Apple und Google arbeiten zusammen an COVID-19-Tracking-Apps

Neue Technologien zur einfachen Nachverfolgung

Die beiden großen Tech-Konzerne Apple und Google haben angekündigt, dass sie zusammen neue Technologien entwicklen und bereitstellen, um eine Verfolgung von Kontaktpersonen beim Coronavirus zu ermöglichen.

Da COVID-19 durch die unmittelbare Nähe zu den betroffenen Personen übertragen werden kann, haben die Gesundheitsbehörden die Ermittlung von Kontaktpersonen als wichtiges Instrument zur Eindämmung der Verbreitung von COVID-19 erkannt. Eine Reihe von führenden Gesundheitsbehörden, Universitäten und NGOs auf der ganzen Welt haben erhebliche Arbeit geleistet, um den Einsatz von sogenannten Opt-in-Möglichkeiten bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen zu ermöglichen. Um diesen Ansatz zu fördern, werden Apple und Google eine umfassende Lösung auf den Markt bringen, die sowohl Programmierschnittstellen (APIs) als auch Technologien auf Betriebssystemebene umfasst, um die Nachverfolgung von Kontaktpersonen zu unterstützen. Angesichts des dringenden Bedarfs ist geplant, diese Lösung in zwei Schritten, unter Gewährleistung eines starken Schutzes der Privatsphäre der Benutzer, zu implementieren.

Im Mai werden beide Unternehmen APIs veröffentlichen, die die Interoperabilität zwischen Android- und iOS-Geräten unter Verwendung von Apps der Gesundheitsbehörden ermöglichen. Diese offiziellen Apps werden den Benutzern über ihre jeweiligen App-Stores zum Download zur Verfügung stehen.


In den kommenden Monaten werden beide Unternehmen daran arbeiten, eine umfassendere, Bluetooth-basierte Plattform zur Nachverfolgung von Kontakten zu ermöglichen, indem diese Funktionalität direkt in die zugrundeliegenden Plattformen integriert wird. Dies ist eine stabilere Lösung als eine API und würde es mehr Einzelpersonen ermöglichen, sich nach ihrer Entscheidung per Opt-in zu beteiligen. Darüberhinaus wird die Interaktion mit einem breiteren Ökosystem von Apps und staatlichen Gesundheitsbehörden möglich. Datenschutz, Transparenz und Zustimmung stehen dabei an erster Stelle.

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Kommentare 22 Antworten

  1. opt-in. nicht opt-out!
    lesen heisst lösen. oder anders gesagt: du nicht opt-in= du nicht Daten teilen… verstehen?
    naja, wahrscheinlich nicht… und das von Leuten die online kommentieren, lesen, posten, bewerten…. aber am ende rede ich hier wohl gegen eine wand.

    1. Und dann wahrscheinlich von Leiten, die ihren Mist täglich über WhatsApp, Facebook und Instagram teilen. Das sind dann die richtigen Datenschützer.

  2. Glaubt ihr eigentlich wirklich alles, was euch erzählt wird? Meine Fresse, ist die Menschheit blauäugig! Merkt denn keiner, wie diese Krise ausgenutzt wird, um endlich Dinge an den Start zu bekommen, die lange geplant sind, aber die Gelegenheit bzw. Begründung fehlte?

    Von wegen „optional“.
    Das wird nicht lange daueren, dann ist sowas fest im Betriebssystem integriert.

    1. @dog: Schrotti mag sich zwar etwas übertrieben ausgedrückt haben, aber das Gegenteil zu beweisen ist unmöglich. Tatsache ist jedenfalls, dass über Nacht bestimmte Gesetze erlassen wurden, die unter normalen Umständen nicht hätten erlassen werden können, Tracking über das Smartphone ist plötzlich ok (schließlich tun das andere Staaten auch, nicht?) und unsere Grundrechte sind derzeit massiv eingeschränkt. Wir sprechen uns nochmal, sobald Corona vorbei ist und all das unverzüglich wieder rückgängig gemacht wurde. Denn das war ja sicher alles nur temporär. Oder?

      1. Das was Edward Snowden enthüllt hat, überstieg die Vorstellung derer, die schon immer eine flächendeckende Überwachung durch den Staat vermuteten. Was ich damit sagen will ist, dass sein Mut umsonst gewesen ist, wenn wir heute nicht anfangen bestimmte Dinge zu hinterfragen. Es soll niemand zum Verschwörungstheoretiker werden, aber eine gesunde Skepsis gegenüber Maßnahmen, die unsere wichtigsten Grundrechte einschränken, sollte jedem erlaubt sein. Der Kommentar geht nicht an dich @zeroG, er soll deinen nur ergänzen.

        1. @kaixx: Zustimmung.
          Es ist ein vielschichtiges Problem. Die sensationslüsterne Gesellschaft braucht genau das: Sensationen, big news. Moderate, vernünftige, kritische Stimmen (dort wo es berechtigt ist) will keiner hören. Es ist ja nicht alles schlecht was hier passiert, im Gegenteil. Aber unter der Haube tut sich eben auch was, was nicht im Sinne aller ist.
          Leute wie Beate Bahner bspw. haben im Kern Recht. Wir werden gerade massiv fremdbestimmt und eingeschränkt. Manches davon ist berechtigt, manches aber eben nicht, weil es dafür keine Rechtsgrundlage gibt. Leider ist sie offenbar komplett irre geworden nachdem das Bundesverfassungsgericht ihren Eilantrag abgelehnt hat und hat ihr eigenes Bundesgesetz geschrieben, womit sie sich IMHO selbst disqualifiziert hat. Schade. Aber wie gesagt, auf gemäßigte Stimmen hört niemand. Und der Großteil der Schafe hier interessiert sich nur für Gadgets.

  3. Was stimmt denn mit euch nicht? Hört doch mal auf immer solchen Blödsinn zu posten. Wo kommt dieser ganze Verschwörungskram her?

    1. @sgt: Was genau sind denn deiner Ansicht nach Verschwörungen? Oder bezweifelst du, dass wir gerade eingeschränkte Grundrechte haben?

    2. Vielleicht waren es Kommentare wie deine, die Edward Snowden dazu bewegt haben, das wahre Ausmaß der Überwachungen zu enthüllen. Es ist traurig, dass die Welt nicht verstanden hat, was dieser Mann für uns getan hat.

      1. @kaixx: Es ist mehr als traurig. Ich bin meistens so enttäuscht von der Dummheit der Masse, ich weiß nicht ob ich die Muße eines Snowden gehabt hätte und bereit wäre, den Preis zu zahlen, den er zahlen musste, nur um die Schafe zu retten, die gar nicht gerettet werden wollen. Es ist frustrierend.
        „Verschwörungstheorie“ leicht dahersagen kann jeder, aber bereits mit einer simplen Frage ist unser Sgt. bereits überfordert. ☹️

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