Spotify: Weiterer Fokus auf Podcast-Geschäft mit neuen Akquisitionen

Übernahme von zwei Analyse-Firmen

Der Musikstreaming-Dienst Spotify (App Store-Link) hat in den vergangenen Wochen vor allem im hauseigenen Podcast-Bereich für einige Schlagzeilen gesorgt. Das Unternehmen musste mit deutlicher Kritik von Musikern und Musikerinnen leben, als man keine klare Stellung zu einem Podcast von Joe Rogan bezog, der Falschinformationen zur Coronavirus-Pandemie verbreitete. Künstler wie Neil Young und Joni Mitchell wollten daraufhin ihre Inhalte bei Spotify aus Protest entfernen.

Dass Spotify das eigene Podcast-Geschäft weiterhin forcieren will, macht sich nun in zwei Akquisitionen des schwedischen Konzerns bemerkbar. Spotify hat verlauten lassen, dass es die beiden Firmen Chartable und Podsights übernommen hat. Die beiden Unternehmen sind laut 9to5Mac „zwei der beliebtesten und leistungsfähigsten Podcast-Analyse- und Werbetools auf dem Markt.“


Spotify äußerte sich in einer Mitteilung zu den Vorteilen der beiden akquirierten Firmen:

„Podsights ist ein führender Podcast-Werbemessungsdienst, der Werbetreibenden hilft, ihre Podcast-Werbung besser zu messen und zu skalieren. Chartable ist eine Podcast-Analyseplattform, die es Publishern ermöglicht, ihr Podcast-Publikum durch Tools für Werbeattribution und Publikumseinblicke zu kennen und zu vergrößern.“

In Zukunft will Spotify die Technologien der übernommenen Unternehmen allerdings für mehr als nur für Podcast-Werbung verwenden. „Im Verlauf der Zeit“ sollen „diese Messmöglichkeiten“ auch auf Audio-Werbeanzeigen für Musik sowie auf Video- und Display-Werbung ausgeweitet werden.

„Mit der Übernahme von Chartable werden wir die Megaphone-Tools durch die Integration der Chartable-Tools SmartLinks und SmartPromos weiter ausbauen. Diese Tools werden es den Verlagen erleichtern, die Erkenntnisse über die Hörerschaft in die Tat umzusetzen und ihre Hörerschaft zu vergrößern, während sie gleichzeitig ihr Geschäft ausbauen.“

In der Vergangenheit hatte Spotify bereits weitere Firmen über die Ausweitung des Podcast-Geschäfts übernommen, darunter das Podcast-Hosting-Unternehmen Megaphone und die Podcast-Erstellungs-Plattform Anchor. Im Vergleich zu Apple verfolgt Spotify im Podcast-Bereich einen rigorosen und aggressiveren Ansatz. „In der Tat sind viele der Funktionen von Chartable und Podsights Funktionen, die die Apple Podcasts-Plattform absichtlich nicht bietet, um einen RSS-basierten, unbürokratischen Ansatz für Podcasting beizubehalten“, erklärt dazu auch das Team von 9to5Mac.

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Entwickler: Spotify Ltd.
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Kommentare 2 Antworten

  1. Das wird nicht funktionieren.

    Eine Podcast Folge hört man 1x-2x.

    Die sollten lieber Indie Künstler verpflichten oder die Podcasts wie eine Art Patreon Partner vertreiben (exklusive Inhalt anbieten oder Anteil des Gewinnen teilen)

  2. Also wenn Spotify sein Podcast Geschäft weiter ausbauen will, werden sie mich als Kunden nach vielen Jahren auf jeden Fall verlieren. Ich teste grade Deezer und bin wirklich angetan.

    Ich habe noch nie und werden auch keinen Podcast auf Spotify hören und würde mir wünschen, dass man den Mist in der App einfach mal ausblenden kann…was aber wohl nie passieren wird, wenn man sich diesen Beitrag in deren Forum mal ansieht. Mittlerweile 100 Seiten und alle wollen das Gleiche. Kein Podcast gespamme in der App.

    https://community.spotify.com/t5/Live-Ideas/All-Platforms-Podcasts-Option-to-disable-or-hide-podcasts/idc-p/5344780#M240365

    Dieser Laden wird mir mit all seinen Sachen wie fehlende HomePod Integration, fehlendes AirPlay2, wirklich schlechte Audio Qualität usw. immer unsympathischer.

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