HomePod: Weiße Ringabdrücke auf Holz, 216 US-Dollar Herstellungskosten

Wir haben ein paar nützliche Informationen rund um den HomePod gesammelt.

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Einen Vorteil hat der verspätetet Verkauf in Deutschland: Vorab bekommt man umfassende Informationen. Jetzt ist ein weiteres „Problem“ aufgetaucht, hier hätten wir uns von Apple eine bessere Kommunikation gewünscht. Denn: Auf einigen Holzoberflächen, die mit Öl oder Wachs behaltend sind, hinterlässt der HomePod nach rund 20 Minuten Benutzung einen unschönen weißen Ringabdruck. Das kann bei echt teuren Tischen verdammt ärgerlich sein.


Auf Twitter sammeln sich einige Nutzerbeschwerden, auch 9to5Mac hat das Problem schon aufgegriffen. Wie der Ring entsteht? Wenn der HomePod Musik abspielt entstehen natürlich Vibrationen, die dafür sorgen, dass der Gummiring eben solche Abdrücke erzeugt.

Apple kennt das Problem und informiert im passenden Support-Dokument:

HomePod ist nur für den Gebrauch in Innenräumen vorgesehen. Stellen Sie bei der Verwendung von HomePod sicher, dass Sie ihn auf einer festen Oberfläche stellen. Legen Sie das Netzkabel so nach hinten, dass es nicht betreten oder eingeklemmt wird.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Lautsprecher mit einer vibrationsdämpfenden Silikonbasis auf einigen Holzoberflächen milde Spuren hinterlassen. Die Markierungen können durch Öle verursacht werden, die zwischen der Silikonbasis und der Tischoberfläche diffundieren, und werden oft nach einigen Tagen verschwinden, wenn der Lautsprecher von der Holzoberfläche entfernt wird. Ist dies nicht der Fall, kann die Oberfläche vorsichtig mit einem weichen, feuchten oder trockenen Tuch abgewischt werden. Wenn die Markierungen bestehen bleiben, reinigen Sie die Oberfläche mit dem empfohlenen Reinigungsverfahren des Möbelherstellers. Wenn Sie sich darüber Gedanken machen, empfehlen wir, Ihren HomePod auf einer anderen Oberfläche zu platzieren.

Das Problem tritt sicherlich nicht nur beim HomePod auf, sondern auch bei anderen Lautsprechern, die eine Gummiring auf der Unterseite haben. Schade: Warum kommuniziert Apple diesen Umstand nicht besser, damit solche Probleme erst gar nicht entstehen?! 

HomePod kostet in der Herstellung 216 US-Dollar

Eine Analyse von TechInsights (via Bloomberg) zeigt, dass die Herstellungskosten des HomePod bei circa 216 US-Dollar liegen. Mikrofone, Hochtöner und das Power-Management kosten 58 US-Dollar, während kleinere Komponenten mit 60 US-Dollar zu Buche schlagen. Der A8 Chip, die Siri-Funktionen, Sound und weitere smarte Features werden mit 25,50 US-Dollar berechnet. Das Gehäuse und weitere externe Komponenten kosten 25 US-Dollar, die Herstellung, das Testen und die Verpackung 17,50 US-Dollar. Hinzu kommen noch weitere, kleinere Kosten. 

HomePod Technik

Beachten sollte man, dass hier die Kosten für die Entwicklung nicht einberechnet sind. Die Marge beträgt also circa 38 Prozent. Google Home hat eine Marge von 66 Prozent, Amazon Echo 56 Prozent. Im Vergleich zu anderen Apple-Produkten: Das iPhone X kostet in der Herstellung 357,50 US-Dollar und wird für über 1000 Euro verkauft.

Die Zahlen sollte man aber weiterhin mit Vorsicht genießen. Vor zwei Jahren hatte Tim Cook eine ähnliche Analyse kritisch kommentiert. „Komplett andere Zahlen als in der Realität. Ich habe noch nie eine Analyse gesehen, die annähernd korrekt ist„.

(Foto: Pocket-Lint)

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Kommentare 31 Antworten

  1. „Wenn Sie sich darüber Gedanken machen, empfehlen wir, Ihren HomePod auf einer anderen Oberfläche zu platzieren oder den von uns speziell entwickelten HomePod Untersetzer für unschlagbare 179,99 € zu kaufen!“

  2. Ist das jetzt wirklich euer ernst? Es gibt ein Supportdokument dafür, aber Apple soll das besser kommunizieren?

    Warum appelliert man hier mal nicht am die Nutzer, den eigenen Kopf zu verwenden oder sich vorher zu informieren?

