Durchgespielt: Oddmar oder ein kleiner Held, der auch Mario heißen könnte

Zwei Berichte rund um die Spiele-Neuerscheinung Oddmar haben wir schon veröffentlicht, nun folgt der dritte Streich. Mittlerweile habe ich das Abenteuer durchgespielt.

Oddmar 1

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr den Gamecontroller oder in diesem Fall das iPad nach mehreren Stunden zufrieden zur Seite legt? Insbesondere wenn man gleichzeitig ein wenig traurig ist, dass es nun doch schon vorbei ist, ist das einfach ein fantastisches Gefühl. Genau das hat Oddmar (App Store-Link) vor ein paar Tagen geschafft und nun will ich die Chance nutzen, meine Erlebnisse mit ein wenig Abstand noch einmal für euch zusammenzufassen.

Oddmar, das ist das in der vergangenen Woche erschienene Premium-Spiel mit dem gleichnamigen Wikinger, der in seinem Dorf nicht besonders beliebt ist, aber trotzdem den Mut und den Willen beweist, seine Mitbewohner aus einer äußerst misslichen Lage zu retten. 24 Level gilt es zu meistern, darunter vier Boss-Gegner als besondere Herausforderung.

Oddmar überzeugt mit einem fairen Preis

Was zunächst nach relativ wenig Umfang klingt, entwickelt sich schnell zu einem stundenlangen Abenteuer. Anders als in vielen anderen Spielen für iPhone und iPad sind die einzelnen Level nicht kurz und knackig, sondern richtig groß. Es kann durchaus vorkommen, dass man für ein Level über sechs oder sieben Minuten benötigt. Am Ende hat mich Oddmar zwischen drei und vier Stunden beschäftigt, was bei einem Preis von 5,49 Euro durchaus fair ist. Zumal ich noch die Gelegenheit hätte, in fast allen Level zusätzliche Herausforderungen zu erfüllen.

Oddmar 2

Am Ende darf man ein Spiel wie Oddmar aber nicht mit Preis und Spieldauer berechnen. Es ist die grandiose Gestaltung der unterschiedlichen Welten, die mich bei diesem Spiel so begeistert hat. Kein Level gleicht dem anderen, beinahe in jedem Abschnitt gibt es neue Spielelemente zu entdecken. Mal sind es fleischfressende Pflanzen, mal sind es riesige Adler und im nächsten Level fiese Bogenschützen.

Zusätzlich gibt es wunderbar gestaltete Zwischensequenzen, die eine wirklich tolle Geschichte erzählen. Bereits nach wenigen Minuten baut man eine gewisse Art von Sympathie mit dem kleinen Oddmar auf, der sich vom Dorftrottel zu einem echten Held entwickelt. Man muss diesen kleinen Wikinger einfach gern haben.

Oddmar 3

Abgerundet wird das Abenteuer durch eine wirklich perfekte Steuerung für Touch-Geräte. Mit dem linken Daumen lässt man Oddmar nach links und rechts laufen, mit dem rechten Daumen werden drei Gesten ausgeführt: Mit einem Fingertipp schwingt man das Schwert, gesprungen wird mit einem Fingerwisch nach oben und wenn man dann mit dem Finger nach unten wischt, führt man eine Stampf-Attacke mit dem Schild aus. Es gibt keine Buttons, an denen man vorbei tippen könnte, und auch keine komplizierten Kommandos, die man ausführen müsste.

Für mich ist klar: Wenn man Oddmar eine blaue Latzhose anziehen und eine rote Mütze aufsetzen würde, wäre dieses Spiel ein Millionenhit, der einem großen Konzern aus Japan Unsummen in die Kassen spülen würde. Anscheinend will Nintendo ein solch grandioses Spiel aber nicht in den App Store bringen. Umso mehr freut es mich, dass Oddmar nicht von einem großen Namen, sondern von einem kleinen unabhängigen Entwicklerteam stammt.

‎Oddmar
‎Oddmar
Entwickler: Mobge Ltd
Preis: 5,49 €

Kommentare 4 Antworten

  1. Ist denn Apple TV implementiert und der game controller zu benutzen. Es hat, finde ich, immer etwas Besonderes solch ein Spiel auf dem TV zu spielen.

  2. Ich habe es auch durchgespielt und alles Herausforderungen abgeschlossen.
    Wirklich ein richtig tolles, herausforderndes Spiel.

    Ich habe die Steuerung auf Buttons umgestellt habe, da ich die Wischgesten nicht so präzise fand…

    Danke für den Tipp zu Oddmar!

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