Apple: Entwickler haben seit 2008 mehr als 70 Milliarden US-Dollar im App Store verdient

Im Zuge der bald anstehenden WWDC, der Entwicklerkonferenz von Apple, hat der Konzern aus Cupertino neue Zahlen veröffentlicht.

Apple App Store

Wie nun in einer Pressemitteilung bekannt wurde, hat die Entwicklergemeinschaft seit dem Start des App Stores im Jahr 2008 über 70 Milliarden US-Dollar verdient. Weiter heißt es, „Der App Store ist Heimat der innovativsten Apps der Welt und allein in den vergangenen 12 Monaten ist der Zahl der Downloads um über 70 Prozent gestiegen“.


Zu den umsatzstärksten Kategorien im App Store zählen Spiele und Unterhaltung, die Rubriken Lifestyle, Gesundheit und Fitness verzeichneten im vergangenen Jahr ein Wachstum von über 70 Prozent. Foto und Video gehört mit einem Zuwachs von fast 90 Prozent zu den ebenfalls am schnellsten wachsenden Kategorien.

Und auch das immer wieder für Kritik sorgende Abonnement-Modell, das Entwicklern in allen 25 App-Kategorien zur Verfügung steht, scheint generell im App Store von Kunden gut angenommen zu werden. „Die aktiv bezahlten Abonnements im App Store sind um 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen“, heißt es in der Apple-Mitteilung. „Kunden genießen Abonnements bei einer Vielzahl von Diensten, darunter bei langjährigen Favoriten wie Netflix und Hulu, oder auch bei Neulingen wie Tastemade, dem modernen Mobile First-Netzwerk rund ums Kochen, und bei Fotobearbeitungs-Apps wie Over und Enlight.“

Phil Schiller: „Einfach überwältigend“

Dementsprechend euphorisch äußert sich dann auch Phil Schiller, der Marketing-Chef von Apple. „70 Milliarden von Entwicklern verdiente US-Dollar sind einfach überwältigend. Wir sind begeistert von all den großartigen neuen Apps, die unsere Entwickler kreieren und können es kaum erwarten, sie nächste Woche auf unserer Worldwide Developers Conference wiederzusehen.“

Ob man insbesondere die rasante Entwicklung der Abonnements als positiv erachten sollte, steht auf einem anderen Blatt. Insbesondere im deutschen App Store werden diese sich selbst verlängernden Zukäufe, vor allem bei kleinen Zusatz-Apps ohne große Funktionsvielfalt, immer noch skeptisch gesehen. An den gegenwärtigen Wachstumsraten sieht man allerdings, dass sich wohl auch die deutschen Kunden langfristig auf dieses neue Zahlungs-Modell einstellen müssen.

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Kommentare 5 Antworten

  1. Da Apple, soweit ich weiß, 20% Provision kassiert, werden die sich wohl noch mehr an den 14 Milliarden erfreuen….
    Die Steigerung bei den Abos liegt wahrscheinlich eher daran, dass immer mehr Entwickler auf Abos umgestellt haben, als daran, dass das Modell auf größere Akzeptanz trifft.

    1. Du meinst 17,5 und waren es nicht sogar 30%?

      Die 70M€ sind schon die 70% oder 80% für die Entwickler, also Apples Anteil ist schon abgezogen.

  2. Naja, wenn Entwickler die bezahlte lebenslange Lizenznutzung wie z.B. TomTom einfach mal über Bord werfen und langjährige Kunden verprellen, wird sich wohl hoffentlich die Anbieterzahl etwas ausdünnen. Starfinanz (Starmoney) wird’s wohl auch in naher Zukunft so handhaben… Schade um den Vertrauensverlust.

  3. „Steigerung um 58% zum Vorjahr“ ist Marketinggesülze, weil die Ausgangswerte fehlen. Hier wird suggeriert, dass viele diesen Vertriebsweg akzeptiert haben.

  4. Gegen das Abo Modell hat ja eigentlich niemand was, wenn es fair.
    Aber wenn ich für eine Notiz App ein Abo abschließen soll…

    Das 365 Office Abo mache ich ja nicht wegen Word usw. Sondern wegen der OneDrive Cloud.

    Wer den gesunden Menschenverstand walten lässt, und seine Prioritäten richtig setzt hat mit Abos kein Problem.

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