OpenEar-Kopfhörer Trekz Titanium: Innovative Musikübertragung mit eigenwilliger Handhabung

Nicht immer ist es von Vorteil, wenn der Kopfhörer sämtliche Umgebungsgeräusche dämmt. Mit dem Trekz Titanium gibt es eine alternative Methode zur Musikübertragung.

Trekz Titanium 1

Als ich den Trekz Titanium von Aftershokz zum ersten Mal in der Hand hielt, war ich einigermaßen erstaunt über die Aussage auf der Verpackung. „Bone Conduction Headphones“ war dort zu lesen – der Sound wird über die Knochen übertragen. Wie soll so etwas funktionieren? Ich war gespannt und hatte nun die Chance, das Modell über mehrere Wochen genauer unter die Lupe zu nehmen. Erhältlich ist der Trekz Titanium in vier verschiedenen Farbvarianten zum Preis von 149 Euro bei Amazon, auch eine Prime-Versandoption ist möglich.

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Das Besondere am Trekz Titanium, der mittels Bluetooth 4.1 mit dem iPhone oder iPad verbunden werden kann und mit einer Akkufüllung etwa sechs Stunden durchhält, ist die Art der Musikübertragung. Wie oben bereits beschrieben, wird der drahtlose Kopfhörer anders als bei InEars nicht direkt ins Ohr gesteckt bzw. bei OverEar-Modellen über die Ohrmuschel gestülpt, sondern liegt direkt auf der Haut vor dem Ohr auf, um so über den dort ansässigen Wangenknochen die Musik zum Klingen zu bringen.

Nur 36 Gramm leichter Titanrahmen

Damit eignet sich der Bluetooth-Kopfhörer vor allem für Sportler, die beispielsweise den Straßenverkehr aus Sicherheitsgründen nicht komplett ausblenden wollen. Der Hersteller gibt für den Trekz Titanium daher eine IP55-Zertifizierung an, die das Headset wasser- und schweißresistent machen. Zudem wurde für das offene Design ein flexibler und mit 36 Gramm sehr leichter Titanrahmen verwendet, um für die notwendige Robustheit und Komfort im Alltag zu sorgen. Ein spezielles Mikrofon, das für Anrufe genutzt werden kann, unterdrückt zudem Umgebungsgeräusche für eine klare Gesprächsqualität.

Das Pairing des hochwertig verarbeiteten OpenEar-Kopfhörers ist mittels eines langen Drucks auf den An-/Aus-Button schnell erledigt: Der Trekz Titanium wird dann in der Bluetooth-Liste des iPhones oder iPads gefunden und kann gekoppelt werden. Dank eines Multipoint-Pairing-Features lassen sich sogar gleich mehrere Geräte gleichzeitig mit dem Kopfhörer verbinden. Und auch an das gern gesehene Extra einer Akkustandsanzeige in der Statusleiste des Smartphones oder Tablets hat das Team von Trekz gedacht.

Trekz Titanium 2

Soweit so gut: Funktional lässt der Trekz Titanium beim Nutzer keinerlei Wünsche offen. Doch wie steht es um die Handhabung und die Klangqualität dieses offenen Kopfhörers? Ich muss an dieser Stelle leider festhalten, dass mich der Komfort und die damit auch verbundene Soundqualität nicht überzeugen konnten. Der Trekz Titanium scheint stark von den anatomischen Gegebenheiten des Users abhängig zu sein: Mit meinem relativ kleinen Kopf samt aufgesetzter Brille und kleinen Ohren konnte ich subjektiv gesehen keine große Freude an dem offenen Kopfhörer finden.

Klangqualität ist stark von gutem Sitz am Ohr abhängig

Das Design des Trekz Titanium ist wohl definitiv auf größere Köpfe ausgelegt. Ich habe das Modell als zu groß empfunden, was sich durch ständiges Verrutschen der beiden Ohrhörer bemerkbar machte und aufgrund dessen auch in einem wenig differenzierten, schwachen Klangbild resultierte. Zudem sorgte das Design des Kopfhörers, der mittels eines Bügels über der Ohrmuschel entlang geführt wird, bei mir als Brillenträgerin schnell für Kopfschmerzen, so dass ich den Trekz Titanium kaum länger als eine halbe Stunde am Stück tragen konnte. Bei einer kleinen Laufrunde, bei der der Kopfhörer zum Einsatz kam, war daher durch die ständigen Bewegungen auch keine zufriedenstellende Nutzung möglich.

Da die Klangqualität des Trekz Titanium sehr stark von einem guten Sitz der Ohrhörer abhängt, kann ich leider auch in diesem Bereich keine gute Bewertung abgeben. Selbst bei Nutzung der im Lieferumfang enthaltenen weichen Ohropax-Ohrstöpsel, die sich optional mit dem Kopfhörer nutzen lassen, wirkte der Klang bei mir relativ dünn und musste fast ohne jegliche Tieftöne auskommen. Bei höherer Lautstärke sind auch die Vibrationen am Knochen durchaus gewöhnungsbedürftig. Ein wenig ließ sich der Sound durch ein Anpassen des Ohrbügels zum besseren und lauteren verändern, allerdings führten selbst kleinste Bewegungen dazu, dass der Kopfhörer wieder verrutschte.

Meine subjektiven Erfahrungen zum Trekz Titanium müssen allerdings nicht für die Allgemeinheit gelten: Rezensenten bei Amazon beispielsweise bescheinigen dem Kopfhörer mit seiner offenen Bauweise durchweg vier bis fünf Sterne und loben unter anderem auch Klangqualität sowie ausreichende Lautstärke. Wie bei vielen Produkten in diesem Bereich heißt es daher wohl „Probieren geht über Studieren“ – was für mich nicht geeignet ist, kann für andere Anwender die perfekte Lösung darstellen.

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