Sonos: Keine Anbindung an Amazons Multiroom-System geplant

Fokus auf eigene Technik und AirPlay 2

Im vergangenen Herbst hat Amazon seine Echo-Portfolio nicht nur mit zahlreichen neuen, gut klingenden Lautsprechern ausgebaut, sondern gleichzeitig auch neue Funktionen in die Alexa-App integriert. Unter anderem gibt es nun eine Möglichkeit, zwei Echo-Lautsprecher zu einem Stereo-Paar zusammen zu schließen oder mehrere Räume zu einer großen Gruppe zu verbinden, in der dann die Musik abgespielt wird.

Auch andere Hersteller können diese Technik bereits nutzen und sich so direkt mit Echo-Lautsprecher zu einem Multiroom-System verbinden. Bislang hat allerdings nur ein Hersteller die Technik integriert: Polk. Sony will im Laufe des Jahres eine Soundbar mit der entsprechenden Funktionalität nachrüsten, ansonsten gibt es noch keine Pläne.

Das gilt auch für Sonos. Der beliebte Hersteller für Multiroom-Lautsprecher hat Amazon jetzt erst einmal eine Absage erteilt. Gegenüber Golem ließ man verlauten:

„Sonos steht seit seiner Gründung für Multiroom-Audiolösungen, die wir durch Softwareupdates kontinuierlich optimieren. Wir sind sehr stolz auf die Partnerschaft mit Amazon und die Integration der Alexa Sprachsteuerung, dennoch haben wir aktuell keine Pläne, Amazons Multiroom-Funktion oder die Gruppierung von Echo-Produkten mit Sonos-Lautsprechern zu unterstützen.“

Das ist schon ein wenig verwunderlich, immerhin gehörte Sonos mit seinem erfolgreichen Sonos One zu den ersten Herstellern überhaupt, die Amazons Alexa in einen wirklich guten Lautsprecher integriert haben. Der Grund für den Verzicht ist möglicherweise aber schnell gefunden.

Während man in der Sonos-App und auch über AirPlay nur wenige Sekunden benötigt, um mehrere Lautsprecher miteinander zu einer Gruppe zu verbinden, ist das in der Alexa-App aktuell noch sehr umständlich und dauert weit mehr als eine Minute. Zudem gibt es auch bei der Steuerung während der Wiedergabe immer wieder Probleme, wenn mehrere Echo-Lautsprecher miteinander verbunden sind.

Kommentare 1 Antwort

  1. Ich denke auch, sie nicht wollen, dass die Leute sich für Bad, Gästezimmer, Flur und Schlafzimmer nur eine günstigere und ausreichende Alexa holen. Ich muss sagen, der unterschied bei Dot von 1.+2. Generation zur aktiellen 3. ist Riesig. Wenn mein alter Dot am Computertisch mich anschreit, klingt das nach Dose, aber reicht. Der neue Dot hat sogar Bass und Volumen und klingt für solche „Nebenräume“, völlig ausreichend gut und kostet im Angebot nur einen Bruchteil eines Play:1 oder One.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de