Corona-Warn-App erscheint am Dienstag im App Store

2,5 Millionen Euro monatliche Kosten

Wir haben schon mehrfach über die Corona-Warn-App für Deutschland berichtet, unter anderem gab es hier die ersten Screenshots. Nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen zeitnahen Start in der kommenden Woche bereits angekündigt hat, will n-tv jetzt ein genaues Datum erfahren haben: Am Dienstag soll die App auf Android-Smartphones und auch das iPhone geladen werden können.

Die innerhalb von sechs Wochen von SAP und der Deutschen Telekom entwickelte Anwendung soll bereits 20 Millionen Euro gekostet haben. Das ist aber wohl noch nicht das Ende der Fahnenstange: Monatlich soll es Betriebskosten von 2,5 bis 3,5 Millionen Euro geben. Ein Großteil davon verursacht von zwei Hotlines rund um die App, die von der Telekom betrieben werden.


Eine der Hotlines soll im Falle eines positiven Tests zum Einsatz kommen. Infizierter Nutzer können dort einen Freischaltcode erhalten, mit dem sie innerhalb der App dann ihre Infizierung melden können – so sollen Falschmeldungen verhindert werden. Alternativ bekommt ein Betroffener den Freischaltcode per QR-Code direkt vom Labor, sollte dieses entsprechende Möglichkeiten haben.

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Kommentare 59 Antworten

    1. Ganz Deiner Meinung. Die beiden Firmen sollten sich schämen. Auch die Entwicklungskosten halte ich für überzogen, netter Stundenlohn. Aber da sieht man wieder, wie weit es mit der GEMEINSCHAFT ist. Vater zahlt und schon langender Großen Konzerne richtig zu …

      1. Fang doch mal an zu rechnen: 30 Tage pro Monat a 3 Schichten bedeutet mindestens, Urlaubsanspruch der Mitarbeiter und dann noch Anzahl an Mitarbeitern gleichzeitig. Wenn du dann wahrscheinlich so bei 1000 Mitarbeiten angekommen bist und mal 3000€ brutto + Sozialabgaben etc. Rechnest kommst du auf locker eine Summe über 3 Mille. So eine Summe ist schnell erreicht!

          1. Mitarbeiter kosten ungefähr das doppelte ihres Stundenlohns, da die Firma noch die ganzen Sozialabgaben und Arbeitsplätze usw. mit finanzieren müssen.

  1. Hey APPGEFAHREN-Team!

    Könnt Ihr vll eine kleine representative, für diesen Kanal, Unfrage starten:
    1.) Wer will diese App dl – wer nicht?
    2.) Warum; Technik-Sicherheit versus Autonomie/Freiheit?

    Sind wir nicht schon alle überwacht oder ist das die Spitze des Eisberg‘s?

    Muss ich mich schlecht fühlen diese App nicht zu laden?

    Macht die App nachhaltig mein iPhoneX kaputt?

    Ich habe die letzte Volkszählung in BRD erlebt – das Gefühl war halt ohne App ‚The same‘! Jetzt mit App!

    Mich würde Eure Antworten Interessieren!

    Schönes WE

  2. Ja, eine Unfrage wäre sehe gut. Die Entwicklungskosten von 20 Mio. sind die größte Frechheit aller Zeiten. Nee, stimmt nicht. Bis zu 3,5 Mio. laufende Kosten pro Monat schießen den Vogel dann vollends ab.
    Wer soll außerdem die Hotline nutzen? Die App scheibt doch so primitv zu sein, dass doch gar keine Fragen notwendig sind. Abgesehen davon: Diese App ist zum aktuellen Zeitpunkt total sinnfrei. Es werden am Tag weniger als 300 Neuinfektionen bei über 300.000 Tests registriert. Das liegt sogar im Fehlertoleranzbereich von 1 Prozent, die solche Tests generell haben. Und wieviele dieser aktuell 300 evtl. Infizierten würden (falls die App überhaupt installiert haben (überwiegend über 80-jährige!) und dann auch noch die Infektion auf ihrem Handy speichern? Ich könnte die Liste mit Eventualitäten noch fortführen aber es ist schon so klar genug, dass diese App viel zu spät am Start und somit eine Totgeburt ist. Schade um dieses viele Geld. Hoffentlich wird untersucht, wer sich hier so unberechtigterweise die Taschen vollstopft!!!