    Ständig sind immer andere schuld, nie ist man selbst zu faul.

    1. Das Dokument wurde aber erst veröffentlicht, nachdem der „Fehler“ bekannt wurde. Also kann man da Apple schon nen Vorwurf machen, ähnlich wie beim Thema „alter Akku“ ?

      So wie es scheint war das Problem auch Apple bekannt und wurde lieber erst „verheimlicht“ um die Verkäufe nicht zu gefährden. Interessant wäre zu erfahren, wieviele von diesem Problem betroffen sind und wieviele erst durch Meldungen wie diese überhaupt auf das Problem aufmerksam gemacht wurden ?

      Ich denke Apple hat erneut damit kalkuliert, dass es nicht auffällt bzw. der User den Fehler erst bei sich sucht ?

      1. Fast richtig, das Dokument, welches von appgefahren verlinkt wurde gibt es erst seit heute. Den HomePod User Guide aber seit dem ersten Tag. Und dort steht klar drin, dass sich der HomePod bewegen kann.

        An dieser Stelle muss man einfach selbst denken oder wie Cofrap so schön sagt, Lehrgeld bezahlen.

          1. Komisch – PVC-Böden scheinen das Problem nicht zu haben ?

            Evtl. liegt es doch ein bisschen am Material vom Untergrund ?

            Im Ernst: Nicht jeder Lautsprecher gibt die Schwingungen so weiter, aber wenn ich etwas verwende, was schwingen kann, dann denke ich doch kurz drüber nach, was das für Auswirkungen haben kann.

      2. Nochmal, wer empfindliche Oberflächen hat ist auch für diese verantwortlich.
        Kein Hersteller kann alle Eventualitäten berücksichtigen.
        Hier sehe, und ich sehe mich selbst auch als jemand der  bei seinen Produkten in die Pflicht nimmt, ich kein verursachen seitens Apple.

  3. Apple hat dies nicht vorher kommunierzt weil dies der erste Lautsprecher ist den Apple vertreibt.
    Vermutlich haben die damit keinerlei Erfahrung und kommunizieren es deswegen jetzt.
    Besser als gar nicht.

    Dazu muss ich aber sagen, wir haben auch einige gewachste Echtholzmöbel zuhause, da überlege ich mir dreimal was ich draufstelle. Vor allem alles was irgendwie Gummiartig ist kommt da nicht drauf.
    Und in Bereichen mit Lichteinstrahlung wegen der verschiedenen Bleichung kommt auch nichts dauerhaft drauf.
    Das ist bei solchen Möbeln nun mal so, wenn man Glück hat weis man das auch vorher. Ansonsten zahlt man Lehrgeld. ^^
    Allerdings lassen sich die meisten Stellflecke auch mit Wachs beseitigen, von daher …
    Wer derartig empfindliche Oberflächen hat sollte auch wissen wie man damit umgeht. Hier sehe ich auf seiten Apples wirklich keinen Fehler.

  4. Leider haben die Lautsprecher MM-1 von B&W auch einen Silicon-Ring zur Schallabsorbung. Da tiefe Frequenzen dennoch auf die Schreibtisch übertragen werden, habe ich kleine Entkopplungskegel unter die Gummilippe geklebt! Dadurch haben die Lautsprecher nur punktuell Kontakt zum Möbel. Vorteil: fast 100 % Entkopplung! Nachteil: Wenn man die Lautsprecher verschiebt, können Kratzer entstehen! Also sollten die Lautsprecher zur Reinigung immer angehoben werden! Ringe durch Kontakt sind aber so keinesfalls mehr möglich!

  5. Boah, das sind Probleme… kann man nicht das gleiche wir bei einem Glas machen und einen Untersetzer verwenden? ??
    Muss ja nicht grad ein Bierfilz aus Karton sein…

  6. Hallo Leute,
    kurze Zusammenfassung: das geht gar nicht!

    Will Apple nicht immer die besten und wundervollsten Produkte herstellen? Und schaut mal in einen Apple-Store. Was sind dort die dominierenden Materialien neben Glas? Richtig – Holz. Und zwar schöne Holzmöbel, auf denen die tollen (und z.T. wirklich überteuerten) Produkte präsentiert werden. Und nun wollen die uns erzählen, dass das normal sei? Und das wäre bei Silikon halt üblich. So üblich wie bei den Watch-Sport-Armbändern, die nach 3 Monaten alle möglichen Verfärbungen haben. Die spinnen doch….

