iPad kennenlernen: So läuft die Online-Session bei Apple

Was gut klappt und was noch verbessert werden sollte

Seit Ende Februar bietet Apple seine „Today at Apple“-Kurse auch in deutscher Sprache an. Die Online-Sessions gibt es zu den Themen iPhone, iPad und Mac. Die einstündigen Kurse sind kostenlos und richten sich vornehmlich an Nutzer, die gerade die ersten Erfahrungen mit dem jeweiligen Gerät sammeln. Wir haben einen der Kurse ausprobiert und wollen euch heute unsere Erfahrungen schildern.

Zunächst wollen wir aber erst einmal wissen, was Apple uns verspricht:


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Über die Today at Apple-Webseite könnt ihr ganz einfach eine Sessions zu dem Gerät auswählen, das euch aktuell interessiert. Rund um das iPad stehen aktuell drei Kurse zur Auswahl: 16. März zum 15:00 Uhr, 18. März und 17:00 Uhr und 24. März um 10:00 Uhr. Positiv bewerte ich die Tatsache, dass die Kurse nicht immer zur gleichen Zeit stattfinden – das erhöht die Chancen, trotz Arbeit oder sonstiger Verpflichtungen einen passenden Termin zu finden.

Teilnahme an einer Session können für Einsteiger zu kompliziert sein

Zur Anmeldung zu einem Kurs ist eine Apple-ID erforderlich. Was dann aber folgt, ist aus meiner Sicht so gar nicht Apple-like: Zum Start der Sessions gelangt man über den im Kalender hinterlegten Link nicht sofort zur Session, sondern muss sich erneut anmelden. Danach folgt die Weiterleitung zu einem Cisco Webex Meeting, bei dem man sich erneut mit seinen Daten anmelden und sogar ein Browser-Plugin installieren oder eine App herunterladen muss.

Für erfahrene Web-Nutzer ist das vielleicht eine kleine Hürde, für die Zielgruppe kann das aber zum Hindernis werden. So hat ein iPad-Neuling, dem ich während der Session über die Schulter geschaut habe, beim ersten Start der Webex-App auf dem iPad den Zugriff aufs Mikrofon nicht erlaubt – woraufhin zum Start der Session die Audio-Wiedergabe nicht funktionierte.

Datenschutz-konform sieht man während der Session übrigens nicht, welche Nutzer noch teilnehmen. Ebenso sind Mikrofone und Kameras der Nutzer deaktiviert, man hört also nur passiv zu. Es besteht aber jederzeit die Möglichkeit, über eine Chat-Funktion Fragen zu stellen – diese werden dann im Laufe der Session beantwortet. Sowohl im Rahmen der Präsentation selbst, als auch noch einmal im persönlichen Chat. Ein toller Service.

Im Online-Kurs selbst übernimmt ein Apple Genius das Wort und erklärt von A bis Z alles, was ein echter Einsteiger über das iPad wissen muss. Die ersten 20 bis 30 Minuten wird dabei absolutes Anfänger-Wissen vermittelt. Das mag im Apple Store, wo jemand gerade zum ersten Mal ein iPad in der Hand hält, durchaus Sinn machen. Bei einer Online-Sessions ist aber davon auszugehen, dass man im Vorfeld schon einmal den Home Button gedrückt, ein iPad entsperrt und eine App geöffnet hat. Hier sollten die Inhalte aus meiner Sicht etwas angepasst werden, denn gerade in den letzten 30 Minuten gibt es rund um die Themen Multitasking und Apple Pencil wirklich tolle und wertvolle Infos, bevor die Session dann abrupt zu Ende ist.

Was ich mir persönlich ebenfalls wünschen würde: Statt einer Bildschirmaufnahme sollte lieber eine externe Kamera direkt auf das iPad-Display gerichtet sein. So wäre es möglich, die Finger des Apple-Mitarbeiters zu sehen und einzelne Gesten noch besser nachvollziehen zu können.

Online-Kurse von Apple wären auch nach Corona eine tolle Sache

Das hört sich beim ersten Lesen vielleicht alles etwas negativ an. Trotzdem finde ich es klasse, dass Apple in Corona-Zeiten solche Sessions anbietet. Und eines möchte ich an dieser Stelle ganz deutlich sagen: Der Apple Genius hat einen wirklich tollen Job gemacht. Unaufgeregt und ruhig hat er alles absolut verständlich erklärt und sich die Zeit genommen, auf Nachfrage noch einmal eine bestimmte Funktion erneut zu erklären. Das kann in dieser Form und in dieser Qualität sicherlich nicht jeder. Unterstützt wurde er dabei von mehreren Mitarbeitern, die den Chat mit den einzelnen Teilnehmern im Blick hatten und Fragen an den Host weitergeleitet haben.

Und wer weiß? Vielleicht nimmt sich Apple die eine oder andere Anregung ja zu Herzen. Schließlich dürfen wir zum aktuellen Zeitpunkt davon ausgehen, dass wir noch ein paar Monate auf Sessions direkt im Apple Store verzichten müssen. Wobei ich auch kein Grund sehe, warum man solche Online-Kurse nicht auch nach Corona anbieten sollte.

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Kommentare 1 Antwort

  1. Wenn User eine App installieren und starten, dann sollte man schon wissen, was man da macht. Auch als Neuling. So neu ist das ganze ja nun doch nicht 😉

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