MacBook Neo in Gelb

24 Stunden mit dem neuen MacBook Neo

So schlägt sich Apples Budget-Rechner

12 Kommentare zu 24 Stunden mit dem neuen MacBook Neo
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Das neue MacBook Neo von Apple

Diese Zeilen entstehen natürlich auf dem neuen MacBook Neo (Amazon-Link), das ich nun seit den letzten 24 Stunden im Einsatz habe. Ich nutze zum Schreiben meiner Texte die App iA Writer und nebenbei sind nicht nur Apple Music und Safari aktiv, sondern es läuft auch ein 4K-Video-Export in iMovie. Wie gut klappt das alles mit dem MacBook Neo? Ich möchte meine Erfahrungen mit euch teilen.

Mehrere Video-Spuren, einige Animationen und Übergänge sowie ein paar Filter. Ich bin wahrlich nicht der große Video-Experte, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das die Zutaten für einen kleinen Reise-Blog sein könnten, den ihr mit eurer Familie teilen wollt. Ich kann euch sagen: Das MacBook Neo macht dabei einen guten Job, die Bedienung von iMovie ist zu jeder Zeit flüssig und schnell. Beim 4K-Export lässt sich der Budget-Mac dann aber doch etwas Zeit, das knapp vier Minuten lange Video wurde knapp zwölf Minuten lang exportiert.


Das war für mich aber kein großes Thema, denn nebenher habe ich diesen Text geschrieben und gleichzeitig ein bisschen in Safari recherchiert. Ja, es ist alles nicht ganz so flott und zügig wie auf meinem Mac mini mit M4 Pro Chip oder auf meinem MacBook Pro mit M1 Pro, hier reden wir aber auch über ganz andere Preisklassen.

MacBook Neo mit iMovie
iMovie läuft auf dem MacBook Neo absolut flüssig

Die Wahl zwischen 699 und 1.199 Euro

Wenn ihr ein neues MacBook direkt bei Apple kaufen möchtet und keine besonderen Ansprüche habt, dann stehen das MacBook Neo für einen Preis von 699 Euro und das MacBook Air mit M5-Chip für 1.199 Euro zur Auswahl. Natürlich ist das MacBook Air in allen Belangen überlegen, schneller und wohl die bessere Wahl. Bei einem Preisunterschied von 500 Euro dürfte sich der eine oder andere Nutzer aber fragen: Tut es nicht auch das günstige MacBook Neo? Und genau diese Frage möchte ich euch heute beantworten.

Ich habe mich beim Kauf übrigens für das MacBook Neo mit 512 GB Speicher entschieden, das mit 799 Euro etwas mehr kostet. Der einzige Unterschied neben dem doppelten Speicherplatz ist der zusätzliche Touch ID Button, den man gerne als Extra mitnimmt. So wird das Entsperren des MacBook Neo noch ein bisschen komfortabler und die Handhabung mit Apple Pay oder Passwörtern etwas einfacher.

Als Schüler, Student oder Lehrer bekommt ihr beide Varianten des MacBook Neo übrigens 100 Euro günstiger, die Preise starten in diesem Fall also schon bei 599 Euro.

Office-Arbeiten sind mit dem MacBook Neo absolut kein Problem

Über ein bisschen Videoschnitt mit iMovie habe ich ja schon berichtet. Und da ist doch klar, dass ein bisschen Office-Arbeiten kein Problem sind. Egal ob das nun mit meinem iA Writer oder doch einer anderen App wie Pages, Numbers oder auch Word der Fall ist.

Eine Wohltat ist die Tastatur. Gerade wenn ihr noch ein altes Intel-MacBook mit der umstrittenen Butterfly-Tastatur im Einsatz habt, solltet ihr echt über einen Wechsel nachdenken. Das Tippgefühl ist absolut klasse und farblich sind die Tasten ein echter Hingucker. In der blauen Variante des MacBook Neo sind sie hellblau (oder vielleicht eher grau). Das sieht optisch richtig klasse aus.

Das aufgeklappte MacBook Neo
Tastatur und Trackpad des MacBook Neo lassen nur ein Detail vermissen

Gespart hat Apple nur bei der Beleuchtung, die gibt es beim MacBook Neo für die Tastatur nämlich nicht. Tagsüber ist das kein Problem und wenn ihr wisst, wo eure Finger für die Buchstaben hinmüssen, klappt es auch im Dunkeln wunderbar. Schwierig wird es aus meiner Sicht nur, wenn man beispielsweise eine der Sondertasten treffen möchte, um etwa abends beim Medienkonsum die Wiedergabe zu pausieren oder die Lautstärke anzupassen.

