Google Pixel 3: Kleiner Blick über den Tellerrand mit Googles neu vorgestelltem Smartphone

Auch wenn wir als Apple-Fans natürlich auf die Smartphones des Konzerns aus Cupertino setzen, lohnt es sich immer, einen Blick außerhalb des Apple-Universums zu erhaschen und zu gucken, was die Konkurrenz derzeit auf den Markt bringt.

Google Pixel 3

Neben dem wohl größten Konkurrenten Samsung mit der Galaxy- und Note-Modellreihe spielen auch die Hersteller Huawei und Google eine immer größere Rolle auf dem Markt für hochwertige Smartphones. Huaweis P20 Pro mit einer durch KI unterstützten Leica-Triple-Kamera oder dem bald erscheinenden Mate 20 Pro sollen dem iPhone XS/XR den Rang ablaufen, und auch Google mischt mit der Pixel-Reihe kräftig in diesem erbitterten Smartphone-Kampf mit.

Grundsätzlich bin ich persönlich für alle Systeme aufgeschlossen und nenne aktuell als Zweitgerät ein Honor 7x, das mit Android 8.1 und einer eigenen EMUI-Oberfläche aufwartet, mein Eigen. Ein Blick über den Tellerrand kann gewiss nicht schaden, zumal es auch im Android-System durchaus Features gibt, die man sich als Apple-Kunde wünschen würde. Daher schaue ich auch gerne einmal auf die Konkurrenz und lasse mich von Neuheiten und innovativen Funktionen beeindrucken. 

Google hat als Hardware-Hersteller in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, was neben der eigenen „Pixel“-Smartphone-Reihe auch an einigen Smart Home-Geräten und Streaming-Produkten wie dem Google Home und dem Google Chromecast gelegen hat. Mit dem Google Pixel 3 und dem etwas größeren Google Pixel 3 XL hat der amerikanische Tech-Konzern nun die neueste Generation der bekannten Smartphone-Reihe vorgestellt.

Das Google Pixel 3 verfügt so unter anderem über eine intelligente Kamera, die Schnappschüsse und Porträts noch einfacher einfangen kann, über einen verbesserten Zoom und über spezielle Selfie-Funktionen samt Freihandmodus verfügt. Ein fixierter Fokus und eine Videostabilisierung für die Frontkamera sollen für verwacklungsfreie und superscharfe Aufnahmen sorgen. Alle Fotos und Videos finden darüber hinaus ohne Speicherplatzbegrenzung in voller Auflösung in Google Fotos Platz.

Viele neue KI-Features und „Digital Wellbeing“

Google Pixel 3 2

Die künstliche Intelligenz nimmt insgesamt im Google Pixel 3 viel Platz ein: Mit Google Lens lassen sich beispielsweise Texte scannen und übersetzen, ähnliche Kleidungsstücke finden oder unbekannte Pflanzen und Tiere identifizieren, „ganz einfach durch langes Drücken des Kamerabildes in der Pixel 3-Kamera“, wie es im Blog von Google heißt. „Wenn ihr die Kamera auf beispielsweise eine URL, einen QR-Code auf einem Flyer oder eine E-Mail-Adresse auf einer Visitenkarte richtet, schlägt Google Lens die nächste Aktion vor, wie zum Beispiel einen neuen Kontakt erstellen.“ Zudem gibt es eine Anbindung an Google Assistant. 

Ähnlich wie es auch schon mit iOS 12 eingeführt wurde, verfügt das Google Pixel 3 über sogenannte „Digital Wellbeing“-Features, darunter ein Dashboard, um zu zeigen, wie lange man Zeit mit welchen Apps auf dem Smartphone verbringt und auch Zeitlimits zu setzen, einen Entspannungsmodus mit Graustufen im Display einzusetzen, und auch durch Umdrehen des Smartphones eine Funktion namens „Bitte nicht stören“ zu nutzen. 