    Ich wollte eigentlich mit dem Kauf eines Lautsprechers warten, bis der HomePod in Deutschland erhältlich ist. Aber da greife ich doch lieber zu einem SONOS oder BOSE.

  7. und wieder werden hier gerüchte von analysten als recherchierte infos verkauft. mit sicherheit kostet die hersteller viel weniger, als 200 eur, wäre es so, würde apple die teile nicht unter 700 euro verkaufen.
    welche lautsprecher hinterlassen bitte noch weiße ringe. hierzu hätte ich gerne quellen. sowas als normal zu verkaufen ist echt schon sehr frech und zeugt von fanblindheit.
    was kommt bitte noch als tipp? bitte nehmen sie schleifpapier um den teuren holzschrank. abzuschleifen?

    1. Du hast recht. Es ist vollkommen unüblich, dass ein Lautsprecherhersteller den Kunden darauf hinweist, dass sich ein Lautsprecher bewegen könnte und er sich evtl. bewegt. Und Apple wäre definitiv der erste Hersteller, der eine Möglichkeit zum Ent- bzw. Ankoppeln bieten würde. Und dann auch noch kostenpflichtig. Echt unnormal sowas…

      Sorry, muss echt daran liegen, dass ich da auf dem Apfelauge etwas blind bin.

      Um dir noch eine echte Antwort zu geben: Sowohl meine ELACs als auch meine alte Teufel Anlage bewegen sich. Auf billigen Laminat macht der subwoover von Teufel auch Kratzer. Von Logitech hatte ich mehrere Lautsprecher, die über den Tisch gewandert sind.

      Ich würde nie auch nur einen dieser Lautsprecher auf empfindliche Holzoberflächen stellen.

      1. Sorry dein Sarkasmus bringt nichts, da Du scheinbar echt keine Ahnung hast und be Fanbrille von Apple trägst.
        1. ich hab in meinem Leben, dass schon sehr lange geht noch jeine Sicherheitshinweise für Lautsprecher gesehen. Je nach Größe stehen sie auch auf kratzempfinflichen Oberflächen ohne bisherige Probleme und das bei ordentlicher Leistung.
        Alleine schon von Lautsprecher bei diesem Monogerät zu sprechen ist lachhaft. Ordentliche Lautsprecher sind entkoppelt. Keine Ahnung was Du da so kennst!?
        Auch Logitech haben bei mir nich kein mm Bewegung gezeigt.Aber auch hier sind sie nicht billig verarbeitet und haben Schwingungsdämpfung.
        Wir reden beim Homepot von einem Gummi, das auch noch abfärbt, wenn Du das in Schutz nimmst ist Dir nicht zu helfen.

        1. Was ich so kenne, habe ich bereits geschrieben, ebenfalls welche Erfahrungen ich gemacht habe. Dass Lautsprecher der gleichen Marke sich bei dir nicht bewegen ist klasse – je nach dem welche ich habe und wie ich sie wo verwende, bewegen sie sich bei mir auch nicht.

          Ordentliche Lautsprecher werden übrigens entkoppelt – also aktiv. Durch Standbeine, Spikes (wobei sie hier eher angekoppelt werden), industrielle Schwingungsdämpfer und häufig sogar selbst gebaute Konstruktionen… Aber was weiß ich schon.

          Mein Fanboybrille habe ich dabei übrigens bei allen Lautsprechern auf. Ich finde es bei jedem Körper, der Schwingungen erzeugt normal, dass er sich bewegen könnte und dass es meine Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass er dabei nichts kaputt macht oder es eben nicht passiert.

          Aber wir werden an dieser Stelle auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. Ich bin der Meinung, dass wir (als Gesellschaft) viel zu bequem geworden sind und immer erwarten, dass andere für uns denken. Du nicht. Da mir die Diskussion zu sehr auf eine persönliche Schiene abgleitet, würde ich mich anderen Stelle dann auch davon mal „entkoppeln“.

          Eine letzte Sache möchte ich aber noch kommentieren: Egal ob ein Gerät Mono oder Stereo wiedergibt, einen Hoch- oder viele Tieftöner hat, wenn es ein Signal durch mechanische Schwingungen in Schall umwandelt, ist es per Definition ein Lautsprecher.

  8. Und wieder mal ist Apple schuld ?
    Es ist mittlerweile bekannt, dass diese Problem bei Sonos auch auftreten kann.
    Einfach mal die Kirche im Dorf lassen.

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