RainToday-Macher im Interview: Neue App läuft noch nicht ganz rund

Vor zehn Tagen hat die MeteoGroup eine komplett neue Version von RainToday für das iPhone veröffentlicht. Warum es noch Luft nach oben gibt, erklärt uns das Entwickler-Team in einem kleinen Interview.

rain today

Aktuell ist RainToday nur mit drei Sternen bewertet. Seid ihr dennoch zufrieden mit dem Neustart der App?
MeteoGroup-Team: Wir sind sehr zufrieden mit dem Neustart von RainToday, vor allem, weil wir nicht nur von vielen Nutzern sondern auch aus Fachkreisen gutes Feedback erhalten. Wir nehmen auch das Feedback unserer Nutzer generell sehr ernst und werten die unterschiedlichen Meinungen und Anregungen im Store entsprechend aus. Basierend auf diesem Feedback ist es uns möglich, RainToday weiter zu optimieren und zu verbessern, denn langfristig wäre uns eine 4- oder 5-Sterne-Bewertung natürlich lieber.

Ihr habt geschrieben, dass es bei Nieselregen und anderen besonderen Wetterlagen noch Verbesserungspotenzial gibt. Was macht es so schwer, vorherzusagen ob es wirklich regnet oder nicht?
MeteoGroup-Team: Die Regenwarnungen in RainToday basieren auf Radardaten bzw. -bildern, die nicht immer leicht zu interpretieren sind – vor allem bei schwachen Radarechos. Beispiele gibt es vor allem im Sommer. Oft sind zum Beispiel im WeatherPro-Radar leichte Intensitäten erkennbar, de facto kommt aber kein Regen runter. Das liegt aber nicht daran, dass das Radarbild fehlerhaft ist: Regen fällt tatsächlich, nur kommt dieser auf Grund der höheren Temperaturen im Sommer und der dadurch begünstigten Verdunstung nicht auf der Erde an. Damit wir in solchen Situationen nicht unnötig warnen, haben wir versucht, bei RainToday diese eher schwachen Radarechos herauszufiltern. Die Erfahrungen der ersten Tage nach dem Launch haben gezeigt, dass wir diesbezüglich noch Optimierungspotenzial haben und suchen bereits nach einer Lösung.

Woher stammen die in RainToday verwendeten Radar-Daten, wenn sie nicht von euch selbst kommen?
MeteoGroup-Team: Alle Radardaten beziehen wir vom DWD, wie jeder Wetterdienst in Deutschland. Generell werden Radardaten niemals selber erhoben, sondern müssen von Wetterdiensten, App-Entwicklern oder anderen eingekauft werden. Erst danach können die Rohdaten in unseren Apps weiter verwendet werden.

Kurz nach dem Start der neuen Version wurde in RainToday Werbung angezeigt, aktuell ist dort keine zu finden. Seid ihr hier noch in der Findungsphase?
MeteoGroup-Team: Mit dieser Entscheidung, sind wir dem Kundenfeedback gefolgt. Wir haben die Werbeeinblendungen herunter gefahren, damit mehr Nutzer sich entschließen, die App einfach mal zu testen und sich selbst ein Bild über die Qualitäten von RainToday zu machen, anstatt sich von vornherein abschrecken zu lassen. Langfristig gesehen gibt es aber nur zwei Möglichkeiten, die App und die darin verwendeten Daten zu refinanzieren: Entweder eine kostenfreie App mit Werbung oder eine Freemium-App mit optionalem In-App-Kauf. Wir prüfen gerade die Möglichkeiten, wie wir es dennoch allen Nutzern Recht machen können und werden mit einem der nächsten Updates nachbessern.

Wie sieht es mit RainToday für das iPad aus?
MeteoGroup-Team: Kommt!

Hinweis der Redaktion: In Absprache mit dem Entwickler-Team an dieser Stelle noch ein kleiner Tipp für die Nutzung von RainToday. Nur wenn die Hintergrund-Aktualisierung aktiv ist, kann die App auch im nicht aktiven Zustand nach Regen Ausschau halten und Push-Meldungen zuverlässig senden. Sollte diese iOS-Funktion deaktiviert sein, können Warnungen nur unzuverlässig oder gar nicht zugestellt werden.

Kommentare 4 Antworten

  1. Die Resonanz auf den Artikel ist ja leider nicht sonderlich groß.
    Ich für meinen Teil hatte mich gefreut eine professioneller aufgemacht App zu entdecken, die noch dazu nicht bei jedem Tropfen warnt. Leider habe ich bisher nicht eine einzige Pushmeldung bekommen. Gehört das mit zum Abo?!

    1. Also Regenvorschau funktioniert bei seit Jahren (schon zu iPhone 4 Zeiten oder länger ?) zu 95%. Rain Today hatte zweimal versagt und ist obendrein Potthässlich und zu verspielt.

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