Zuckerberg kritisiert Apples Hardware-Preise: „Sie verlangen so viel wie möglich dafür“

Meta würde sogar Verlust bei Verkäufen hinnehmen

Erst vor kurzem hat der Meta-Konzern von Mark Zuckerberg das neue Mixed-Reality-Headset Meta Quest Pro vorgestellt. Im Zuge dessen sprach der Meta-CEO auch in einem Interview mit Ben Thompson vom Stratechery-Podcast über das Metaverse und das Meta Quest Pro-Headset.

Während des Gesprächs kritisierte Zuckerberg zugleich auch Apples Preisstrategie und behauptete, dass der Tech-Konzern im Regelfall „so viel wie möglich“ für die eigene Hardware verlange. Meta hingegen würde einen anderen Ansatz verfolgen, indem man Produkte wie das neue AR-/VR-Headset für 1.500 USD zu einem „kostendeckenden“ Preis oder in einigen Fällen sogar mit Verlust verkaufen würde.


Mark Zuckerberg sagte im Podcast-Interview, es sei normal, dass Hardware-Unternehmen mit dem Verkauf ihrer Produkte Gewinn machen wollen, aber Apple versuche, den Kunden und Kundinnen so viel wie möglich zu berechnen. Er wolle mit Meta und den eigenen Hardware-Produkten einen anderen Weg einschlagen und behauptete, dass sein Konzern mit einigen seiner Verkäufe keinen Gewinn erzielen würde und sich stattdessen auf die Einnahmen konzentriere, die durch Software und Dienstleistungen erzielt werden würden.

„Ich denke, dass das Geschäftsmodell disruptiv sein wird, denn normalerweise bauen die Leute Hardware und versuchen, daraus Profit zu schlagen, während man bei Apple Hardware baut und so viel wie möglich dafür verlangt. Ich denke, wenn jemand in diesen Bereich kommt und sagt: ‚Wir werden die beste Hardware in diesem Bereich bauen und sie im Grunde kostendeckend verkaufen, in manchen Fällen vielleicht sogar mit leichtem Verlust, um im Grunde das Ökosystem mit dem Geschäftsmodell zu fördern, dass die Einnahmen durch Software und Dienstleistungen erzielt werden‘, dann ist diese Geschäftsstrategie meiner Meinung nach auf die Mission ausgerichtet, Menschen miteinander zu verbinden und Menschen dort zu haben, denn wenn man ein soziales Erlebnis schaffen will, muss man die Menschen dort haben.“

Das gesamte Interview mit Ben Thompson kann auf der Website von Stratechery als Transkript nachgelesen werden. Apple hat sich wie erwartet zu Zuckerbergs Aussage nicht geäußert. Weitere Infos zur neuen Meta Quest Pro gibt es auch in unserem Artikel zum Thema.

Was sagt ihr zu Mark Zuckerbergs Aussage? Stimmt ihr ihm zu, oder könnt ihr seine Meinung nicht nachvollziehen? Wir freuen uns wie immer über eure Kommentare zum Thema.

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Kommentare 17 Antworten

  1. Es gibt viele Wege die nach Rom führen… der eine will eine schöne Aussicht, der andere schnell hin und ein ganz anderer kein Maut zahlen…

  2. Es stimmt schon dass die Preise bei Apple mittlerweile unverschämt angestiegen sind.

    Aber dass sich Zuckiboy als Chef der Heilsarmee anbiedert der auch noch Miese beim Verkauf macht. Nee wer glaubt denn so einen Schwachsinn?!

  3. .. es muss nicht immer das aktuelle Apple Gerät her, je nach Bedarf auf Nachhaltigkeit setzen und evtl. ein refurbished wählen! Meta baut den Hardware Sektor erst auf und muss kleine Brötchen backen 😅

  4. Solange es die Leute bezahlen kann es ihm egal sein. Darüber hinaus kaufen sich die wenigsten jedes Jahr ein neues Handy oder ne Smartwatch nur weil ein neues Modell auf den Markt kommt.

  5. Die Entwicklung von Software ist aufwendig und teuer und ist bei Apple Produkten in der Hardware eingepreist.
    Bei der Konkurrenz gibt es die Software kostenlos. Dazu gibt es einen ganz einfachen Merksatz: „Wenn ein Produkt kostenlos ist, ist man selbst die Ware.“

  6. Ist schon alles gut soweit… und ich bin auch weiterhin von Apple überzeugt, weil der Datenschutz einfache höher ist und Sie nicht damit ihr Geld verdienen wollen. Aber das Apple die Preise in EUR Ländern beim neuen iPhone (Pro) um 150-200€ höher gesetzt hat, als noch im letzten Jahr, sie aber in den USA gleich geblieben sind… anscheinend wohl wegen dem schwächeren Eur, wird mir dann doch zuviel. Gut dass ich mit meinem iPhone 12 noch gut zufrieden bin. Hatte damals auch das bessere Preisleistungsverhältnis als die 12 Pro Reihe, wie ich finde 😉

  7. Zuckerboy denkt immer noch, dass die User seinen unverschämten Datenklau nicht bemerken. Wenn er doch so gut ist wie er tut, warum sind seine Apps noch immer so fehlerhaft, eingeschränkt und rückständig? Könnte das etwas mit Gewinnoptimierung zutun haben? Ich meine, der Konzern verdient nicht schlecht, beschäftigt genug Leutz und das Metavers sieht aus wie zu PS2-Zeiten?
    Ich habe mir Insta mal geladen um einen bestimmten Künstler zu folgen. Was ist das bitte für ein Crap? Und dazu noch zugepflastert mit Werbung von Chinaschrott und Abzockern. Bravo Quark … öhm, Mark.

  8. Was zur Einordnung wichtig ist: Apple greift das Geschäftsmodell bei Meta auch an, indem Tracking erschwert wird. Apple macht sein Geld mit der Hardware und den Services, während Meta sein Geld mit der Auswertung und Nutzung/Verkauf von Nutzerdaten macht. Ob die Aussage von Mark Zuckerberg stimmt, weiß ich nicht, aber 1500 US$ klingt nicht besonders günstig und auch aktuelle Hardware, wie Ocolus finde ich nicht so besonders günstig!

  9. Man braucht das Geschäftsmodell von Apple nicht mit Meta zu vergleichen.
    Bei Apple zahle ich mehr und weiß, dass die Hardware lange nutzbar bleibt und supported wird.
    Zuckerrübe dagegen will alle möglichen Daten sammeln und verkaufen.

    Jedem das seine. Ich habe meine Wahl getroffen. 🤷‍♂️

  10. Sagt er und VERSTEIGERT dann auf seinen Plattformen Ads an die jeweils HÖCHSTBIETENDEN.

    Der Mann gehört m. E. schon lange abgesetzt. Das ist kein vernünftiger Unternehmenslenker. Meta sein persönliches Spielzeug. M. E. ist das auch der größte Unterschied zu Google, Apple, Microsoft, Amazon etc. Das sind (mehr oder weniger) verlässliche Player mit internen Korrektiven und Kontrollmechanismen. Bei Zuckerberg ist der Konzern sein persönliches Spielzeug. Sehr ähnlich übrigens zu dem Imperium von Musk. Der trifft (im Großen und Ganzen) allerdings cleverere Entscheidungen. Aber die Gefahr ist die selbe.

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