    1. Ich gebe dir recht, dass die Anzahl verschwinden gering ist und das die App per se zu spät kommt. Aber für eine mögliche 2. oder 3. Welle kann diese App helfen, dass die weiteren Ausbrüche wesentlich schneller eingedämmt werden können.

          1. @croc: +1
            Ich verstehe nicht wie so viele Leute diesem Irrtum unterliegen. Ein kurzer Blick nach Schweden sollte doch eigentlich reichen.

          2. Ist schon Quatsch, weisste aber, ne? Schweden ist einen ganz anderen Weg gegangen, kannst schlecht Birnen mit Äpfeln vergleichen.

          3. @hillspills: Genau darum geht es doch. Schweden ist einen anderen Weg gegangen und hat dafür einen sehr hohen Preis bezahlt, nämlich fünf Mal so viele Tote wie in Deutschland, bezogen auf die Einwohner. Hast du den Hinweis von Crocdoc auf das Präventionsparadox überhaupt verstanden?

  3. Grundsätzlich eine gute Sache. Die Bundesregierung hat jedoch viel Zeit verloren, weil sie unbedingt die zentrale Speicherung der Daten wollte, obwohl Apple und Google frühzeitig klargemacht haben, dass auf ihren Geräten nur eine dezentrale Lösung denkbar ist.

    Die lückenlose zentrale Verfolgung der Aufenthalte der Bürger ist mit den jetzt dezentral gespeicherten Daten nicht möglich. Die Bewegungsdaten verlassen das Smartphone nicht und sind damit safe. Das ist auch ein Grund dafür, dass die deutsche Corona-App das akkuschonende Bluetooth LE nutzen darf. Gut gemacht.

    Was die Kosten für die Entwicklung und den Betrieb betreffen, scheinen sie im normalen Rahmen zu liegen. Große Firmen schleppen zwar einen Overhead mit, bekommen es aber gewuppt. Also auch hier alles okay.

    Ich finde, der einzige Aufreger ist, dass die Bundesregierung nicht im Rahmen der „Pandemieplanspiele“ 2012 mit der Konzeption einer solchen App begonnen hat. Ob man jetzt noch die notwendige Verbreitung der Corona-App von 40-60 Prozent erreicht, ist fraglich. Wenn man sieht, wie sorglos sich Leute in der Bahn verhalten oder sich in großen Gruppen treffen, wäre eine weite Verbreitung der Corona-App wünschenswert.

    1. ? – also ich möchte kein COVID verbreiten. Auch möchte ich es nicht bekommen. Wenn es hilft, dann werde ich die App installieren in der Hoffnung, dass ein weiterer Lockdown verhindert wird. Wie schaut das eigentlich Grenzübergreifend aus? Wenn man z.B. Nach Frankreich in ein Ferienhaus fährt. Hilft da die hier entwickelte App oder sollte man sich die französische App dann auch noch ziehen?

  4. Teuere App-Store Leiche. Wir holen uns den quatsch nicht aufs Telefon und ich kenne auch niemanden – weder aus dem Freundes noch Bekanntenkreis – der die App laden will. Corona ist nur noch ein lästiges Thema…..mehr nicht.

    1. Warum?
      Sie macht nichts kaputt, sie schützt die Allgemeinheit, man hat auf den Datenschutz geachtet, sie kostet nix…
      Warum diese Blockadehaltung an dem Tag legen. Aus Prinzip?
      Ich verstehe die Haltung nicht. Der Erfolg der App und die Wirksamkeit ist eine andere Sache, aber die App zu installieren ist weniger aufwändig als ständig so ne blöde Maske zu tragen.

      Ich versteh schlicht die Blockadehaltung nicht, die übrigens nicht nur Du hast sondern auch einige bei mir im Bekanntenkreis. Ergibt für mich 0 Sinn.

      Wenn man jetzt schon das Geld investiert hat, dann sollte man es auch nutzen. Vielleicht hilft es, vielleicht nicht. Aber es könnte helfen, und darum geht es doch.

      “Ich weiß nicht ob es besser wird, wenn es anders wird, aber es muss anders werden, damit es besser werden kann”.
      Das ist ein sehr bekannter Aphorismus, und in jedem Wort steckt ne Wahrheit!

  5. Ich finde das Angebot super und werde mir die App sofort installieren. Legt mal den Narzissmus ab und denkt auch an andere. Vielleicht hilft es ja. Ich würde mich freuen, wenn das System funktioniert und damit zumindest das Verbreitungsrisiko adressiert würde. Hatte in der Familie einen Corona Todesfall (ja, auch wenn die Wahrscheinlich gering war), insofern denke ich vielleicht anders als einige hier.