Ebenfalls nicht eingebaut hat Apple den Umgebungslichtsensor, der für die Anpassung der Bildschirmhelligkeit genutzt wird. Hier müsst ihr also selbst ran. Mit 500 Nits Helligkeit kann man auch an sonnigen Tagen noch recht ordentlich arbeiten, solange die Sonne nicht direkt auf das Display scheint. In dieser Disziplin ist das MacBook Air übrigens gleichauf, erst beim MacBook Pro gibt es mehr Reserven in Sachen Helligkeit.

Das Trackpad fällt beim MacBook Neo aufgrund der etwas kompakteren Maße ein bisschen kleiner aus, außerdem verbaut Apple ein einfaches Multi-Touch Trackpad. Wenn man direkt vom Force Touch Trackpad wechselt, spürt man durchaus einen Unterschied – am nächsten Tag habe ich selbst den nicht mehr wahrgenommen. Ich empfehle hier generell, in den Systemeinstellungen unter Trackpad die Funktion „Klick durch Tippen“ zu aktivieren. Dann muss man das Trackpad nur antippen und nicht fest drücken – sehr entspannt (und zudem leise).

Wie sieht es mit Spielen auf dem MacBook Neo aus?

Oceanhon auf dem MacBook Neo
Oceanhorn läuft flüssig, sieht aber etwas verwaschen aus

Mit seiner begrenzten Grafik-Leistung und zudem noch mit macOS als System ist das MacBook Neo definitiv keine Gaming-Maschine. Casual-Gaming ist aber definitiv möglich, insbesondere wenn man sich gut optimierte Titel aus Apple Arcade aussucht. Immerhin laufen die ja auch auf dem iPhone 16 Pro recht gut, bei dem ebenfalls der A18 Pro Chip zum Einsatz kommt. Der große Unterschied: Das deutlich größere Display des MacBook Neo.

Das habe ich vor allem beim neuen Oceanhorn 3 bemerkt. Hier wirkt die Grafik etwas verwaschen und nicht annähernd so scharf wie auf dem kleineren iPhone-Display. Falls euch das nicht stört, läuft Oceanhorn 3 aber absolut flüssig und ist definitiv super spielbar – übrigens ohne dass irgendwann ein Lüfter anspringt, denn das MacBook Neo hat gar keinen.

Asphalt 8 auf dem Gameloft
Auch Racing-Spiele kaufen ruckelfrei

Als zweiten Titel habe ich Asphalt 8 ausgesucht. Das Arcade-Rennspiel von Gameloft macht nur Spaß, wenn es richtig flüssig und schnell läuft – und auch diese Herausforderung hat das MacBook Neo mit Bravour bewältigt. Ich gehe davon aus, dass auch die allermeisten anderen Spiele aus dem App Store sehr ordentlich laufen werden. Zwischendurch mal ein Spiel zu spielen, ist mit dem MacBook Neo also kein Problem. Allerdings auf iPhone-Niveau und nicht auf dem Konsolen-Level.

Ein tolles Gerät für alle, die nicht professionell arbeiten

Nachdem ich es selbst ausprobiert habe, bin ich mir absolut sicher, dass das MacBook Neo in seiner jetzigen Form für einen Großteil der Apple-Kundschaft mehr als ausreichend ist. Im Prinzip für alle die, die keine super professionellen Aufgaben verfolgen, sondern einfach nur einen Computer für Alltagsaufgaben benötigen.

Noch nicht wirklich einschätzen kann ich, wie es in ein paar Jahren aussehen wird. Wie viele Jahre wird Apple das MacBook Neo mit Updates versorgen? Was die Performance angeht, dürfte es aber so schnell keine echten Probleme geben: Im Single-Core-Benchmark ist das MacBook Neo fast 50 Prozent schneller als ein MacBook Air mit M1-Chip und nur unwesentlich länger als das Modell mit einem M4-Prozessor. Das sollte für die nächsten Jahre mehr als ausreichend sein.

Oder bremst euch eine Einschränkung aus?

Problematisch wird es aus meiner Sicht nur, wenn euch eine der Sparmaßnahmen direkt trifft. Und damit meine ich nicht unbedingt die „nur“ 8 GB RAM, die Apple dank Swap-Technik und Auslagerung auf die SSD ganz gut in den Griff bekommt.

