MagSafe: 20W USB-C-Charger lädt iPhone mehr als doppelt so schnell auf

MagSafe benötigt 60 Minuten bis 50 Prozent

Der neue MagSafe-Ladeport von Apple hat durchaus seine Vorteile: Endlich wird das kabellose Laden durch Magnete vereinfacht und gleichzeitig auch schneller. Mit bis zu 15W wird ein verbundenes iPhone 12 (Pro) per MagSafe geladen. Nichts desto trotz ist es offenbar noch immer die beste Variante, das iPhone kabelgebunden aufzuladen, wenn man binnen kürzester Zeit möglichst viel Akkuleistung erhalten möchte.

Laut eines Reviews des iPhone 12 und iPhone 12 Pro des Wall Street Journals, das sich generell kritisch zu Apples MagSafe-Lösung äußerte, dauert das Aufladen auf 50 Prozent mit dem MagSafe-Anschluss am iPhone 12 mehr als doppelt so lange als bei der kabelgebundenen Variante mit einem 20W USB-C-Charger. WSJs Redakteurin Joanna Stern konnte ein komplett entleertes iPhone per USB-C in 28 Minuten auf 50 Prozent bringen, mit dem MagSafe-Anschluss dauerte es 60 Minuten für die gleiche Aufladung. Immerhin: Im Vergleich mit einem klassischen Qi Charger von Anker (90 Minuten für 50 Prozent) war die MagSafe-Lösung 30 Minuten schneller.


Beim MagSafe ist geschwindigkeitstechnisch noch Luft nach oben

Schon Kollege Fabian vermutete in dieser Woche, dass Apple mit dem MagSafe-Anschluss den ersten Schritt zu einer komplett kabellos aufzuladenden neuen iPhone-Generation gewagt hat. Wer weiß, vielleicht wird das iPhone 12s oder iPhone 13 im nächsten Jahr komplett auf einen Lightning-Port zum kabelgebundenen Aufladen verzichten? Schaut man sich jedoch die neue Lösung an, ist in Sachen Ladegeschwindigkeit definitiv noch Luft nach oben.

Beim Aufladen über Nacht dürfte diese Tatsache kaum eine Rolle spielen, wer jedoch möglichst schnell aufladen möchte, kommt bisher um einen kabelgebundenen Ladevorgang per USB-C-Charger nicht herum. Zudem spielt auch das Preisschild eine nicht unbedeutende Rolle: Das nur etwa einen Meter lange MagSafe-Kabel kostet bei Apple derzeit knapp 44 Euro und wird ohne Ladegerät ausgeliefert. Kleine USB-C-Charger mit 20W sind schon für unter 20 Euro, beispielsweise von Anker oder Aukey, zu haben – das passende Kabel liegt jedem iPhone 12 bei. Das komplette Review des WSJs könnt ihr abschließend unter diesem Artikel finden.

(Fotos: appgefahren/WSJ)

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Kommentare 11 Antworten

  1. Wenn das iPhone zu warm wird (normaler Gebrauch) wird der Ladevorgang extrem reduziert, bis schlussendlich sich der Batteriezustand nicht verändert. Hat mir heute eine von Apple Serviceline gesagt

        1. Ist es denn nur zu warm beim laden ansich oder wenn es benutzt wird beim laden? Es hilft meist wenn man das Gerät auf eine Glaßplatte legt (Glastisch). Bei mir hilft es.

          1. Ich benutz mein iPhone 11 Pro Max normal. Und es sollte laden währenddessen. Die Temperatur ist wie beim wireless charging normal höher …aber nicht heiß

  2. Nur mal nochmal auf die Physik hinzuweisen (fall jemanden die Ergebnisse überhaupt überrascht haben):

    – Bei der Leistungsangabe des Wirelesschargers wird nicht die Ladeleistung angegeben, sondern dessen Verbrauch. Das heißt der Charger verbraucht zB 15W. Bei einem Qi System kommt aber nur die Hälfte an (der Rest ist Wärme und sorgt für euren schnelleren Akkuwechsel 😉).

    – Beim Kabel, kommt praktisch alles mit minimalen Verlusten an. Da wird dann tatsächlich mit bis zu 20W geladen (was trotzdem nicht wirklich gut für den Akku ist).

    – Es werden hier also ~7W tatsächliche Ladeleistung mit 20W verglichen, was man an den Ergebnissen ablesen kann. Man lädt mit dem schnellsten Wirelesscharger derzeit etwa so schnell wie mit dem kleinsten mitgelieferten 1A Charger – wobei der jedoch den Akku nie erhitzt und man das iPhone ohne Einschränkungen während des Ladens auslasten kann.

      1. @auto: Dass das schnelle Laden und die Erwärmung dem Akku schadet, habe ich hier oft geschrieben. Das wollen aber die meisten nicht hören, oder es ist ihnen egal. Hauptsache alles geht schnell-schnell. Geduld ist eine Tugend 😉
        Ich habe irgendwann aufgehört das hier zu schreiben. Wen das interessiert, der weiß das bereits oder er recherchiert eigeninitiativ.

        Insofern danke @reg dass Du Dir nochmal die Mühe gemacht hast.

        1. Ich habe immer die Hoffnung, dass vllt jemand zufällig darauf stößt, der sich dann doch fragt, ob der kurze Handgriff zum Kabel wenige Zentimeter darunter, den ansonsten unnötigen Verschleiß und Stromverschwendung wert ist.

          Wie du sagst… solange es die Menschen aktiv akzeptieren, ist ja alles fein. Es soll sich nur nachher niemand wundern, wenn die Realität die Rechnung begleichen möchte, obwohl man sich die Technik aus der Werbung anders vorgestellt hat.

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