Bridge Constructor: Auch ohne Studium zum Brückenbauer werden

Berühmte Brücken wie die Golden Gate Bridge in San Fransisco oder auch die Fehmarn-Sund-Brücke sind ja wirklich statische Meisterleistungen.

Wer schon immer einmal selbst solche Brückenbauarbeiten übernehmen wollte, findet in Bridge Constructor (App Store-Link) nun eine passende Universal-App im deutschen Apple Store, die erst vor wenigen Tagen das Licht der Welt erblickte. Für normalerweise 2,39 Euro bekommt man derzeit eine 49,1 MB große Applikation für iPhone, iPod Touch und iPad, die entgegen der App-Beschreibung auch komplett in deutscher Sprache spielbar ist. Am heutigen Samstag ist die App zum Sonderpreis von nur 79 Cent erhältlich.

Wir wollen uns den Bridge Constructor einmal näher ansehen, denn bislang wurde die App von Nutzern im App Store durchweg mit 5 von 5 Sternen bewertet. Ein kleiner Test soll nun klären, ob diese fünf Sterne wirklich gerechtfertigt sind, und ihr ohne schlechtes Gewissen zuschlagen könnt.

Sicherlich sollte man zumindest ein klein wenig Verständnis von Statik haben, um dieses Spiel spielen zu können. Ziel des Games ist es, in 30 verschiedenen Leveln den fiktiven Inselstaat Camatuga nach einem Erdbeben wieder mit Brücken auszustatten. Dazu stehen fünf verschiedene Gebiete zur Verfügung: Strand, Stadt, Canyon, Gebirge und eine Hügellandschaft.

Für den Bau der Brücken wird man mit diversen Materialien ausgestattet. Muss man in den ersten Leveln noch mit Holz allein Vorlieb nehmen, gibt es schon bald auch Stahl, Stahlseile und Betonpfeiler, um die perfekte Brücke zu erschaffen. Dabei steht pro Level immer nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung, was unbedingt eingehalten werden muss. Bonuspunkte gibt es für eine besonders wirtschaftliche Bauweise.

Die Brückenkonstruktion wird mit einfachen Ziehgesten zwischen den Knotenpunkten erschaffen. In einem per Fingertipp ausklappbaren Menü an der linken und rechten Seite findet man die Baumaterialien, und auch die Möglichkeit, die Konstruktion zu löschen, zu speichern oder wieder her zu stellen.

Meint man, eine tragfähige Brücke gebaut zu haben, kann man den Simulationsmodus aktivieren – denn jede Konstruktion muss einem Stresstest standhalten, um das Level zu bestehen. Hier waren die deutschen Entwickler von Headup Games findig und haben der Brücke gleich eine farbige Note gegeben: So sieht man an roten Stellen der Konstruktion, wo das Gebilde statische Probleme aufweist. Die Brücke muss dann entweder erfolgreich von Autos oder LKWs befahren werden, um Punkte zu kassieren. Testet man die Konstruktion zufriedenstellend mit Lastwagen, werden Bonuspunkte fällig.

Die Highscores können im Game Center eingetragen oder auch bei Facebook geteilt werden. Ich für meinen Teil bekam schon im dritten Level erste Probleme, eine tragfähige Brücke hin zu bekommen – der Schwierigkeitsgrad ist, zumindest gemessen an meinen offensichtlich bescheidenen Fähigkeiten, nicht zu unterschätzen. Leider gibt es keine Möglichkeit, sich Hinweise anzeigen zu lassen, damit man überhaupt einen Anhaltspunkt bekommt, wie man das jeweilige Level anzugehen hat. Es kann sich sonst sehr schnell frustrierend gestalten, wenn die scheinbar toll konstruierte Brücke im Simulationsmodus jedes Mal den Bach herunter geht – im wahrsten Sinne des Wortes.

Auf der anderen Seite überzeugt der Bridge Constructor mit einem tollen Gameplay und wirklich gut gemachten Grafiken. Wenn man sich ansieht, wie schön die schlecht gebaute Brücke in sich zusammenkracht und in den Fluss fällt, sieht man, dass sich die Entwickler wirklich sehr viel Mühe gemacht haben. Auch die nicht besonders geliebten In-App-Käufe sucht man vergeblich: Einmal den Kaufpreis gezahlt, kann man das Game komplett und ohne Einschränkungen spielen – ein großer Pluspunkt in heutigen Freemium-Zeiten.

Insgesamt können wir den Bridge Constructor, der auch in einer PC-Version schon eine riesige Fangemeinde gefunden hat, uneingeschränkt weiterempfehlen. Wenn es an diesem Game überhaupt etwas zu meckern gibt, sind es die teils etwas träge reagierenden Elemente bei der Konstruktion der Brücke, und eine fehlende Hinweis-Funktion, die zumindest mir sicher weiterhelfen würde. Aber wer weiß, vielleicht liefern die Entwickler diese Funktion ja noch nach. Wer sich bislang noch nicht zum Kauf durchringen konnte, findet auch noch eine Lite-Version des Games, in der das Gameplay angetestet werden kann.

Kommentare 22 Antworten

  1. das Spiel macht viel Spaß aber bereits bei Brücke 3 bin ich gescheitert alle versuche die Brücke stabil zu bauen waren zu teuer
    veleicht kann jemand mir sagen wie er Brücke 3 gebaut hat

  2. Werde ich mir sofort runterladen! Die Idee zum Spiel ist aber geklaut: Vor 10 Jahren gab es ein 2D Spiel als Freeware namens Bridge Builder. Das hat damals schon süchtig gemacht 😉

    1. Ja, das kenne ich auch noch. Da gibt es sogar noch einen Nachfolger namens pontifex glaube ich. Ich werde das gleich auch mal am iPhone ausprobieren:)

  3. Wow, wenn ihr jetzt schon Probleme habt, dann wartet mal ab…
    Egal, echt tolles Spiel und für den Preis kann man nix falsch machen!
    Tipp:
    Denkt beim bauen immer ein bisschen an Strommasten, hat mir immer geholfen !!!
    Und nein, die lite hat nur den 1. Bereich zum bauen.

      1. Na ja, immer Querstreben und so weiter…
        Der Druck muss sich immer gleichmäßig verteilen. Deshalb sind die Masten ja auch so stabil. Manchmal hilft es auch von zwei Seiten anzufangen. Wer natürlich nur Solaranlagen auf dem Dach hat, der hat ganz klar Nachteile bei dem Spiel. ^^

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