Corona-Warn-App: Risikoberechnung nach Tests weiter angepasst

Risiko-Begegnungen werden noch besser erkannt

Das Projektteam der Deutschen Telekom und SAP haben ihre gemeinschaftlich entwickelte Corona-Warn-App (App Store-Link) in den letzten Wochen und Monaten kontinuierlich verbessert und angepasst. Erst vor kurzem gab es ein Update für die Anwendung, um selbige auch mit älteren iPhone-Generationen, namentlich dem iPhone 5s, dem iPhone 6 und dem iPhone 6 Plus, kompatibel zu machen.

Wie die Entwickler nun mitteilen, wurde die Risikoberechnung der Corona-Warn-App „in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut nach umfangreichen Tests durch das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS)“ weiter angepasst. „Begegnungen mit erhöhtem Risiko können dadurch noch besser erkannt und in der Corona-Warn-App entsprechend dargestellt werden. Kurzkontakte zwischen zwei Personen werden nun ab einer Dauer von mindestens 5 Minuten berücksichtigt, nicht wie vorher erst ab mindestens 10 Minuten.“


„Mit dieser Umstellung können nun mehrere Begegnungen kürzerer Dauer mit einer später positiv getesteten Person besser erfasst werden. Die entsprechenden Daten für diese Umstellung sind erst durch die Weiterentwicklung der Schnittstelle von Google und Apple verfügbar. Die nun durchgeführten Messungen haben bestätigt, dass die App mit dieser Anpassung besser und genauer warnen kann.“

Mit der Anpassung der Zeitspanne von 10 auf 5 Minuten bei Kurzkontakten „steigt die Anzahl der Begegnungen mit niedrigem Risiko (grüne Kachel) in Abhängigkeit des Verhaltens der Nutzer*innen wieder leicht an“, so die Entwickler. Gleichzeitig werden so auch Begegnungen, die einen tatsächlich relevanten Kontakt mit COVID-19-infizierten Personen darstellen, noch genauer erkannt und in der App als Tage mit erhöhtem Risiko (rote Kachel) angezeigt. Denn: Das Prinzip basiert darauf, dass mehrere „grüne“ Begegnungen auch insgesamt zu einem roten Status führen können, da das Risiko durch mehrmalige kurze Kontakte demnach erhöht ist.

Wer sich ausführlicher mit der Risikoberechnung in der Corona-Warn-App auseinandersetzen möchte, findet neben der Pressemeldung der Entwickler auch weitergehende Informationen in der 11. Folge des Corona-Warn-App-Podcasts. In der aktuellen Folge erklären Thomas Klingbeil (Software-Entwickler bei SAP) und Dr. Justus Benzler (Epidemiologe am RKI), die Risikoberechnung im Detail.

‎Corona-Warn-App
‎Corona-Warn-App
Entwickler: Robert Koch-Institut
Preis: Kostenlos

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