.

Auf Flotato wurden wir von unserer Leserin Nadine hingewiesen, die sich insbesondere Sorgen um den Datenschutz dieses Dienstes machte. Dazu später mehr. Der Download der Mac-App ist auf der Website von Flotato anzustoßen und ist grundsätzlich kostenlos. Wer jedoch mehr als nur eine Handvoll Apps erstellen möchte, kann zu Flotato Pro greifen, das von Seiten der Entwickler zum Preis von 19 USD (inkl. MwSt.) angeboten wird. Mit diesem Kauf lassen sich dann unbegrenzt Apps aus Websites erstellen.

Das Prinzip von Flotato ist nicht neu: Auch andere Apps wie beispielsweise Fluid oder auch Funktionen von Google Chrome erlauben es, Websites in eigenen Fenstern darzustellen. Diese Lösung jedoch setzt bei der Umsetzung des eigenen Dienstes auf ein WebKit-Rendering, das ohne zusätzlich Plugins und Arbeitsspeicher-belastendes Electron-Framework auskommt.

Flotato speichert oder verarbeitet keine Logins und Passwörter

Die Einrichtung von Apps über Flotato ist simpel: Die Anwendung stellt zum Start bereits eine Reihe von Diensten bereit, aus denen man auswählen kann – darunter Facebook, verschiedene Google- und Microsoft Office-Apps, Netflix, Pinterest, Pocket, Reddit, Discord, Github, Feedly, Amazon Prime Video und Instagram. Selbstverständlich lassen sich vom User aber auch eigene Websites in Apps umwandeln. Ich konnte so über die Eingabe der URL sowie eine Vergabe des Namens bequem und schnell eine appgefahren-Desktop-App erstellen, die die Inhalte unserer Website in mobiler und kompakter Form präsentiert – inklusive Original-Icon. Gleiches gilt auch für das soziale Netzwerk Instagram: Hier ist es beispielsweise möglich, über die erstellte App Fotos direkt vom Mac hochzuladen. In der Browser-Ansicht von Instagram gibt es diese Funktion nicht.

Der Einwand bezüglich der Privatsphäre Flotatos unserer Leserin Nadine ist trotzdem nicht unberechtigt: Immerhin teilt man mit der Anwendung einige Accounts und entsprechende Passwörter, sowie nach dem Login auch möglicherweise sensible Daten, Kalendereinträge, Dokumente und ähnliches. 

Hier hilft wie so oft ein Blick in die Datenschutz-Einstellungen der Entwickler, die sich schnell zugänglich auf der Website von Flotato finden. Dort heißt es in Fettschrift, „Flotato ruft keine Anmeldungen oder Kennwörter ab oder stellt sie wieder her, die du beim Anmelden eines Webdienstes über Flotato, wie Twitter oder Youtube, verwendest. Dafür sorgt Apples WebKit-Framework (das auch von Safari verwendet wird). WebKit verschlüsselt und sendet deinen Login und Passwort an die Webservice-Server, die dann ein Login-Cookie auf deinem Computer erstellen. Die Anmelde-Cookies oder andere Cookie- bzw. Website-Daten verlassen niemals deinen Computer.“

Das Team von Flotato erklärt allerdings auch, dass anonyme Nutzerstatistiken gesammelt werden, um die eigenen Dienste optimieren zu können. Zu diesen Statistiken zählt unter anderem, wie häufig Flotato während eines Tages genutzt wird und wie viele neue Apps erstellt werden. Die Entwickler speichern allerdings nicht jede durch Flotato besuchte URL, behalten sich aber vor, den vom Nutzer kreierten App-Namen, beispielsweise „appgefahren“, zu sichern, um herauszufinden, welche Apps man für den eigenen Service verbessern kann. Diese Logs sind anonym und können nicht auf einen speziellen User zurückverfolgt werden. „Wir sind dabei, Web-Apps benutzerfreundlicher zu machen und nichts Unheimliches mit deinen Daten anzufangen“, schließt das Flotato-Team. 

Kommentare 9 Antworten

    1. @puufer: Was will uns dein Beitrag konkret sage???

      Ist an folgender Aussage im Artikel vielleicht irgend etwas falsch: „Der Download der Mac-App ist auf der Website von Flotato anzustoßen und ist grundsätzlich kostenlos. Wer jedoch mehr als nur eine Handvoll Apps erstellen möchte, kann zu Flotato Pro greifen, das von Seiten der Entwickler zum Preis von 19 USD (inkl. MwSt.) angeboten wird.“? Oder was dein dein Anliegen?

      (Aber vielleicht wolltest du ja nur mal zeigen, dass man in deiner Welt die Eigenschaft „gratis“ auch groß schreiben kann…) 🤣

    2. Nichts im Leben ist Gratis. 😉

      Nicht mal das Leben. (das bezahlst du ja mit der Tod)

      Sei froh das überhaupt Mac Software entwickelt wird. Bzw. deine Web-Lesezeichnen als Icon in dein Dock haben kannst.

  1. @WePe: wenn man schon die Schreibweise anderer Leute kritisiert, sollte man selbst wenigstens den ersten Satz fehlerfrei schreiben 😉 nix für ungut …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de