Ein Fliegengewicht für gute Verständigung: Bluetooth-Headset Jabra Stealth im Langzeittest

Auch wenn sich derzeit unsere Zubehör- und Gadget-News primär um Black Friday-Angebote drehen, wollen wir auch die üblichen Testberichte nicht außen vor lassen – wie den des Jabra Stealth.

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Bei dem Gedanken, ein Bluetooth-Headset wie das Jabra Stealth auszuprobieren, musste ich schon etwas schmunzeln, lagen doch meine letzten Erfahrungen mit diesen kleinen Begleitern schon einige Zeit zurück. Dabei musste ich schnell an diese etwas klobigen Bügel denken, die zwar halbwegs gut funktionieren, sich aber wie ein Fremdkörper im Ohr anfühlen, den man schnell wieder ablegen möchte. Dass diese Annahme bei der neuesten Generation drahtloser Freisprecheinrichtungen völlig unbegründet ist, beweist das dänische Unternehmen Jabra mit ihrem aktuellen Modell Stealth, das als gelungenes Beispiel der Miniaturisierung von Multimediatechnik angesehen werden kann.

Das Headset wird in einer kleinen Blister-Verpackung geliefert, in der neben dem Jabra Stealth selbst noch ein kleines USB-Ladekabel, ein KFZ-USB-Adapter für den Zigarettenanzünder, zwei optionale Ohrbügel sowie hakenförmige Haltegummis, die sogenannten Eargels, beiliegen. Diese müssen entsprechend der Seite, auf der das Headset zu tragen gewünscht wird, ausgewählt und montiert werden. Vor der ersten Benutzung empfiehlt es sich ebenfalls, das Headset vollständig aufzuladen. Dazu muss eine kleine, in meinen Augen recht filigran gehaltene Abdeckung auf der Rückseite geöffnet werden, in die dann das mitgelieferte USB-Kabel gesteckt wird.

Diese Handhabung erfordert etwas Fingerspitzengefühl, ist aber wohl dem Umstand geschuldet, der das Headset zu einem komfortablen Begleiter des digitalen Lebens macht: Das Jabra Stealth ist ein absolutes Fliegengewicht. Es gehört mit seinen acht Gramm (mit einer Briefwaage ermittelt) zu den absoluten Leichtgewichten am Markt, welches sich natürlich auch im hohen Tragekomfort niederschlägt – das Headset kann unter anderem bügellos getragen werden.

Einfache Bedienung und klare Sprachqualität auch in lauten Umgebungen

Auch die Bedienung des Jabra Stealth ist insgesamt sehr einfach gehalten: Es besitzt neben einem kleinen Schalter zum An- und Abschalten lediglich zwei weitere Tasten. Die größere der beiden dient zur Funktionssteuerung, mit der Anrufe angenommen, abgewiesen oder der Pairing-Modus des Gerätes aktiviert wird. Außerdem führt ein Druck auf diese Taste zu einer Sprachansage, die die verbleibende Gesprächszeit, genauer den Batteriestand des Gerätes, mitteilt. Die kleine Taste auf der Oberseite des Headsets aktiviert die Siri-Funktion des iPhones. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Tastensperre deaktiviert ist.

In meinem vierwöchigen Test musste sich das Jabra Stealth in verschiedenen Umgebungen beweisen. Insbesondere während Autofahrten machte die Sprachqualität eine gute Figur. Die Gesprächspartner bestätigten eine saubere Verständlichkeit, trotz der typischen Hintergrundgeräusche auf der Autobahn, und auch im eigenen Ohr waren die Angerufenen klar und deutlich vernehmbar. Dieses Ergebnis ließ sich in der lauten Fußgängerzone oder an einer gut befahrenen Kreuzung reproduzieren. Scheinbar leistet die von Jabra beworbene Doppelmikrofon-Technologie, die bei der Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen behilflich sein soll, zuverlässige Dienste. Es empfiehlt sich jedoch zusätzlich, mit den Eargels und der Wiedergabelautstärke zu experimentieren – erst bei einem korrekten Sitz konnte das Headset seine Stärken im Noise Cancelling optimal ausspielen. Die Gesprächszeit wird von Jabra mit bis zu sechs Stunden angegeben, was der Test annähernd bestätigte.

Jabra Stealth ist auch als drahtloses Skype-Headset am PC nutzbar

Das Jabra Stealth ist nicht nur ein ausgezeichnetes Bluetooth-Headset, das ein bequemes, freihändiges Telefonat während der Autofahrt ermöglicht, sondern bietet auch den Benutzern von Skype eine interessante Alternative zu kabelgebundenen Varianten. Dafür wird der optional erhältliche, aber leider nicht ganz billige Bluetooth-Dongle Jabra Link360 (Amazon-Link) und die Software Jabra Suite (auf der Website von Jabra kostenlos erhältlich) benötigt, die ein entsprechendes Koppeln ermöglicht und zugleich auch eine Schnittstelle einrichtet, die in der Skype-Software für die richtige Verbindung sorgt. Auch hier konnten die Gesprächspartner die gute Verständlichkeit während des Telefonats bestätigen.

Wer also ein Bluetooth-Headset sucht, das neben guter Sprachqualität und universellen Einsatzmöglichkeiten auch noch komfortabel zu tragen ist, sollte sich das Jabra Stealth und den Bluetooth Adapter Jabra Link360 näher ansehen. Erhältlich ist das kleine Gerät unter anderem bei Amazon zum aktuellen Preis von 54,31 Euro (Amazon-Link), in dem ein kostenloser Versand und eine Prime-Option gleich integriert sind. Einen Nachteil hat das Jabra Stealth aufgrund seiner kompakten Bauweise dann doch: Man muss ein ums andere Mal aufpassen, dass man es nicht verliert.

Kommentare 5 Antworten

  1. Kaufentscheidend für mich ist, ob ich mit meinem Bluetooth Headset auch die Sprachansagen beim Navigieren übers Iphone hören kann. Oder auch Musik. Das nennt sich glaube ich A2DP…

  2. Ich kann es mir nicht erklären, aber ich hasse Menschen die mit solchen Headsets durch die Gegend rennen und meinen wichtig zu sein und für jeden Anruf bereit sein müssen. Meistens sind das auch noch solche Kunden, die jamba-Monats-Abos abschließen und die blöden Kücken/Tassen oder andere Viecher mit Stimmen von bis zu 2 Oktaven gepitcht witzig finden.

  3. Hallo Daensch
    vielleicht fühlen sich diese Menschen garnicht so wichtig, sie nutzen einfach nur ihre
    Zeit recht sinnvoll
    Man kann jederzeit mit solchem headset Sprachen lernen, Musik hören, Politik oder
    Debatten verfolgen, wichtige Mitteilungen oder Aufträge entgegennehmen,ja,
    telefonieren geht natürlich im Notfall auch

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