Speakfree: Lokale Chat-App soll helfen, mit Flüchtlingen zu kommunizieren

Die Instant Messaging-App Speakfree ist eigentlich dafür gedacht, schnell und einfach mit Menschen aus der Umgebung kommunizieren zu können.

SpeakfreeSeit kurzem wird Speakfree (App Store-Link), eine kostenlose iPhone-Anwendung, die ab iOS 8.0 genutzt werden kann und etwa 15 MB groß ist, allerdings auch für gemeinnützige Zwecke verwendet. Schon vorher war es möglich, in mehreren Sprachen innerhalb der App mit Menschen aus der unmittelbaren Umgebung zu chatten – ganz anonym und ohne Benutzerkonto. Nun haben die zuständigen Entwickler weitere Funktionen implementiert, um so aktive Flüchtlingshilfe zu leisten.

Seit kurzem besteht die Möglichkeit in Speakfree, als Hilfsorganisation über verfizifierte Accounts mit Flüchtlingen zu kommunizieren. In Deutschland ist unter anderem aktuell diakonia München dabei, dieses Feature in der Praxis auszuprobieren. Auf diese Weise soll es Hilfsorganisationen ermöglicht werden, schnell und unkompliziert mit Flüchtlingen vor Ort zu sprechen.

Von großer Hilfe ist dabei außerdem eine weitere neue Funktion: Eine automatische Übersetzung der verschickten Nachrichten in Sprachen wie Französisch, Arabisch Dari und Urdu erleichtert die gegenseitige Kontaktaufnahme. Chaträume für einzelne Sprachen ermöglichen Flüchtlingen außerdem Gespräche untereinander.

Speakfree fördert die Überwindung sprachlicher Barrieren

Generell erlaubt Speakfree bei aktivierten Ortungsdiensten ein anonymes Chatten mit anderen Personen in der unmittelbaren Umgebung. Ein Nachrichtenverlauf hält Nutzer mit den aktuellsten Informationen, Bildern und Videos auf dem Laufenden. „Initiiert durch die aktuelle Flüchtlingskrise und die sichtbaren Probleme hinsichtlich lokaler Koordination und sprachlicher Barrieren, wurde das Konzept nun um einen neuen Aspekt erweitert: Speakfree soll künftig auch für eine schnelle und einfache Kommunikation zwischen Hilfsorganisationen und Flüchtlingen, den Asylsuchenden untereinander, aber auch zwischen Flüchtlingen und Einheimischen sorgen“, heißt es dazu auch in der Pressemitteilung von Speakfree.

In der Realität sieht es zumindest an meinem Wohnort, der zudem nicht weit von einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge entfernt ist, noch bescheiden aus: Keine einzige Person fand sich dort in den drei verfügbaren Chaträumen – ein persönlicher Besuch vor Ort ist daher wohl aktuell mindestens genauso gern gesehen.

Kommentare 48 Antworten

    1. Dir kann man nur wünschen, dass Du niemals fliehen musst, weil Du um Dein Leben fürchtest. Wohlmöglich noch in ein Land, in dem Du, um Nahrung zu bekommen, chinesisch lernen müsstest.

      1. Es geht doch garnicht um diese Diskussion, die Du mir anhängen möchtest. Und unterstell mir keinen Extremismus! Mach Dich mal locker!

        Ps ich bin geflohen….zwar innerhalb eines Sprachgebietes, aber wennst es ehrlich wissen möchtest….vor genau solchen Leuten wie Dir 🙂 Und ich musste hier auch Mundart lernen, oder weisst du was ein oachkoatzlschwoaf ist? Ich denke, sowas darf man schon erwarten, dass man die Sprache des Landes lernt. Vielleicht solltest Du mal volltanken und in Europa 1. Erfahrungen sammeln, Reg. Nur als Tip. Weit kommste mit Englisch bspw. in Frankreich oftmals nicht….

    2. Komm mal runter von Deinem hohen Ross.. Die Leute haben eine wochenlange Flucht hinter sich, teilweise ihre Familien verloren.
      Und Deutschkenntnisse zu vermitteln und zu integrieren ist auch unsere Aufgabe. Oder sollen die sich das per Selbststudium beibringen?

  1. Guten Morgen,

    ich bin Kevin, einer der Initiatoren von speakfree.

    Erstmal vielen Dank für die positive Berichterstattung!

    Wie bereits richtig angemerkt wurde, verfügen wir noch nicht in jeder Gegend über ausreichend Nutzer. Daher freuen wir uns über jegliche Hilfe, die speakfree bekannter macht. Hilfreich ist natürlich einerseits die Aktivierung weiterer Hilfsorganisationen, aber auch die Bekanntmachung unter den Flüchtlingen selbst. Das lässt sich natürlich prima mit einem persönlichen Besuch und Hilfe vor Ort in den Unterkünften verbinden! Die Digitalversion eines mehrsprachigen Flyers stellen wir euch zeitnah auf unserer Website sowie Facebook Page zur Verfügung.

    speakfree gibt es übrigens nicht nur fürs iPhone, sondern auch für Android Handys.

    Bei Fragen zur Funktionsweise der App hilft vielleicht ein Blick auf unsere Website http://www.getspeakfree.com, aber ihr könnt ihr uns dazu natürlich jederzeit direkt kontaktieren.

