Erfahrungsbericht: Drei Wochen mit den Todo-Apps Things

Als wir Anfang August über das große Things-Update berichtet haben, habe ich einen Erfahrungsbericht versprochen. Der soll heute folgen.

Mit einem Gesamtpreis von fast 64 Euro ist Things (iPhone/iPad/Mac) sicher eine der teuersten Todo-Listen, die es im App Store gibt. Los geht es bei 7,99 Euro für die iPhone-Version, ihr volles Potenzial entfaltet die App aber erst, wenn man sie auf mindestens zwei Geräten benutzt. Genau das habe ich in den vergangenen Wochen gemacht – und möchte euch heute meine Erfahrungen mitteilen.

Zunächst einmal muss man sagen, dass die Installation wirklich sehr einfach war. Dafür sorgt insbesondere auf dem Mac der App Store – obwohl es ja auch sonst auf dem Mac keine große Herausforderung ist, eine manuelle Installation durchzuführen. Danach ging es mit der Einrichtung weiter – auch das war kein großes Thema.

Einrichten braucht man eigentlich nur die Synchronisation, die nicht über die iCloud läuft. Dazu gibt man einfach eine funktionierende Mailadresse an und gibt danach den vierstelligen Code ein, der umgehend ins Postfach flattert. Auf den anderen Geräten muss man dann nur noch die Mailadresse angeben, um die Synchronisation scharf zu schalten.

Die Synchronisation selbst hat während der vergangenen drei Wochen wirklich klasse funktioniert. Die einzelnen Einträge werden beinahe in Echtzeit übertragen und tauchen sofort auf den anderen Geräten auf. Natürlich werden auch abgehakte Punkte sofort synchronisiert.

Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich Things auf dem iPad quasi nicht benutzt habe. Das lag jedoch nicht daran, dass die App schlecht programmiert oder unhandlich ist (ganz im Gegenteil), sondern eher an meinem Nutzungsverhalten: Unterwegs nutze ich das iPhone und Zuhause sitze ich entweder am Computer oder habe das iPhone in der Nähe. Falls es euch ähnlich geht, könnt ihr unter Umständen 15,99 Euro für die iPad-Version sparen.

Doch wie unterscheidet sich Things nun von anderen Apps? Für mich ist es unter anderem das einfache Erstellen von Aufgaben und die Möglichkeiten, verschiedene Listen zu verwalten. Wirklich klasse ist die Tatsache, dass das Programm die Aufgaben und Listen sogar eigenständig im Blick behält. Man muss quasi nur noch arbeiten.

So werden beispielsweise geplante Aufgaben, die am aktuellen Tag fällig sind, automatisch in den Ordner „Heute“ vorschoben. Ebenfalls praktisch find eich die voreingestellten Listen „Irgendwann“ und „Als Nächstes“. Es ist natürlich auch möglich, sich eigene Listen und Bereich zu erstellen. Wer viele Aufgaben gleichzeitig verwaltet, wird sich zudem über die integrierten Tags und die Volltextsuche freuen.

Damit man nicht den Überblick verliert, gibt es zudem ein Logbuch. Hier werden alle erledigten Aufgaben inklusive dem Datum, an dem man sie bewältigt hat, aufgelistet. So kann man auch im Nachhinein nachvollziehen, wann entsprechende Punkte abgearbeitet wurden. Am meisten habe ich diese wirklich überall zu findende Übersicht wirklich sehr toll gefunden – Things wirkt zu keinem Zeitpunkt überladen, obwohl es so viele Möglichkeiten bietet.

Insgesamt halte ich Things für eine wirklich komplette App, auch wenn die Bewertungen im App Store aktuell etwas durchwachsen sind. Das hat anscheinend mehrere Gründe, unter anderem wird die gestrichene WLAN-Synchronisierung kritisiert. Ich selbst möchte an dieser Stelle keine offizielle Wertung abgeben, weil Things wirklich sehr umfangreich ist und sich daher wohl auch nur an eine ausgewählte Zielgruppe richtet: Personen, die wirklich viel mit solchen Todo-Listen arbeiten und ihren Tag damit organisieren. Wer einfach mal ab und an eine Einkaufsliste erstellt, findet im App Store sicher günstigere Lösungen.

Kommentare 7 Antworten

  1. Interessanter Bericht.
    Synchronisiert das auch mit dem MS-Outlook, zusammen mit den anderen Daten aus dem Outlook?
    Und ggf. ohne umständliche Programminstallation, die dann wieder irgendwie nicht richtig funktioniert?
    Denn da verwalte ich meine Aufgaben, die hätte ich gerne auch auf dem Iphone.
    Danke für die Antwort!

    1. Ich empfehle die Appigo Todo Apps für iOS und Mac. Diese App ist leider bei iPhone und iPad separat erhältlich. Aber es gibt auch eine Mac App und durch iCloud synchronisieren alle drei Apps sogar kostenlos und schnell. Wie es mit Outlooksynchronisation ist, weiß ich nicht genau. Zumindest weiß ich, dass die Apps mit toodledo.com synchronisieren. Hoffentlich kann man Outlook so einstellen, dass es mit toodledo.com synchronisiert. Falls dies (sicherlich) möglich ist, ist das Problem mit Outlook und der Todo App mit iOS-Geräten auch gelöst.

      … aus Interesse googeln …

      Aha:
      http://www.toodledo.com/info/help.php?sel=117
      Man sollte halt des Englischen einigermaßen mächtig sein. Und toodledo.com ist zwar in der Basisversion gratis, aber für vollständige Synchronisation muss man leider zahlen (was aber nur 25€ oder 50€ für ein Jahr ist – erinnere mich nicht daran, weil die notwendige Synchronisation seit iOS 5 nun mit iCloud möglich ist).

  2. Die User-Ratings sind schlecht weil Things die meisten Anwender schon nach wenigen Tagen damit nervt das es keinen Spielraum lässt wie man es verwendet. Es gibt praktisch keine Form der Konfiguration. So zeigt zB. das Log nur ein Tagesdatum an und keine Uhrzeit. Wenn einem das nicht reicht, weil man zum Beispiel gerne seine Stundenabrechnung damit machen würde, hat man die teure Software umsonst gekauft. Die App sieht sehr hübsch aus, ist aber ein zäher Knochen der viel Frust verursacht. Einen Entwicklungsprozess gibt es so gut wie garnicht, und das trotz teilweise heftiger Kritik der User. Ich bin inzwischen mit Taskpaper ziemlich zufrieden, es ist aber auch ein ganz anderer Ansatz…

  3. Also ich nutze Errands, bietet nach dem, was ich gelesen habe in dem Artikel in etwa die gleichen Möglichkeiten, sieht nur nicht ganz so Schick durchgestylt aus…

    Vielleicht für den ein oder anderen ja nen Blick Wert!

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