  6. Jetzt müsste eigentlich jeder getestet werden! Sonst macht die App kein Sinn! Warum Hotline? Wie soll der von der Telekom wissen ob er Corona hat? Da kann ja jeder anrufen! Jetzt gibt es auf fast jedem Kassenzettel ein QR Code warum nicht auf dem Laborbefund? Das wäre Fortschritt und nicht ein Mitarbeiter von der Telekom an der Hotline. Da könnte man die 3.5 Millionen Einsparen.

    1. Leider sind nicht alle Labore technisch so sicher ausgestattet, dass eine sichere Übertragung der Daten gewährleistet werden kann. Darum bekommst du von manchen Laboren keinen QR-Code.

      1. @cpx: Im Allgemeinen nicht, das stimmt schon hierzuforum. ?
        Aber einige interesiert das dann doch ?
        Ich persönlich werde erstmal ein paar Tage abwarten bevor ich die App installiere, wie der Status ist bei den gefundenen Schwachstellen und ob der CCC nicht noch neue findet.

        1. Die von der TU-Darmstadt gefundenen Schwachstellen beziehen sich „leider“ nicht auf die App, sondern auf das von Google und Apple bereitgestellte Protokoll (GAP). Die Tatsache, dass sich (theoretisch) auch Daten manipulieren lassen und somit Kontaktpersonen generiert werden können, die sich in der Realität nie getroffen haben, macht mich mehr als nur skeptisch. Am Ende muss aber jeder für sich selbst abwägen, welches Risiko er bereit ist einzugehen. Und ich akzeptiere jede Meinung hierzu. Leider ist das, wie bei vielen anderen Themen, keine Selbstverständlichkeit mehr. Das bezieht sich nicht auf dich, sondern generell auf die Kommentare mancher hier.

          1. @kaixx: Danke für Deine Infos und Mühe. Ich hatte noch keine Gelegenheit mir das im Detail anzuschauen, wollte eh warten bis die App raus ist. D. h. warten und hoffen, dass Apple und Google ein Update rausgeben

  7. 80 Millionen Bürger = 80 Millionen Meinungen. Meine Meinung : Die App ist unnötig und gnadenlos überteuert. Einfach Hirn einschalten und man bleibt gesund. Ach ja….. und ich werde jetzt App-Entwickler… kann man anscheinend viel Geld verdienen…

    1. @digger: Grundsätzlich Deiner Meinung. Aber „Hirn einschalten“ hat sich in der Praxis leider nicht bewährt. An Selbstverantwortung oder Rücksichtnahme ggü. Mitmenschen leider auch nicht. Dazu braucht man nur mal durch die Großstadt zu gehen. 4 von 5 tragen den MNS nicht oder falsch.

  8. Die App kommt einfach viel zu spät. In den Hochzeiten im April hätten sich vermutlich viele Leute diese App geladen. Jetzt wo das ganze abebbt und die Lockerungen kommen werden das bei weitem nicht genug laden, damit es etwas bringen würde. Also mal wieder rausgeschmissenes Steuergeld, wie so oft.

  9. Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, was ich von solch einer App halten soll. Sie kommt zwar jetzt, aber sicher etwas spät. Die Infos dazu, seitens der Regierung sind auch etwas spärlich. Hinzu kommt, dass viele ältere Smartphones wohl aussen vor bleiben. Hmmmh, mal sehen… Ich warte ab, wenn sie da ist und entscheide dann…

    1. Datenschutz ist doch gar kein Thema mehr bei der dezentral speichernden App. Deine persönlichen Daten bleiben bei dir und werden nicht weitergegeben…

  10. Auf heise.de ist Artikel erschienen,dass die App fehlerhaft gearbeitet hat (TAN-Algorithmus war zu einfach knackbar):
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/TUeV-Pruefung-der-Corona-App-Luecken-gefunden-Kritik-am-Veroeffentlichungstermin-4782537.html

    2012 eine App zu entwickeln wäre aber sicher vom Bund der Steuerzahler kritisiert worden.
    Da gab es das iPhone 5 und Bluetooth war ja recht Akkubelastend.
    Wie groß war denn die Smartphoneverbreitung da?

  11. Zu diesen z.T. unsäglichen Kommentaren kann ich nur Loriot sprechen lassen:
    In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen und Idioten nach Schuldigen!

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