Unser Fazit nach einer Woche mit dem Luftreiniger Philips AC2729

Mit integriertem Luftbefeuchter

Anfang der Woche haben wir euch bereits einen ersten Eindruck des Philips AC2729/10 verschafft. Wir haben uns den Luftreiniger mit integriertem Luftbefeuchter für das Büro angeschafft, um die Luftqualität zu verbessern. Unter unserem ersten Artikel gab es bereits viele interessante Kommentare zum Thema, das wir heute noch einmal aufgreifen möchten.

So hat beispielsweise appgefahren-Leser Felix geschrieben: „Also ich kann dir eins sagen, ich bin Allergiker und ohne einen Luftreiniger sind die Monate April bis Juni/Juli die reinste Qual. Mit Luftreiniger kann ich wenigstens gut durchschlafen und habe in der Nacht auch keine verstopfte Nase.“


Neben den Allergien im Frühjahr und Sommer ist aktuell im Winter vor allem die Übertragung von Viren über Partikel in der Luft ein wichtiges Thema. Hier können wir selbst mit unseren Mitteln natürlich kaum etwas messen, daher zitieren wir kurz aus einer Pressemitteilung von Philips. Dort sagt die Gesellschaft für Aerosolforschung:

Luftreiniger können einen sinnvollen Beitrag leisten, um die Partikel- und Virenkonzentration in einem Raum zu reduzieren. Insbesondere für Räume, in denen regelmäßiges Lüften nicht möglich ist, werden Luftreiniger als zusätzlicher Baustein zur Minimierung des Infektionsrisikos betrachtet.

Da bei typischer Partikelbelastung in Innenräumen die virenhaltigen Partikel nur einen kleinen Anteil der gesamten Partikel ausmachen und die verbauten Sensoren nicht zwischen virenhaltigen und virenfreien Partikeln unterscheiden können, sollte der Automatikmodus nicht verwendet werden. Bei der Beschaffung von Luftreinigern muss darauf geachtet werden, dass diese für den angedachten Raum ausreichend dimensioniert sind. Im Allgemeinen sollte die CADR das drei bis sechsfache des Raumvolumens betragen. Der höhere Wert wird aktuell im Kontext der COVID-19 Pandemie empfohlen. Alternativ zu einem einzelnen Gerät mit hoher CADR können auch mehrere Geräte mit geringerer CADR verwendet werden.

Ganz schön viele Informationen, die wir am Beispiel des Philips AC2729/10 mal kurz aufschlüsseln wollen. Interessant ist ja hier vor allem die Reinigungsleistung: 333 Kubikmeter wird vom Hersteller als CADR-Wert angegeben. Bei diesem Modell, das eher im Mittelfeld einzuordnen ist, sollte das Raumvolumen bei einer Deckenhöhe von 2,40 Metern laut Studie also zwischen etwa 23 bis 46 Quadratmetern betragen, um den Schutz vor virenhaltigen Partikeln zu verbessern.

Nach der Theorie kommt endlich die Praxis

Kommen wir aber nun zur Praxis und unseren eigenen Eindrücken. Wie einfach die Installation des Philips AC2729/10 ist, habe ich ja bereits im ersten Artikel angerissen. Hier kann man wirklich nicht viel falsch machen, im Prinzip müssen nur die Filter ausgepackt und wieder eingesetzt werden, der Wassertank befüllt und der Luftreiniger an die Steckdose gesteckt werden.

Die wohl wichtigste Frage: Wie laut ist er denn, der Luftreiniger? Ist er in unserem Büro, der Raum ist in etwa 35 Quadratmeter groß, im Automatik-Modus unterwegs, ist der Philips AC2729/10 für uns im Alltag quasi nicht hörbar. Wobei hier bei uns auch selten absolute Stille herrscht. Zwar gibt es kein Verkehrslärm von draußen, dafür läuft aber immer ein Radio leise im Hintergrund und die Wahrscheinlichkeit, dass jemand gerade auf einer Tastatur tippt, ist sehr hoch.

