Quibi: Videostreaming-Dienst für das Smartphone soll 2020 mit Kampfpreis starten

Bisher teilt sich der Markt zwischen Amazon Prime Video und Netflix auf

Wer auf dem Videostreaming-Markt bestehen will, muss erst einmal an den beiden Platzhirschen Amazon Prime Video und Netflix vorbei. Kein leichtes Unterfangen also. Das noch junge Startup Quibi will dies ab April 2020 zunächst auf dem amerikanischen Markt, später dann wohl auch in Europa, versuchen. Hinter Quibi stehen zwei Menschen, die bereits über einiges an Erfahrung in der Digitalbranche gesammelt haben: Jeffrey Katzenberg, der Gründer von Dreamworks Animation und ehemaliger Chairman der Walt Disney Studios, sowie Meg Whitman, die vorher Chefin bei eBay und HP war. 

Um sich am hart umkämpften Markt durchsetzen zu können, muss neben hochwertigen Eigenproduktionen und ganz neuen, frischen Konzepten auch vor allem eines stimmen: Der Preis. In allen drei entscheidenden Bereichen will Quibi ansetzen und hat mit namhaften Regisseuren wie Guillermo del Toro („Hellboy“), Antoine Fuqua („Training Day“) und auch Steven Spielberg, der eine Horror-Serie beisteuern soll, bereits einige Schwergewichte an Bord. Für das Argument „hochwertige Eigenproduktionen“ dürfte daher gesorgt sein.

Abo-Preise sollen bei 5 USD/Monat starten

Auch mit ungewöhnlichen Konzepten will man bei Quibi bei den Nutzern punkten: Der Streaming-Dienst will sich vor allem auf eine Smartphone-Nutzung konzentrieren und neben kurzen Episoden dafür auch zwei Formate bereitstellen: Eines im Querformat, eines im Hochformat. Je nachdem, in welchem Format man streamt, wird man unterschiedliche Inhalte sehen, die einem durch den Bildausschnitt ansonsten verborgen geblieben wären. Um wirklich alles vollumfänglich sehen zu können, müsste man den Film oder die Serie zweimal ansehen – so können Zugriffszahlen in die Höhe getrieben werden.

In der günstigsten Variante soll Quibi laut eines Berichts von t3n lediglich 5 USD im Monat kosten, was deutlich unter den aktuellen Abo-Preisen von Netflix und Co. liegt. Allerdings wird man dann auch vor und nach jeder Episode mit eingeblendeter Werbung leben müssen. Ein höherpreisiges Abonnement von 8 USD/Monat verzichtet auf diese Einblendungen. Einen Nachteil hat Quibi aber: Im Vergleich zu universellen Plattformen wie Amazon Prime Video und Netflix, die sich auch auf Macs/PCs, Spielekonsolen, Tablets und Smart TVs nutzen lassen, soll der neue Streamingdienst lediglich auf dem Smartphone verfügbar gemacht werden. 

Der Start von Quibi ist für April 2020 in den USA angesetzt – wann der Dienst nach Deutschland kommen wird, ist bisher noch nicht bekannt. Auch auf der offiziellen Website des neuen Streaming-Services gibt es bisher kaum weiterführende Informationen.

Glaubt ihr, dass sich ein neuer Streamingdienst wie Quibi mit seinem Konzept und den angegebenen Abopreisen in Deutschland durchsetzen könnte? Könnt ihr euch für die Formate begeistern? Wir freuen uns auf eure Meinungen zu diesem Thema.

Kommentare 10 Antworten

  1. Für gute Serien kann ich mich immer begeistern. Allerdings nicht auf dem Smartphone und schon gar nicht im Hochformat 😅 wer kommt denn auf so einen Unfug?

      1. Ihr wisst schon, dass Ihr hier Bildformat mit Sendeformat verwechselt und ihr wisst auch, dass inzwischen sowieso auch Rotation auf Phones möglich ist? 🤫

          1. Hatte ich im Prinzip gemeint 👍🏼, aber dabei den Abschnitt überlesen, der beschreibt, dass Rotation ausgeschlossen wird. 👎🏼 Nehme alles zurück!

  2. Wird gnadenlos scheitern. Kommt ja noch Apple TV+ sowie Warner und Disney mit ihren eigenen Plattformen. Da steht der hier genannte Dienst aber ganz hinten an.

    1. Auf Disney+ freue ich mich im nächsten Jahr noch 😄 die haben ja die Rechte von 20th Century Fox seit geraumer Zeit. Simpsons, Family Guy und Co. 😂🙈

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