Kritik an AirPods Max: Besitzer beklagen Kondenswasser im Ohrhörer

Auch bei normaler Nutzung bemerkbar

Kaum sind die neuen Luxus-OverEar-Kopfhörer von Apple, die AirPods Max, auf dem Markt, gibt es schon die ersten Probleme. Diese beziehen sich nicht etwa auf eine schlechte Audio- oder Verarbeitungsqualität, sondern auf ein wirklich merkwürdiges Phänomen – Kondenswasser.

Nachdem der Twitter-Nutzer Donald Filimon einen entsprechenden Tweet im sozialen Kurzmitteilungsdienst abgesetzt hat, schauten offenbar zahlreiche Besitzer der AirPods Max ebenfalls genauer in ihre Ohrhörer. Sie alle beklagen eine Ansammlung von Kondenswasser im Inneren der Ohrhörer – und das bei normaler Nutzung, nicht etwa, weil man gleich nach der Dusche die Kopfhörer im heiß-warmen Bad aufgesetzt hatte.


Donald Filimon etwa erklärt, „Sie wurden nie in einer feuchten Umgebung verwendet. Das Wasser gelangt in das Innere der Treiber und hat Probleme bei der Ohrerkennung verursacht. Ich habe sie drinnen getragen, hauptsächlich am Schreibtisch sitzend, nichts Verrücktes. Ein sehr besorgniserregendes Problem.“

Während Filimon seine AirPods Max laut eigener Erklärung am Schreibtisch für mehr als 10 Stunden am Stück zum Hören von Musik verwendet hat, machte sich bei anderen Besitzern von Apples neuen Kopfhörern Kondenswasser schon nach wenigen Stunden Nutzung, beispielsweise beim Schauen eines 1,5-stündigen Films oder während eines Spaziergangs, bemerkbar. Auch die Farbe der AirPods Max scheint bei diesem Phänomen keine Rolle zu spielen.

Wie verbreitet das Problem ist, lässt sich gegenwärtig noch nicht abschätzen, allerdings ist mit eintretendem Kondenswasser eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Langzeitschäden gegeben. Habt ihr schon ähnliches bei euren AirPods Max bemerkt? Seid ihr betroffen?

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(Fotos: Twitter/Donald Filimon)

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Kommentare 30 Antworten

  1. Na wenn das kein Qualitätsproblem ist, was dann? Aber Apple wird einfach sagen: Tragen Sie die Kopfhörer nur max. 30 min. am Stück und lassen Sie sie dann trocknen. ???

  2. Leute das ist kein Kondenswasser, hierbei handelt es sich um das automatische Ohrenreinigungsprogramm, daß sich automatisch einschaltet.

  3. Das dürfte schon ein Problem für Apple sein. Tauwasser entsteht bei 100 % Luftfeuchte. Normalerweise sollten Kopfhörer so gebaut sein, dass die Feuchtigkeit im Ohrbereich durch den Hörer nach außen wegdiffundieren kann. In diesem Fall haben wir aber Aluminium (dampfdicht) und den Memoryschaum. Wenn der zu dicht ist, funktioniert das System physikalisch ganz einfach nicht. Ich würde auch gerne mal einen Blick hinter die gelochte Blende werfen. Da dürfte noch deutlich mehr Tauwasser vorhanden sein.
    Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Es sieht aber so aus, als ob die Dinger nicht von Leuten genutzt werden sollten, die zu verstärktem Schwitzen neigen. Ich vermute, dass Apple das Material des Memoryschaums tauschen oder das Aluminium lochen muss, um das Problem zu lösen.

  4. Das spiegelt wieder die Tests von Apple.
    Ich vermute mal dass Apple selbst Windows oder Linux bzw. Android Telefone und Zubehör verwendet. Denn wenn jemand seine eigenen Produkte verwendet wäre Hard- und Software nicht so mangelhaft wie in den vergangenen Jahren.

  5. Das ist kein Tauwasser sondern Kondenswasser was entsteht wenn warme und kalte Zone aufeinander prallen.
    Wenn man mit den Kopfhören in die Kälte geht dann wird das Metal Gehäuse kalt wie ein Eiswürfel und vom Ohr kommt Wärme. Dann entsteht eine Kältebrücke und dann Kondenswasser.
    Wahrscheinlich nur in Kalifornien getestet worden.

    1. Tauwasser und Kondenswasser beschreiben physikalisch dasselbe Phänomen und es gibt in der Physik keine Kältebrücken sondern nur Wärmebrücken und Tauwasser an einer ebenen Oberfläche wie den Aluminiumschalen hat auch nichts mit Wärmebrücken zu tun, die physikalisch betrachtet lokale Schwachstellen der Konstruktion darstellen….nun aber: Haarspaltmodus aus.
      Ansonsten ist das aber soweit korrekt und nur dadurch zu beheben, dass sich erst gar keine Luftfeuchten im Ohrhörer nahe 100 % einstellen. Das geht aber nur, wenn entsprechend durchlässige Materialien verbaut werden. Und da liegt wohl der Designfehler bei den Airpod Pros.
      Nebenbei muss man nicht mal in die Kälte gehen. Am Ohr ist es mit rund 35 °C Oberflächentemperatur deutlich wärmer als im Raum. Daher fällt da auch bei normaler Nutzung Tauwasser aus (Ich bleibe mal beim Begriff des Tauwassers, weil der Grenzwert ja auch Taupunkttemperatur genannt wird).
      Da hat Apple einfach gepennt, meiner Meinung nach.

  6. Bei 600 Euro Verkaufspreis musste man auf einige Tests verzichten, sonst wären die Kopfhörer noch teurer geworden. Ich hab da volles Verständnis für.

  7. Das kann ich nicht bestätigen, ich nutze die AirPods Max auch täglich und auch über mehrere Stunden am Stück. Ja, es wird schwitzig wie bei jedem anderen OverEar auch, aber so eine Nässe wie auf den Bilder kann ich nicht bestätigen. Entweder die Leute tanzen über Stunden hinweg mit den Kopfhörern oder sie sind im Winter oder bei großer Hitze damit draußen unterwegs. Natürlich dichten die AirPods Max wahnsinnig gut ab, sonst wäre dieses Klangbild nicht erreichbar, aber ich halte dieses „Problem“ für hausgemacht.

    1. „oder sie sind im Winter oder bei großer Hitze“
      Also bei einem 600 € teuren Kopfhörer erwarte ich schon, dass man ihn auch im Außenbereich nutzen kann und nicht nur innerhalb der eigenen vier Wände. Und dazu gehört nun mal, dass es draußen auch mal niedrige oder hohe Temperaturen gibt. Ich jedenfalls konnte meine Bose QuietComfort 15 bei jeglicher Außentemperatur tragen und es hat nirgendwo Wasser kondensiert. Vielleicht sollte wirklich mal wieder das uralte Prinzip „Form follows function“ in den Vordergrund rücken

  8. Das erinnert mich an eine kuriose Geschichte in Südostasien, in welcher aufgrund äußerlicher Einflüsse ein mit der Getreideart Oryza Sativer gefülltes, aus netzartigem Gewebe bestehendes Behältnis seinen Schwerpunkt so verschob, dass dieses seine Lage von einer vertikalen in eine horizontale wechselte.

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