Gurman: Apple weitet Werbeanzeigen-Geschäft massiv aus

Verdreifachte Werbe-Umsätze geplant

In seinem neuesten Power On-Newsletter berichtet der Bloomberg-Redakteur Mark Gurman von Apples Plänen, das eigene Anzeigen-Geschäft aggressiv auszubauen. In der Vergangenheit hatte der Konzern bereits mit der Funktion „App Tracking Transparency“ (ATT) erste Schritte unternommen, um Werbeanzeigen zielgerichteter zu gestalten.

Laut Gurman ziele Apples Vice President of Advertising Platforms, Todd Teresi, nun darauf ab, einen Jahresumsatz „im zweistelligen Bereich“ zu erzielen. Aktuell belaufen sich die Einnahmen durch Werbeanzeigen auf etwa 4 Milliarden USD pro Jahr. Die Prognosen würden in etwa eine Verdreifachung des aktuellen Anzeigengeschäfts bedeuten.


Gurman erklärt, dass Apple bereits die Möglichkeit teste, gesponserte Ergebnisse zu den Suchergebnissen in Apple Maps hinzuzufügen – ähnlich, wie man es schon von den App Store-Suchergebnissen und vorgeschlagenen Apps kennt. In Zukunft könnten Werbeanzeigen auch in den Apple Books- und Apple Podcasts-Anwendungen erscheinen.

Aktuell stammen die Einnahmen aus Werbeanzeigen aus mehreren Quellen. Gurman nennt an dieser Stelle die oben bereits erwähnten App Store-Anzeigen in den Suchergebnissen, Anzeigen in Apple News und Apple Aktien, sowie einen Anteil an Werbespots während der MLB Friday Night Baseball-Streams bei Apple TV+.

Neue Werbemöglichkeiten mit iOS 16

Mit iOS 16 werden Nutzer und Nutzerinnen zudem mehr Werbeanzeigen im App Store zu sehen bekommen. Neue Anzeigen-Einheiten im neuen Betriebssystem, das für den Herbst dieses Jahres erwartet wird, sollen es Werbetreibenden ermöglichen, Anzeigen im Tab „Heute“ des App Stores und am Ende der Produktseiten schalten zu können.

Die Werbe-Offensive von Apple hängt unter anderem auch mit dem verlangsamten Wachstum aus den Hardware-Verkäufen der letzten fünf Jahre zusammen. Aus diesem Grund fokussiert man sich auf zusätzliche Umsätze im Service-Bereich, einschließlich des Anzeigengeschäftes. Erstmals trat Apple im Jahr 2010 mit der Ankündigung von iAd in diesem Segment in Erscheinung – leider ohne großen Erfolg. iAd wurde zu großen Teilen zu einem Misserfolg und wurde einige Jahre später eingestellt. Mit den neuen Maßnahmen dürfte es sich anders verhalten.

Screenshots: Mark Gurman/Apple.

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Kommentare 3 Antworten

  1. Apple, nein Danke.
    Mein altes SE ist ja jetzt in die Jahre gekommen. Aber ich werde es nicht durch ein neues iPhone ersetzen. Allein schon der Zwang mit Werbung um meine installierten Apps zu aktualisieren nervt nur noch.
    Zuerst mit ATT die ganze Konkurenz ausschalten und dann die Kunden selbst mit Werbung zu vermarkten.
    Hab mir nun ein gebrauchtes Android gekauft das ich mit /e/OS Googlefrei machen werde.
    Bye bye APPLE.

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