Scrivener 3: Textverarbeitungs-Tool erhält großes Versions-Update für macOS

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Mel 22. November 2017, 20:10 Uhr

Nicht jeder macOS-User kann sich beim Verfassen von Texten mit Pages, Word und Co. anfreunden. Als Alternative gibt es bereits seit längerem die App Scrivener.

Scrivener 3

Neben einer iOS-Variante (App Store-Link), die aktuell zum Preis von 21,99 Euro im App Store erhältlich ist, lässt sich Scrivener von der Website der Entwickler auch in einer macOS- und Windows-Version herunterladen. Für die Desktop-Anwendungen sind außerdem kostenlose Testversionen vorhanden, so dass sich das Textverarbeitungs-Tool vor einem Kauf problemlos auf Herz und Nieren prüfen lässt.

Das Entwicklerstudio von Literature & Latte, die für Scrivener verantwortlich sind, haben ihre macOS-Anwendung nun einer kompletten Überarbeitung unterzogen und viele neue, praktische Features in Version 3.0 ihrer App integriert. Im Zuge dessen wird man für die Mac-Anwendung nun auch erneut zur Kasse gebeten. Neue Kunden zahlen einmalig 45 USD (ca. 38,30 Euro), Bestandskunden können für 25 USD (ca. 21,30 Euro) auf die neue Version upgraden. Studenten und andere Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen erhalten die App mit entsprechendem Nachweis für 38,25 USD (ca. 32,50 Euro) auf der Website der Entwickler. Wer Scrivener 2 für macOS nach dem 20. August dieses Jahres erworben hat, erhält ein kostenloses Update auf Scrivener 3.

Moderneres Interface und Schreibstatistiken

Zu den Verbesserungen und Neuheiten in Scrivener 3 zählt ein überarbeitetes Interface, das nun in einem moderneren Look daher kommt. Vor allem beim Erstellen von neuen Schriftdokumenten gibt es einige Änderungen, die die Nutzung einfacher, aber gleichzeitig auch flexibler gestalten soll. Das entsprechende Fenster wurde neu designt und präsentiert dem User nun Formatierungs-Optionen beim Export eines Projekts, eine Vorschau und weitere Einstellungen. Mit diesem gradlinigen System sollen sich sowohl neue Nutzer schneller zurecht finden können, als auch ein schneller Zugriff auf erweiterte Funktionen möglich sein.

Weiterhin gibt es ab sofort eine Export-Unterstützung für das ePub 3-Format sowie eine erweiterte Kompatibilität mit den eBook-Dateien des Kindle-Systems. Für übergreifende Möglichkeiten sorgen neue Lesezeichen-Features im sogenannten „Inspector“-Fenster: Dokumente können mit anderen Projekten verlinkt werden, die sich auch an anderen Orten lokal auf dem Mac, oder auch online befinden können. Weitere Neuheiten sind Multiple-Choice-Listen und anpassbare Checkboxen, eine Schnellsuche in Projekten, eine erweiterte Touch Bar-Navigation sowie Schreibstatistiken. Unter der Haube wurde Scrivener dank eines überarbeiteten Codes für 64-Bit-Systeme darüber hinaus noch schneller, stabiler und zukunftssicherer gemacht.

Welche Textverarbeitungs-Apps nutzt ihr unter iOS und/oder macOS? Reicht euch Apples Schreib-Tool Pages, oder setzt ihr auf die Microsoft-Suite? Kommen ganz andere Anwendungen zum Einsatz, und wenn ja, für welche spezifischen Zwecke nutzt ihr sie? Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen und Meinungen.

Scrivener
Entwickler: Literature & Latte
Preis: 21,99 €

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Kommentare6 Antworten

  1. bloxmox sagt:

    Ich nutze mittlerweile nur noch Pages. Meine Briefbögen etc. habe ich alle problemlos erstellen können. Gerade auf dem iPhone X kann ich so auch mal eben schnell einen kurzen Geschäftsbrief aufsetzen und als Fax versenden. Hierfür verwende ich ein Fax2Mail und Mail2Fax Gateway.

    Als ich 2012 auf den Mac umgestellt habe, nachdem ich ca. 25 Jahre mit Windows gearbeitet habe, blieb ich Word für Mac treu. Gerade aber die iOS Version war für mich nicht mehr ganz so komfortabel. Hier kann ich nämlich keine selbst gestalteten Vorlagen in einer Übersicht einblenden und auswählen. Ich musste immer über einen Dateimanager gehen.

    Zudem kostet iWorks nichts.

  2. Rorest sagt:

    Ich benutze auch nur noch Pages obwohl ich von der Windows-Welt komme und jahrelang Microsoft Office benutzt habe.
    Pages ist sehr umfangreich und auch für div. Layoutprojekte ganz passabel. Serienbriefe schreibe ich Privat nicht.
    Außerdem ist MS Office zu teuer.

  3. filo22 sagt:

    Hatte Office 365, lohnt sich aber nicht für mich. Für literarisches Schreiben nutze ich Skrivener, Papyrus Autor und Patchwork.

  4. MonkeyMe sagt:

    Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass auch die Website von Literature & Latte ein komplett neues Design spendiert bekam und dass die Windows-Version von Scrivener in Version 3 (die 2 wird übersprungen) ebenfalls in Arbeit ist und bald erscheinen soll. Ich nutze Scrivener seit 2011 für umfangreiche Projekte und InDesign. Für den alltäglichen Gebrauch und beruflich kommt MS-Office zum Einsatz.
    Für besonders erwähnenswert halte ich aber die Tatsache, dass dies das erste bezahlte Update seit 2011 ist und selbst der Update-Preis ist mehr als moderat. Andere Software-Schmieden die längst schon zum Abo zwingen sollten sich mal eine große Scheibe von Lit’n’Lat abschneiden. So erzeugt man Kundenbindung!

  5. Axcel sagt:

    Privat nutze ich hauptsächlich Pages und auch Numbers, da es für meine privaten Sachen ausreicht… Wenn ich etwas komplexere Sachen zu erledigen habe, nutze ich die Libre Office Suit, da diese besonders bei Tabellen etwas mehr zu bieten hat. Für arbeiten in der Uni und komplexere Schriftstücke benutze ich Latex… MS Office bekomme ich eigentlich über die Uni umsonst, trotzdem nervt mich das ganze eigentlich mehr als das es mir einen Mehrwert bietet…

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