Tales From Deep Space: Neues Abenteuer des Amazon Game Studios im ausführlichen Test

Amazon? Das ist doch ein Online-Versandhandel? Mittlerweile agiert das Unternehmen auch als Entwickler von mobilen Spielen – und das sehr erfolgreich. Wir haben uns das neueste Werk Tales From Deep Space genauer angesehen.

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Tales From Deep Space (App Store-Link) ist ein witziges Weltraum-Abenteuer, das sich als Universal-App sowohl auf iPhones und iPads installieren lässt. Beachtet werden sollte vor der Installation des mit 6,99 Euro zu Buche schlagenden Spiels, dass mindestens iOS 7.0 oder neuer verlangt sowie 842 MB an freiem Speicherplatz benötigt wird. Für den Installationsvorgang müssen meistens doppelt so viele freie Kapazitäten vorhanden sein, demnach bei Tales From Deep Space etwa 1,7 GB. Hat man diese Hürde überwunden, bekommt man einen Spiele-Titel, der bereits an das iPhone 6 angepasst wurde und sich auch komplett auf Deutsch spielen lässt. Wichtig: Aufgrund der Hardware-Voraussetzungen lässt sich Tales From Deep Space erst ab dem iPhone 5s, dem iPad Air und dem iPad Mini 2 spielen.

Die Macher der Amazon Game Studios beschreiben ihren aktuellen Titel, der seit dem heutigen 25. Juni im deutschen App Store erhältlich ist, wie folgt: „Tales From Deep Space ist ein Adventure um ein witziges Missgeschick. Es spielt auf Big Moon, der verschrobensten Raumstation der Galaxie. Die Spieler helfen E, einem Handelsreisenden, und seiner loyalen Gepäckdrohne CASI, zu entkommen, während Big Moon abgeriegelt ist. E und CASI müssen zusammenarbeiten, um gefährliche Gefechte zu absolvieren, teuflische Rätsel zu lösen und die schändliche Geschichte hinter der geheimnisvollen Zunahme der ‚Meek‘ aufzudecken.“

Tales From Deep Space ist eine Mischung aus Trine und Rochard

Bei dieser Beschreibung und auch hinsichtlich der grafischen Umgebungen fühlt man sich ein wenig an das ebenfalls sehr lustige Weltraum-Abenteuer Rochard (Mac Store-Link) erinnert, das nicht wenige Preise abgeräumt hat und aktuell im Mac App Store für kleine 2,99 Euro zu haben ist. Allerdings hat man in Tales From Deep Space die einmalige Chance, zwischen den beiden Charakteren E und CASI zu wechseln, um gemeinsam im Spiel voranzuschreiten und verschiedenste Aufgaben zu lösen. Hier lässt wiederum die Fantasy-Abenteuer-Reihe Trine grüßen. In einem optionalen Mehrspieler-Modus können die beiden unfreiwilligen Helden individuell von zwei Personen auf dem jeweils eigenen Gerät durch die futuristischen Welten gesteuert werden.

Im Vergleich zum ebenfalls in einer futuristischen SciFi-Welt angesiedelten Spiel Rochard bekommt man es in Tales From Deep Space mit jeder Menge Humor und Gegner-Konfrontationen zu tun. Zwar ist es die Aufgabe von E und CASI, immer wieder kleine Rätsel zu lösen, beispielsweise zusammen Türen und Schalter zu bedienen, um zum nächsten Checkpoint zu gelangen – allerdings sind die beiden Helden auch in viele Kämpfe verwickelt. Während E zu Beginn mit einer kleinen Feuerwaffe ausgestattet ist, kann die eckige Transportdrohne CASI über seitliche Arme Fausthiebe ausführen.

Steuerungselemente für beide Hauptfiguren erlauben getrennte Erkundung

Navigiert werden die beiden Charaktere mit Hilfe von einfachen Zieh-Gesten, um sie in eine bestimmte Richtung zu bewegen oder auf Plattformen hüpfen zu lassen. Um im Spiel zwischen den beiden Figuren zu wechseln, gibt es am unteren linken Bildschirmrand entsprechende Buttons, sowie eine „Warten“- und „Folgen“-Option. Möchte man beispielsweise, dass CASI auf einem Aktionsfeld stehen bleibt, während man als E schon weiter die Gegend erkundet, können diese beiden roten und grünen Buttons für die Navigation genutzt werden. Andersherum bietet es sich an, den „Folgen“-Button zu betätigen, damit beide gleich schnell vorankommen. Im späteren Spielverlauf kommen weitere Steuerungs-Optionen hinzu, unter anderem auch solche zum Abfeuern der Waffen. Anfangs ist der Wechsel zwischen den Figuren doch etwas umständlich, aber bereits nach kurzer Zeit hat man „den Dreh raus“ und kann so in Partnerarbeit Probleme lösen.

Untermalt wird Tales From Deep Space mit seinen ulkigen, alienartigen Figuren von kleinen Konversationen: Geht man an einer Person vorbei, und erscheint dabei eine kleine Sprechblase über ihrem Kopf, lassen sich auf diese Weise oft hilfreiche Informationen gewinnen. In einem Optionsmenü, das sich jederzeit während des Spiels einblenden lässt, gibt es außerdem die Möglichkeit, bereits gesammelte Gegenstände einzusehen und Ausrüstung anzulegen.

Das Premium-Spiel der Amazon Game Studios verzichtet übrigens komplett auf weitere Zukäufe oder Währungen, die per In-App-Kauf erstanden werden müssen. Nach unseren ersten Erfahrungen mit Tales From Deep Space gehen wir zudem davon aus, dass das Game für so einige Stunden witzigen Spielspaßes sorgen dürfte. Wer Abenteuer-Games mit SciFi-Anleihen und einer großen Prise Humor schätzt, sollte sich diesen großartigen Titel auf jeden Fall zulegen. Eine Enttäuschung ist ausgeschlossen, allenfalls Besitzer älterer iOS-Geräte werden sich ärgern, dass sie dieses amüsant-knifflige Adventure nicht auf ihre iDevices laden können.

Tales From Deep Space im Video

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