Man muss aber auch sagen: Dreht man die Leistung hoch, hört man den Philips AC2729/10 tatsächlich. Es gibt drei Stufen und einen Turbo-Modus, erst in letzterem wird die maximale Reinigungsleistung erzielt. Und dann möchte man wirklich nicht dauerhaft im Raum sein. In der niedrigsten Stufe kann ich mir aber durchaus vorstellen, im gleichen Raum schlafen zu können.

Das Lüftergeräusch des Philips AC2729/10 ist aus meiner Sicht nämlich etwas angenehmer und sanfter als das, was mein Dyson Pure Cool zuhause so von sich gibt. Bei Dyson kann man die Lüftergeschwindigkeit dafür in zehn Stufen einstellen und so das persönliche Limit vielleicht noch etwas besser ausreizen, als es beim Philips-Modell der Fall ist.

‎Air Matters
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So funktioniert die Steuerung per App

Die Steuerung des Philips AC2729/10 ist relativ einfach, auch wenn der Hersteller keine eigene App anbietet, sondern man auf die Air Matters Anwendung (App Store-Link) zurückgreifen muss, die auch mit Luftreinigern einiger anderer Hersteller kompatibel ist. Einen Preis für die beste und eleganteste Bedienoberfläche wird Air Matters vielleicht nicht gewinnen, am Ende des Tages sieht die App aber recht modern aus und alle Funktionen sind selbsterklärend.

Eine Unterstützung für HomeKit gibt es bei diesem Luftreiniger und Luftbefeuchter leider nicht. Immerhin ist neben einer Anbindung an Alexa aber auch eine Unterstützung für Siri-Kurzbefehle vorhanden. So kann man einzelne Steuerungsbefehle auch als Sprachbefehl speichern, etwa „Hey Siri, schalte den Luftreiniger an“ oder „Hey Siri, Luftreiniger auf Automatik“.

Wie steht es denn nun um die Luftqualität?

Hat sich das Klima hier im Büro nun verbessert? In der Pollen-freien Zeit fällt mir eine Antwort auf diese Frage schwer, denn professionelle Messgeräte haben wir nicht und da unser Büro zum Garten ausgerichtet ist und wir regelmäßig lüften, ist die Luft hier eh immer recht in Ordnung.

Aber obwohl es in dieser Woche draußen relativ warm und feucht war und wir nicht ganz so stark heizen mussten, hat der Philips AC2729/10 durchaus dabei geholfen, die Luftfeuchtigkeit auf einem angenehmen Niveau zu halten. Dass hier tatsächlich Bedarf besteht, zeigt auch einen Blick in den drei Liter fassenden Wassertank, der nach fünf Tagen nur noch rund ein Drittel gefüllt ist.

So sieht es mit der Wartung des Philips AC2729/10 aus

Bei der Wartung des Philips AC2729/10 geht es um zwei Dinge. Zunächst einmal müssen die Filter nach einer Weile gewechselt werden, je nach Intensität der Nutzung muss man hier bis zu einmal im Jahr mit Kosten rechnen – aber das ist bei allen Geräten dieser Bauweise so. Müssen alle drei Filter gewechselt werden, kostet das zusammen insgesamt knapp 90 Euro, wenn man direkt beim Hersteller kauft. Die aktuelle Lebensdauer der Filter wird in der App dargestellt, wir sollen in 4.767 Stunden neue Filter einsetzen.

Zudem müssen einzelne Teile des Luftreinigers gereinigt werden. Laut Bedienungsanleitung ist der Luftqualitätssensor alle zwei Monate an der Reihe, das sollte aber innerhalb von weniger als fünf Minuten erledigt sein. Sofern andere Teile gereinigt werden müssen, meldet sich der Luftreiniger selbstständig mit einer Warnmeldung, aber selbst das Entkalken des Beleuchtungselements ist kein Hexenwerk – es läuft aber nicht automatisch ab, wie beispielsweise beim Dyson Pure Humidify+Cool.