Schnellladefunktion bringt 7 Stunden Laufzeit in 15 Minuten

Google Pixel Stand

Das Google Pixel 3 ist mit einer 18-Watt-Schnellladefunktion ausgestattet, die es dem Besitzer erlaubt, mit nur 15 Minuten Ladezeit bis zu sieben Stunden Akkulaufzeit zu generieren. Im Zuge der Veröffentlichung des Pixel 3 (XL) wird auch der neue Pixel Stand, eine QI-Ladestation, präsentiert. „Während des Aufladens mit Pixel Stand wird euer Gerät zu einem von Google Assistant unterstützten intelligenten Lautsprecher und Display, einem digitalen Bilderrahmen, einem Bedienfeld für euer Smart Home und mehr“, berichtet Google. „Mit dem Tageslichtwecker wird das Display über 15 Minuten hinweg langsam heller und simuliert so einen Sonnenaufgang. So ist ein sanftes Aufwachen garantiert.“

Auch die technischen Features können sich sehen lassen: Das Pixel 3 verfügt über eine 12,2 MP-Kamera, einen Snapdragon 845-Prozessor samt 4GB RAM, 64 bzw. 128 GB internen Speicher, einen 2.915 mAH-Akku, Bluetooth 5.0, ist nach IP68 staub- und wasserabweisend, läuft mit dem neuesten Android-Betriebssystem 9.0 Pie, und ist in den Displaygrößen 5,5“ (Pixel 3) bzw. 6,3“ (Pixel 3 XL) in jeweils drei Farben (Just Black, Clearly White und Not Pink) ausgeliefert. Als Ladestandard kommt USB-C zum Einsatz, mitgeliefert wird auch ein USB-C-Headset sowie ein USB-C Digital- auf 3,5mm-Klinken-Adapter. Beide Geräte sind außerdem mit Stereo-Frontlautsprechern ausgestattet und sind ab heute zum Preis von 849 Euro (Pixel 3) bzw. 949 Euro (Pixel 3 XL) im Google Store oder bei der Deutschen Telekom, Vodafone, MediaMarkt, Saturn, Mobilcom Debitel oder 1&1 vorbestellbar. Weitere Infos gibt es auf der Website von Google.

Kommentare 9 Antworten

  1. Es ist einfach mal schön das andere Mbiltelefone nicht einfach als Teufelszeug betrachtet werden! Auch andere bauen gute und teilweise bessere Geräte. Wobei für mich persönlich die Hardware nicht die erste Rolle spielt, die Sicherheit und die langen Updatezeiten des Betriebssystem sprechen für Apple.

    1. Da stimme ich dir zu. Interessant ist nur, wie im vergangenen Jahr das Design insbesondere Notch ins lächerliche gezogen wurde und nun munter kopiert wird ? so verkehrt kann der eingeschlagene Weg nicht sein

      1. Du sprichst mir aus der Seele. Alle haben sich über die „Teufelshörner“ oder ähnliche Synonyme lustig gemacht und jetzt hat sie jeder global Player.

  2. Nur weil andere ein schlechtes Design kopieren, macht es das nicht schöner. Die Displays sehen mit den Aussparungen einfach beschissen aus, da führt kein Weg dran vorbei.

  3. Und nein, selbst für 1500€ Cash auf die Kralle würde ich ein Android nicht auch nur nen Tag nutzen, reicht mir wenn ich die für andere einstellen soll. Grausam. Ist wie Windows – Lebenszeit-Verschwendung (Geld).

  4. Notch und schwarzer Balken unter dem Display ist sowas von Thema verfehlt…

    Ich frag mich nur wieso macht man sowas. Haben die den Sinn der Notch nicht verstanden oder was soll der Blech?

    Interne Hardware ist ja up to date aber Display geht mal so gar nicht.
    Ich liebe das vollflächige Display vom oberen Rand bis hin zum unteren Rand der Front ohne eine schwarze tote Fläche (abgesehen von der Notch)

    Da kann kommen was will aber sowas würd ich als Kunde einfach nicht mehr wollen.

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