Tolino Page: Neuer Konkurrenz für den klassischen Kindle vorgestellt

Die großen deutschen Buchhändler und die Telekom haben einen neuen eBook-Reader auf den Markt gebracht: Wir liefern euch die wichtigsten Informationen rund um den Tolino Page.

Tolino Page

Mein Kollege Frederick lässt es sich heute an seinem Ehrentag noch mal richtig gutgehen und macht sich morgen auf in seinen wohlverdienten Urlaub. Und was darf da nicht fehlen? Richtig: Ein eBook-Reader. Freddy hat einen Tolino Shine 2 HD im Einsatz, der im Handel rund 119 Euro kostet. Falls euch das für ein digitales Lesegerät zu viel ist, gab es bislang vor allem eine bekannte Alternative: Den Amazon Kindle. Erst in der vergangenen Woche wurde die neueste Generation des günstigsten Modells vorgestellt, die Auslieferung erfolgt am Ende Juli.

Auch die Telekom und die großen deutschen Buchhändler wie beispielsweise Thalia haben erkannt, dass ihnen ein günstiges Gerät für Einsteiger fehlt und liefern genau das jetzt nach: Seit heute kann der neue Tolino Page für 69 Euro gekauft werden. Rein von den technischen Daten tut sich im Vergleich zum klassischen Kindle nichts, allerdings gibt es einige interessante Unterschiede.

Da wäre zum Beispiel der Preis. Eigentlich kostet der Kindle mit 69,99 Euro nicht viel mehr, in diesem Fall muss man aber mit Werbung leben, die auf dem Sperrbildschirm angezeigt wird. Wer das nicht möchte, muss 79,99 Euro auf den Tisch legen – und das sind immerhin fast 16 Prozent mehr. Der zweite große Unterschied: Beim Kindle legt man sich auf Amazon als einzigen Anbieter fest und muss eBooks aus anderen Quellen am Computer konvertieren. Beim Tolino Page hat man die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern und kann auch Bücher aus Onleihe & Co. ohne großen Aufwand lesen.

Tolino Page: Deutliche Abstriche in Sachen Technik

Allerdings sollte auch beim Tolino Page klar sein, dass man für 69 Euro keine hochmoderne Technik bekommt. So löst das 6 Zoll Große Display mit 167 ppi nicht so hoch auf wie es bei den großen Brüdern der Fall ist. Das Schriftbild ist damit nicht so scharf wie bei den teureren Geräten, die auf 300 ppi kommen. Zudem fehlt beim Tolino Page eine integrierte Beleuchtung, im Dunkeln kann also nicht gelesen werden.

Mit seinem grauen Gehäuse bewegt sich der Tolino Page farblich ziemlich genau zwischen dem weißen und schwarzen Kindle. Abgesehen davon fällt vor allem der deutlich breitere Rahmen an der Unterseite des Displays auf, wobei ich hier die Worte besser oder schlechter nicht unbedingt in den Mund nehmen würde – denn der breitete Rahmen kann durchaus helfen, das Gerät leichter in der Hand zu halten.

Die Frage aller Fragen: Neben dem iPhone oder iPad lieber einen günstigen eBook-Reader kaufen oder etwas mehr investieren? Klar ist: Selbst mit dem Tolino Page ist das Leseerlebnis besser als beispielsweise mit dem iPad, hier sind Display-Technik und Gewicht die entscheidenden Faktoren. Am Ende sind es aber auch nur rund 50 Euro, die man für ein besseres Gerät wie den Tolino Vision 2 HD oder Kindle Paperwhite investieren müsste.

Kommentare 4 Antworten

  1. Ich würde mir keinen Kindle mehr kaufen. Der Tolino ist sehr gut (zumindest der teurere). Bei amazon begibt man sich in Abhängigkeit. Meine Sympathie für das Unternehmen ist im Keller. Die sperren immer mehr Kundenkonten.

  2. Ist der „neue“ Page nicht der alte Shine mit neuem Gehäuse?
    Ich hab den – und der hat sogar Beleuchtung … Könntet ihr das mal recherchieren?

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