Lohnt sich eine Anschaffung schon jetzt?

Mit Sicherheit kann ein Luftreiniger keine Corona-Ansteckung verhindern. Es ist aber, wie auch eingangs erwähnt, durchaus einer von vielen Bausteinen, die dabei helfen können.

Sein wahres Potenzial wird der Philips AC2729/10 wohl in zwei anderen Szenarien beweisen können: Wenn es in den kommenden Wochen mal so richtig kalt wird und die Luftfeuchtigkeit deutlich sinkt. Und später im Frühjahr, wenn die Pollen wieder zum Angriff blasen.

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Kommentare 12 Antworten

  1. Ich benutze genau diesen Luftwäscher seit über einem Jahr. Er steht im Schlafzimmer, die Filterleistung während des Pollenflugs ist super. Ich merke kaum etwas. Auch Hausstaub wird reduziert, wenn auch nicht so effektiv, wie erhofft.
    In der Tat ist er in der geringsten Stufe beim Schlafen nicht störend, da er relativ leise ist. Ich stelle ihn aber gern noch in den Schlummermodus, damit er nicht irgendwann nachts voll aufdreht. Auch das Display kann man in mehreren Stufen dimmen, bis hin zu ganz aus, es wird dann nur noch ein Strich angezeigt. Ansonsten ist der Statusring schon recht grell in der Nacht.

    Ich habe leider keine Vergleichsmöglichkeit zu anderen Geräten, ich habe ihn damals als Blitzangebot gekauft und 300 Euro ggü. dem eigentlich gewünschten Dyson pure gespart. Bereut habe ich den Kauf nicht.

  2. Wie sieht es eigentlich aus, wenn man das Gerät im Schlafzimmer mit geöffneten Fenstern nutzt? Oder in der Küche mit geöffneten Fenstern? Wirkt es dann überhaupt? Muss man die Fenster geschlossen halten?

  3. Sicherlich ist ein Luftreiniger gut für Allergiker. Wenn man aber nur die Luftfeuchtigkeit erhöhen möchte, reicht der normale Luftbefeuchter von Philips. Wir haben Fußbodenheizung und im Winter wird die Raumluft schnell sehr trocken. Mit den Luftbefeuchtern wird das Raumklima wieder angenehm, und das zu einem Bruchteil des Preises des genannten Luftreinigers

  4. Mehr als 27qm (gegen COVID-19; das ist sicher das Thema, welches die überwiegende Mehrheit aktuell interessieren wird) wird das Gerät nicht schaffen. Das hätte man schnell mit ‘nem Taschenrechner rausfinden können:

    333 m3 /5 /2,4
    = 27,75 m2

    (oder)

    333 m3 /6 /2,4
    = 23,125 m2

    der „bis zu“-Wert bleibt also eine recht irreführende Angabe.

  5. Trotz trockener Luft durch die Fussbodenheizung, hat der Luftreiniger nach einigen Tagen bereits Schimmel auf dem runden Filter angesetzt. Nach 2 Wochen hat das bereits so gestunken, dass man den Filter nicht mehr benutzen konnte. Diesen Filter kann man auch nicht mehr reinigen sondern muss ihn ersetzen. Philips kümmert sich darum gar nicht – es wäre normal, dass hier „Stockflecken“ entstehen – das sei aber nicht mit Schimmel gleichzusetzen und kann einfach weiter benutzt werden. Dass es stinkt soll man wohl ignorieren. Ich würde euch ja gerne ein Foto anhängen, dann würde klar werden, dass das einfach ein Unding ist.

    Also denkt daran, dass ihr recht häufig Filter kaufen müsst, selbst wenn euch Schimmel erst mal nicht direkt anekelt. Für mich leider nicht akzeptabel.

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