    1. Herzlichen Dank für Dein Engagement!

      Leider triffst Du hier (auch) auf eine Gruppe von Mitmenschen, über die Einstein sinngemäß gesagt hat, dass bei ihnen das Großhirn reine Verschwendung ist und das Stammhirn für diese völlig ausreichend wäre – verbitterte, vom Neid auf Alles und Jeden zerfressene Menschen ohne Verstand und jegliche Empathie.

      Alles, alles muss man ihnen erklären, weil sie wirklich gar nichts wissen – höchst wahrscheinlich nicht einmal, was Empathie bedeutet…

      EKELERREGEND!

      P.S.: Danke auch an Mel für den interessanten Bericht, der den hier ausgekübelten Dreck wirklich nicht verdient hat!

  2. Würde denen sofort den Weg in eines der ersten sicheren Länder erklären, das sie auf ihrer „Flucht“ hinter sich gelassen da es in Deutschland wohl schöner ist…. Mutter Angela hat ja eingeladen und somit Europäisches Recht gebrochen…. der Tag kommt an dem alle aufwachen…
    Ganz toll sind die Selbstdarsteller die sich als „Flüchtlingsretter“ meinen profilieren zu müssen und jetzt werden auch noch Apps dafür missbraucht…. ojeh ojeh…

    1. Mit „Flucht“ in Anführungszeichen willst Du ernsthaft sagen, dass es keine Notsituation z.B. in Syrien gibt, aus der man fliehen müsste? Und Du denkst, dass es falsch war, die Leute aus den unhaltbaren Zuständen in Ungarn entkommen zu lassen? Und dass Leute, die diesen Menschen helfen, sich nur selbst profilieren wollen?

      Oh Mann, da fällt mir echt nichts mehr ein.

          1. klingt, als ob du angst hättest, dass die dt. hilfsbereitschaft kippt? keine sorge, wir österreicher schicken alle flüchtlinge artig immer weiter. genauso wie die ungarn, slowenen, kroaten, serben…..so kannst du auch morgen dann noch all die schönen antworten der gängigen medien auf alle neu entstehenden fragen wiedergeben 🙂

            …und übermorgen vlt dann mal die eigenen gesammelten von zuhause. nicht die vorgekauten, sondern die realen. einen schönen gruss dann mal.

            nachtrag: wieso nimmst du eigentlich keine flüchtlinge privat auf bei soviel nächstenliebe? versteh ich nicht. gerammelt volle lager. psychisch lädierte menschen. familien mit kindern. und dann lässt die in einem lager? ist schon heuchlerisch, fragt jemand mich…oder spendeste und kaufst damit dein gewissen rein? 🙂

      1. ist eh ein wunder, dass noch nichts passiert ist….ich mein so in den ballungsräumen, wo sich „etwas“ lohnen könnte. aber vlt passiert ja noch was. dank der app haben die flüchtlinge wenigstens einen chatraum, wenn sie die notfalllager schon nicht annehmen, so zum „absprechen“ und zum „verständnis“. ???gestern bei orf1: „die wollen nur weiter nach Deutschland“(sinng.)). Da gibt es auch das beste netz 🙂 Ein ehrliches Glück auf! dorthin 🙂

    1. dann stehen uns ja geradezu revolutionäre umstürze ins haus….so in 20-30 Jahren. das passt dann aber auch zum masterplan des IS. Könnte hinhauen, aber da müssen noch mehr Leute Asyl suchen in D. Aber die Heerscharen wandern sicher bereits. Nachts, an Passauer „Grenzkontrolle“ vorbei….

      Übrigens: Die Usa, als Menschenrechtsaushängeschild Deiner Wahl gewähren nur aus rein wirtschaftlichen bzw politischen interessen „flüchtlingen asyl“….im Gegensatz zu D.

  3. Ich finde das Wort Flüchtlinge oftmals unpassend. Meiner Meinung nach sind gerade Syrer „heimatlose“. Zerbombte Städte oder sogar besetzte Städte durch den IS machen eine Rückkehr unmöglich. Ich finde die Idee mit der App somit sinnvoll. Hier hat sich jedenfalls einer Gedanken gemacht. Nur ein aktives Miteinander schafft Verständnis. Es wird leider viel zu wenig über diejenigen berichtet, die „Flüchtlinge“ nur als Ware ansehen und Profit machen. Na ja, ich glaube das würde jetzt zu weit führen …

  4. Die Idee find ich klasse, es sollen ruhig alle Menschen einwandern die aus nicht so schönen Ländern kommen und wenn ganz Afrika und der nahe und ferne Osten sich hier versammelt haben, die Städte und Kommunen und das gesamte Sozialsystem zusammenbricht dann wünsche ich allen viel Spaß mit den gut ausgebilteten Fachleuten aus den Gebieten, die momentan sich selber abstechen und die Unterkünfte vor lauter Demut und Dankbarkeit zerlegen, für mich ist dann die Zeit gekommen zu gehen! Am Rande noch, ich erlernen schon jetzt die Sprache des Landes und setze mich mir der Kultur auseinander und spare um das Geld vorweisen zu können um in dem gelobten Land einreisen zu dürfen!

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