SKRWT: Endlich ein Foto-Tool, das perspektivische Verzerrungen korrigiert

Snapshots mit iPhone und Co. sind eine feine Sache. Aber sie bergen auch einige Nachteile, die SKRWT zu korrigieren versucht.

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Bedingt durch die relativ weitwinkligen Linsen heutiger Smartphones und Tablets sieht man den geschossenen Fotos schon auf Anhieb an, dass sie mit einem solchen entstanden sind. Perspektivische Verzerrungen samt stürzender Linien oder im Eifer des Gefechts entstandene schiefe Horizontlinien gehören auf iPhone und Co. leider zum Alltag. Die Macher von SKRWT, selbst passionierte Fotografen und Instagram-Anhänger, haben daher ein Tool geschaffen, das diese Probleme behebt.

SKRWT (App Store-Link) ist eine App, die zum Preis von 1,79 Euro auf eure iPhones oder iPod Touch geladen werden kann. Für die Installation sollten sich mindestens iOS 6.0 sowie knapp 4 MB an freiem Speicherplatz auf dem iDevice befinden. Auch wenn SKRWT bisher nur in englischer Sprache vorliegt, ist man nicht von Fremdsprachenkenntnissen abhängig, da fast alle Interaktionen über Symbole geschehen.

Die seit dem 23. Mai im deutschen App Store erhältliche SKRWT-App, nach meiner Vermutung nach eine lautmalerische Abkürzung für „screwed“, hilft iPhoneografen, noch mehr aus ihren Bildern herauszuholen. So lassen sich in SKRWT entweder Fotos direkt mit der Kamera schießen, oder auch Exemplare aus der Camera Roll importieren. Komischerweise klappte es bei mir nicht, ein bestimmtes Foto aus einem Fotostream zu importieren – Bilder aus der Camera Roll stellten jedoch kein Problem dar.

SKRWT setzt ganz auf Hilfslinien

In SKRWT finden sich gleich mehrere Tools, um perspektivische Verzerrungen anzupassen. Im Profibereich gibt es dafür sogenannte Tilt-/Shift-Objektive, die ein Verschieben („Shift“) oder Verschwenken („Tilt“) des Linsensystems gegenüber der Filmebene ermöglicht. Mit einer einfachen Linse wie die der iDevices sind solche Korrekturen hardware-seitig natürlich nicht möglich, so dass auf Software-Lösungen wie die von SKRWT zurückgegriffen werden muss.

Neben einer Anpassung der Horizontlinie, beispielsweise, wenn man am Meer mal wieder zu schnell auf den Auslöser gedrückt hat, bevor das Bild gerade ausgerichtet war, gibt es auch die Möglichkeit, sowohl eine horizontale als auch vertikale perspektivische Verzerrung auszugleichen. Insbesondere bei Architektur-Shots, wie etwa bei Straßenschluchten mit vielen Hochhäusern, ist solch eine Option nützlich.

Zudem stellen die Entwickler von SKRWT eine Auswahl von verschiedenen Gitternetzlinien zur besseren Anpassung bereit, ebenso wie ein Crop Tool, sprich, eine Option, das Foto exakt zuzuschneiden. Wer mag, kann auch eine kleine abdunkelnde oder aufhellende Vignettierung an den Fotorändern hinzufügen. Andere Bearbeitungsmöglichkeiten bietet SKRWT leider nicht, aber für diese Zwecke gibt es auch gefühlt Tausende andere Apps, die diese Aufgaben übernehmen. Zum Preis von 1,79 Euro kann man als iPhone-Fotograf, der sich an stürzenden Linien und schiefen Horizontlinien stört, mit dieser App nichts verkehrt machen.

Kommentare 5 Antworten

    1. Argh. Das ist das Los einer App-Redaktion.

      Als ich den Artikel heute Mittag geschrieben und mir die App vorher geladen habe, lag der Kaufpreis definitiv noch bei 89 Cent.

      Werde das im Artikel abändern, danke für die Hinweise.

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