Cardbox: Neue Kontakte-App basiert auf dem Konzept eines sozialen Netzwerks

Zusatzfunktionen sind in einem kostenpflichtigen Abo erhältlich.

Eigentlich habe ich mich persönlich nie an Apples eigener Kontakte-App gestört, die werksseitig mit jedem neuen iPhone und iPad ausgeliefert wird. Wie allerdings auch bei so ziemlich allen Standard-Apps gibt es auch für die Nutzung und Verwaltung von Kontakten unter iOS einige Alternativen im App Store. Eine neue Variante eines niederländischen Entwicklerteams ist nun mit Cardbox (App Store-Link) im App Store aufgeschlagen. 

Die nur etwa 28 MB große iPhone-App benötigt zur Einrichtung mindestens iOS 11.0 oder neuer, und lässt sich bisher in englischer Sprache verwenden. Vor der ersten Nutzung hat man sich über eine E-Mail-Adresse oder mit einem Facebook-Login einmalig anzumelden – meine Bestätigungs-Mail ließ allerdings auch mit einem zweiten Versuch sehr lange auf sich warten und erhielt einen fehlerhaften Link, so dass ich den Facebook-Login für mich gewählt habe.

„Cardbox verwandelt das Adressbuch in ein soziales Netzwerk – auf klarste Art und Weise“, heißt es auf der Website der Entwickler zu ihrer neuen Anwendung. „Verbinde dich und bleibe an einem zentralen Ort verbunden, ganz ohne Nebengeräusche.“ Nach der Einrichtung auf dem iPhone hat man nur die eigene Visitenkarte mit Telefonnummer(n), E-Mail-Adresse(n), Adresse, Geburtsdatum und Konten für soziale Netzwerke und Messenger anzulegen, und sich dann auf die Suche nach weiteren Cardbox-Nutzern zu machen. Sollten Freunde aus dem eigenen Adressbuch (dafür benötigt die App den entsprechenden Zugriff) Cardbox noch nicht verwenden, kann ein Einladungs-Link versendet werden.

Verwaltung von über 100 Kontakten erfordert Pro-Abo

„Du verwaltest nur die Kontaktinformation auf deiner eigenen Visitenkarte“, berichtet das Cardbox-Team. „Von deinen persönlichen Details bis zu deinen Präsenz in sozialen Netzwerken, und sogar dem Profilfoto, dass die User sehen, wenn du sie anrufst oder eine Nachricht schreibst – jetzt übernimmst du die Kontrolle. Neue Telefonnummer oder Adresse? Kein Problem. Editiere einfach deine Visitenkarte, und alle Änderungen werden sofort an die Adressbücher deiner Kontakte weitergeleitet.“

Mit Cardbox lassen sich Kontaktdaten auch einfach untereinander austauschen. Neben einer Namenssuche kann auch eine sogenannte „Nearby“-Funktion per Bluetooth verwendet werden, um Cardbox-User in der Nähe anzeigen zu lassen. Daraufhin lassen sich Verbindungsanfragen stellen, die bestätigt oder abgelehnt werden können. Bei einer Bestätigung lassen sich dann die Kontaktdetails des Angefragten einsehen – aber auch nur das, was die Person freigegeben hat. 

Zudem ist jede Information auf jeder Visitenkarte verschlüsselt und wird nur mit den eigenen Kontakten geteilt, „nicht mit Werbetreibenden oder Datensammlern“, wie das Entwicklerteam betont. Sie teilen außerdem mit, dass trotz der Gratis-Charakteristik der App keine Daten der Nutzer verkauft oder weitergegeben werden, da man sich über ein Abonnement finanziert. Wer beispielsweise über 100 Kontakte verknüpfen und mehr als fünf Gruppen festlegen will, kann das „Pro“-Abo erwerben, das für 1,99 Euro/Monat bzw. 19,99 Euro/Jahr erhältlich ist. Darin inbegriffen ist auch ein eigener Username für Cardbox sowie Optionen für Gruppenberechtigungen. Weitere Infos zu Cardbox gibt es auf der Website der Entwickler.

Kommentare 1 Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de