HomePod: Apple gibt kleine Einblicke in die Entwicklungsarbeit des smarten Lautsprechers

In wenigen Tagen ist es soweit: Ab dem 9. Februar ist der Apple HomePod im Handel erhältlich – zumindest für Ansässige in den USA, Australien und Großbritannien.

HomePod Entwicklung 1

Schon jetzt gibt es erste Reviews von Vorab-Testern aus der ganzen Welt, die dem smarten Lautsprecher zwar eine eingeschränkte Konnektivität, dafür aber einen hervorragenden Klang bescheinigen. In Bezug auf letztere Eigenschaft hat Apple allem Anschein nach wirklich nichts dem Zufall überlassen – wie ein Artikel des Tech-Magazins The Loop nun aufklärt.


The Loop-Redakteur Jim Dalrymple wurde es gestattet, einen Blick in Apples eigenes Soundlabor in Cupertino zu werfen, und so herauszufinden, welche Kosten und Mühen das Unternehmen aufwendet, um Audioprodukte zu entwickeln und testen. Marketing-Leiter Phil Schiller erklärte dazu, „Dies betrifft alle Produkte, nicht nur den HomePod. Auch die Lautsprecher im iPhone, die Vierfach-Lautsprecher im iPad, alles, was wir im Mac verbauen, Mikrofone, AirPods, Siri und das Apple TV – an irgendeinem Punkt in ihrem Entstehungsprozess landeten sie hier.“

„Hier“ – damit ist das Apple’sche Soundlabor genannt, in dem viele Produkte auch mehrfach getestet werden, bis sie schlussendlich den Anforderungen ihrer Entwickler genügen. Kate Bergeron, Vice President Hardware Engineering bei Apple, erklärte gegenüber The Loop, dass das HomePod-Projekt bereits vor sechs Jahren gestartet sei. Man kann sich also vorstellen, wie oft der knubbelig-runde Lautsprecher das Interieur des Soundlabors gesehen hat.

Apple soll jedes Bauteil des HomePods selbst designt haben

„Wir haben uns gefragt, was müssten wir tun, um einen Lautsprecher so zu designen, dass er in jeden Raum gestellt werden kann, ohne dass dieser die Klangqualität beeinträchtigt?“, so Kate Bergeron. Angefangen mit einem kleinen, exklusiven Team, stießen bald immer mehr Entwickler hinzu, die sich um Themen wie drahtlose Verbindungen, Stromzufuhr, Wärme und Rechenleistung kümmerten. Jedes einzelne Bauteil des HomePods soll dabei von Apple selbst designt worden sein – sogar die Stoffummantelung, die klangdurchlässig, aber mit Apples Design-Standards konform gehen sollte.

HomePod Entwicklung 2

Das laut Gary Geaves, Senior Director Audio Design and Engineering bei Apple, „weltweit größte Akustik- und Audio-Team“ hat dazu auch die besten Möglichkeiten und Voraussetzungen. Apple baute speziell für die Entwicklung und Tests des HomePods eine schalldichte Kammer“, berichtet Jim Dalrymple. „Die Kammer reflektiert keinen Klang und ist echofrei – daher ist sie eine perfekte Umgebung zum Testen von Audio-Geräten.“ Die schalltote Kammer, die als eine der größten in den USA gilt, wurde in einen anderen Raum hinein gebaut und auf isolierende Federn gesetzt, so dass Vibrationen von außerhalb der Testumgebung ferngehalten werden.

Eine weitere Kammer wurde gebaut, um Spracherkennungs-Algorithmen zu entwickeln, so dass Siri den Nutzer auch in lauten Umgebungen erkennt. „In Bezug auf den HomePod erlaubt es Siri, zu erkennen, wenn zu ihr gesprochen wird, und das selbst, wenn Musik aus dem Lautsprecher dringt […]“, so Jim Dalrymple.

Testumgebung mit Schallkammer in absoluter Stille

Und auch die Lärmvermeidung mittels elektronischer Geräusche spielt eine große Rolle bei der Entwicklung. Eine eigens dafür gebaute Lärm- und Vibrationskammer mit besonders penibler Isolation erkennt auch die leisesten Töne, die von Produkten ausgehen. Unangenehme Betriebsgeräusche wie ein Summen oder Brummen, beispielsweise, wenn der HomePod betriebsbereit neben dem Bett steht, sollen so erkannt und ausgemerzt werden. Die schalldichte Testkammer wurde auf 28 Tonnen Beton gebaut und verfügt über 80 isolierende Lagerungen zwischen Beton und Kammer, um im Inneren für -2 dBA zu sorgen. Dieser Wert liegt unter der Grenze des menschlichen Hörens und garantiert absolute Stille.

Wie man sieht, hat sich zumindest in dieser Hinsicht die jahrelange Entwicklungsarbeit Apples gelohnt – die bisherigen Rezensenten loben vor allem den Klang des neuen HomePods. Auch wir werden am 9. Februar unser Exemplar direkt aus London abholen und euch dann mit allen weiteren Infos zum neuen smarten Lautsprecher versorgen. Fotos: Loopinsight.com

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