So gibt es etwa nur zwei USB-C-Anschlüsse und nur einer davon unterstützt schnellen Datentransfer. Es gibt kein HDMI- und keinen SD-Slot, hier müsst ihr also auf Adapter setzen. Es wird nur ein externes Display mit 4K und maximal 60 Hertz unterstützt, bei Thunderbolt-Zubehör ist erst gar nicht kompatibel. Auch auf das komfortable MagSafe muss verzichtet werden, ebenso auf die bereits erwähnte Tastaturbeleuchtung.

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Fabian
Ich bin seit dem Start dieses Blogs im Jahr 2010 dabei und schreibe weiterhin gerne informative Artikel über Apps und Gadgets. Besonders freue ich mich neben neuen Smart Home Geräten auch immer wieder über kleine Spiele für iPhone und iPad, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann.

Kommentare 12 Antworten

  1. Überlege das für Xcode anzuschaffen- sollte ich da grössere Einschränkungen erwarten?
    Extrem komplex sind meine Apps nicht – Frage mich, ob das eine gute, mobile Alternative zu einem gebrauchten Mac Mini sein kann. Bin sonst nur auf Windows unterwegs, aber dafür gibt es XCode ja nicht.

    1. Ich würde eher von abraten. Wenn du mobil damit unterwegs sein möchtest, würde ich kompromisslos auf 16“ setzen. Falls du ohnehin nur stationär arbeiten willst, wäre mir das für den ganzen compile Kram sicherer, mehr RAM zur Verfügung zu haben. Swap sehe ich eher kritisch, mir ist ein MacBook schon mal gestorben, Weil die SSD durch war.
      Am meisten Bedenken hätte ich aber in Sachen KI: ich weiß nicht genau, wie da gerade der Stand von XCode ist, aber ich gehe stark davon aus, dass man zukünftig in allen Editoren mit AI (und dann auch zT mit kleinen Modellen lokal) arbeiten wird, das dürfte mit dem iPhone Chip schwierig, bzw. unmöglich werden (u.a. Weil Apple das Modell dann sicherlich ausschließen wird).
      Wäre so mein Eindruck/Erfahrung/Meinung. Ist aber am Ende auch ein Blick in die Glaskugel. Ich würde es selbst jedenfalls nicht in Betracht ziehen 🙂

  2. Ich überlege mir das Neo zu holen für Office, zum erfassen meines Arbeitstages und Speicherung meiner gesamten Dokumente

  3. Also wie ich schon unter einen anderen Artikel geschrieben habe, das Neo würde ohne Probleme ausreichen für so arbeiten die hier auf den Blog benötigt werden und das die anderen Geräte man halt sich angeschafft hat da man es kann und nicht weil man es braucht.

  4. Also mein Neo hat einen Umgebungslichtsensor für die Anpassung der Bildschirmhelligkeit – ganz normal unter Einstellungen / Displays / „Helligkeit automatisch anpassen“. 🤔

  5. Downgrade vom MacBook Pro M1 (16 GB) auf MacBook Neo?

    Ich spiele mit dem Gedanken, mein MacBook Pro mit M1 und 16 GB RAM (Touch Bar) zu verkaufen und stattdessen ein MacBook Neo mit 512 GB zu kaufen (Straßenpreis ca. 700 €).

    Mein aktuelles MacBook ist praktisch wie neu – unter 100 Ladezyklen, weil ich es bisher viel zu selten genutzt habe. Ich möchte künftig aber mehr damit arbeiten.

    Mein Nutzungsprofil:
    • Surfen, E-Mails, Videos
    • KI-Tools
    • gelegentlich einfache Bild- oder Videobearbeitung (sehr pragmatisch)
    • hin und wieder Spiele, aber nichts Anspruchsvolles

    Der M1 ist zwar immer noch schnell, aber er ist inzwischen ein paar Jahre alt. Deshalb frage ich mich, ob ein Wechsel auf ein neueres Modell langfristig sinnvoller wäre.

    Allerdings würde ich dabei von 16 GB RAM auf vermutlich 8 GB gehen, und genau das lässt mich zweifeln.

    Meine ehrliche Frage an euch:
    Wäre das ein Upgrade wegen dem Chip, oder in Wirklichkeit ein Downgrade wegen weniger RAM und Pro-Modell → Einsteigergerät?

    Oder anders gefragt:
    Würdet ihr den M1 mit 16 GB heute noch behalten – oder jetzt verkaufen, solange er noch einen guten Wert hat?

    Bin gespannt auf eure Meinungen. Danke vorab 🫡

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