Safari-Betrugswarnung: Apple bezieht Stellung zu Datenschutz-Problem

Safari sendet Daten an chinesische Firma Tencent

Am Montag wurde bekannt, dass Apples hauseigener Browser Safari Browsing-Daten an den chinesischen Konzern Tencent sendet. Dieser Umstand sorgte für große Diskussionen, da die damit verbundene Betrugswarnung in Safari per se aktiviert ist und vom Nutzer manuell abgeschaltet werden muss. 

Apple hat sich nun zu diesem Vorfall geäußert und eine offizielle Stellungnahme abgegeben. Laut Erklärung Apples wurde die Betrugswarnung in Safari konzipiert, um URLs an eine größere Datenbank zu senden, wo diese dann mit gemeldeten schädlichen Websites verglichen werden – beispielsweise solche, die Phishing und andere Betrugsformen ausführen.

In vielen Regionen agiert Google als Unternehmen, das diese Prüfung im Hintergrund vornimmt. Mit einem Gerät, das jedoch für die Region China ausgelegt worden ist, schickt diese Anti-Betrugs-Funktion die Daten nicht nur an Google, sondern auch an Tencent. Nichts desto trotz soll laut Angaben von Apple die Anonymität des Nutzers gewahrt werden, da „die tatsächliche URL einer von dir besuchten Website niemals an einen Service-Anbieter weitergegeben wird“, wie es von Apple heißt. 

Die Stellungnahme von Apple, die von Mark Gurman (@MarkGurman) bei Twitter veröffentlicht wurde, haben wir nachfolgend für euch übersetzt.

„Apple schützt die Privatsphäre der Benutzer und schützt deine Daten mit der Safari Betrugswarnung, einer Sicherheitsfunktion, die Websites kennzeichnet, die bekanntermaßen böswillig sind. Wenn die Funktion aktiviert ist, überprüft Safari die Website-URL anhand von Listen bekannter Websites und zeigt eine Warnung an, wenn die URL, die der Benutzer besucht, im Verdacht steht, betrügerische Handlungen wie Phishing begangen zu haben. Um diese Aufgabe zu erfüllen, erhält Safari eine Liste mit Websites, die von Google als schädlich eingestuft werden, und für Geräte, deren Regionalcode auf das chinesische Festland eingestellt ist, eine Liste von Tencent. Die tatsächliche URL einer von dir besuchten Website wird niemals an einen Service-Anbieter weitergegeben, und die Funktion kann deaktiviert werden.“

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Safari-Betrugswarnung in den Einstellungen des iOS-Geräts unter „Einstellungen“ – > „Safari“ -> „Betrugswarnung“ über den üblichen Schieberegler manuell deaktivieren. Es werden dann zwar keine Daten mehr an Google übertragen, allerdings erhält man auch keine Sicherheitswarnungen bei betrügerisch operierenden Websites mehr.

Kommentare 7 Antworten

  1. Warum steht ganz zum Schluss im Artikel, dass man den Schalter ausschalten soll, wenn man nicht will, dass Daten gesendet werden, obwohl ein paar Zeilen drüber beschrieben wird, dass garkeine Daten gesendet werden, sondern Listen empfangen, mit denen verglichen wird?
    Das erschließt sich mir nicht 🤔

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