Neue GPS-App Xtrail: Konkurrenz für runtastic und Co.?

Auch wenn die meisten das lange Wochenende wohl eher zum Grillen und Feiern denn zu sportlicher Betätigung nutzen werden, wollen wir euch die neue Fitness-App Xtrail nicht vorenthalten.

Seit wenigen Tagen im deutschen App Store verfügbar, kann die GPS-Tracking-App für 3,99 Euro geladen werden. Mit 3,9 MB sollte auch im mobilen Datennetzwerk der Download kein großes Problem darstellen. Auch wenn Xtrail (App Store-Link) aus deutscher Entwicklerhand stammt, ist die App vorerst nur in englischer Sprache verfügbar – schade, aber so läßt sich wohl eine größere Zielgruppe generieren.

Nachdem man die Ortungsdienste aktiviert und die App gestartet hat, kann es prinzipiell auch schon los gehen. Prinzipiell – denn vor dem ersten Start muss die Hauptansicht erst einmal konfiguriert werden. So kann man durch herunter wischen und seitwärts wischen zwischen verschiedenen Werten wählen, die auf dem Screen angezeigt werden sollen, darunter Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, Distanz, Höhenmeter, Pace und Höchstgeschwindigkeit.

Auch eine Kartenansicht mit dem aktuellen Standort wird geboten, allerdings kann diese nur mit einer bestehenden Internetverbindung geladen werden. Eine Möglichkeit, vorab Offline-Karten zu speichern, gibt es bislang noch nicht. Möchte man die Werte mit der Karte auf einem Screen versammelt haben, sollte man nicht mehr als vier „Widgets“, so nennen die Entwickler die verschiedenen Werte, auf dem Screen anordnen.

In meinem Test wurde meine aktuelle Position sehr schnell gefunden, auch die Geschwindigkeit zeigte keine Auffälligkeiten, und gab plausible Werte an. Nach Beendigung der Aktivität kann diese gespeichert, und verschiedene Auswertungen zur eigenen Performance eingesehen werden. Wer seine Tour weiterleiten möchte, findet eine Anbindung an Facebook, einen Link zu iMessage und einen E-Mail-Versand, unter anderem auch als GPX-File.

Vergleicht man Xtrail nun mit anderen GPS-Tracking-Apps, bemerkt man jedoch, dass von Seiten der Entwickler noch Luft nach oben ist. Gerade die Flaggschiffe der Branche, runtastic, SmartRunner oder MotionX GPS bieten neben einem deutschen Interface auch ein ansehnlicheres Layout sowie teils wichtige Zusatzoptionen wie Offline-Maps oder eine eigene Plattform zum Hochladen der Trackings.

Wer sich jedoch mit einer eher puristisch anmutenden App auf den Weg machen möchte, sollte Xtrail definitiv eine Chance geben – Zuverlässigkeit, Übersichtlichkeit, eine Export-Funktion als GPX, sowie Potential zur Weiterentwicklung sind in dieser Neuerscheinung definitiv noch gegeben. Auch die Synchronisierung per iCloud kann ein ausschlaggebendes Argument sein, gerade, wenn man mehrere iDevices beim Tracking nutzt. In diesem Falle gilt das berühmte Sprichwort: Probieren geht über studieren.

Kommentare 4 Antworten

  1. Da ist nicht nur „etwas“ Luft nach oben, sondern sehr sehr viel.
    Habe bis vor kurzem Endomondo benutzt, das ist sogar kostenlos und trotzdem Meilenweit besser. Egal ob in Aufmachung, Funktionalität oder Umfang.
    Bin dann vor kurzem auf runtastic umgestiegen. Hatte die Pro Version irgendwann mal kostenlos erstanden. Ebenfalls in allen Belangen besser und fast identisch zu Endomondo.
    Warum ich umgestiegen bin kann ich gar nicht sagen. Wahrscheinlich nur weil ich die Ansagestimme etwas besser fand.

    Diese App hier kann ich allerdings beim besten Willen nicht empfehlen.
    Sieht mir sehr lieblos hingezimmert aus ohne auch nur einen einzigen Vorteil gegenüber den anderen beiden Apps zu haben.

    Nur in Englisch ist eigentlich auch ein Armutszeugnis.
    Auch wenn ich des Englischen mächtig bin, eine Lokalisierung würde den „unprofessionellen“, lieblosen Eindruck der App wenigsten etwas verdrängen.

    Von mir ein klares: Finger weg!
    Das Geld, wenn man den überhaupt was ausgeben möchte, lieber in die anderen Apps investieren, da bekommt man eine professionelle, durchdachte App.

    MfG
    Chris

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