App-Tracking unter iOS 14.5: So viele Nutzer erlauben das Tracking

Neue Daten von Flurry Analytics

Mit iOS 14.5 hat Apple eine neue Tracking-Option in das Betriebssystem integriert, die mehr Kontrolle über die eigenen Daten geben soll. So kann man selbst entscheiden, welche App Daten an Dritte weitergeben darf. Das von Apple als ATT (App Tracking Transparency) bezeichnete Feature kann auf dem iOS-Gerät unter Einstellungen -> Datenschutz -> Tracking wahlweise aktiviert bzw. deaktiviert werden. Von Apple heißt es dazu:

„Wenn du in das Tracking deiner Aktivitäten einwilligst, kann die App erlauben, dass von der App über dich oder dein Gerät gesammelte Informationen (beispielsweise eine Benutzer- oder Geräte-ID, die aktuelle Werbe-ID deines Geräts, dein Name, deine E-Mail-Adresse oder andere von dir bereitgestellte Daten, die dich identifizieren) mit Informationen, die Dritte über dich oder dein Gerat gesammelt haben oder die mit Apps, Websites oder Eigentum Dritter gesammelt wurden, kombiniert werden.“

Die Experten von Flurry Analytics haben nun spannende Daten bereitgestellt, die sie über mehr als eine Million Mobilanwendungen sammeln konnten und hochgerechnet Einblicke in zwei Milliarden Mobilgeräte liefern können. Für das neue iOS 14.5 bzw. 14.5.1 stellt das Team täglich die sogenannte Opt-In-Rate, also die Anzahl der iOS-Nutzer, die dem App-Tracking zugestimmt haben, zur Verfügung, sowohl in Prozentzahlen für die USA als auch weltweit.


Spannend in diesem Zusammenhang ist der Unterschied der Opt-In-Rate zwischen iOS-Nutzern weltweit und in den USA. Während die Zustimmungsrate weltweit in der ersten Woche nach dem Release von iOS 14.5 zwischen 11 und 13 Prozent schwankte, wurde das App-Tracking von US-Nutzern in der ersten Woche nur von 2 bis 5 Prozent der iOS 14.5-User aktiviert. Die maximale Opt-In-Rate für das App-Tracking lag weltweit laut Flurry Analytics am 2. Mai, also eine Woche nach Veröffentlichung der neuen iOS-Version, bei 13 Prozent.

Nichtsdestotrotz sind diese Opt-In-Raten erwartungsgemäß niedrig. Flurry Analytics prognostiziert dazu, „dass dieser Wandel Herausforderungen für personalisierte Werbung und Attribution mit sich bringt und sich auf die 189 Milliarden Dollar schwere mobile Werbeindustrie weltweit auswirkt.“ Die Zahlen zum App-Tracking in iOS sollen von Flurry Analytics in Zukunft regelmäßig aktualisiert werden.

Grafik: Flurry Analytics.

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Kommentare 11 Antworten

        1. Was bringen denen denn die alten Daten? Wenn du heute nach ner Klobrille suchst, möchte man dir passende Werbung unterbreiten. Wenn du vor 5 Jahren nach ner Klobrille gesucht hast, dann wirst du sicher nicht zufrieden sein, wenn man dir heute eine in der Werbung anzeigt. Und auch der Werbende möchte passend werben und nicht in blaue hinein

  1. Ob ich nun Werbung erhalte oder personalisierte Werbung: WERBUNG IST WERBUNG… und umgekehrt sieht es bei den Tech-Firmen doch genauso aus: ob sie nun die Werbung zielgerichtet streuen oder weit verbreitet, WERBUNG IST WERBUNG. Und da ich so oder so Werbung erhalte, kann ich das App-Tracking auch deaktivieren. Hätte ich einen echten Mehrwert, könnte man drüber diskutieren.

    1. Das mag für das, was du siehst und ignorierst so sein. Den Unterschied machen die Daten, welche du den Firmen zur Verfügung stellst und die weiterverkauft werden. Und plötzlich fragst du dich, warum dich z.B. ein Kredit mehr kostet oder du bei einer Versicherung abgelehnt wirst.

  2. Die Zahlen wären andersrum wenn die Funktion mit Auslieferung im Standard aktiviert worden wäre.

    Ich denke viele sind sich der neuen Funktion gar nicht bewusst.

  3. İnteressant, dass eine Firma eine Erhebung über das Tracking macht, mittels Tracking. Und: Apple ist nicht der Samariter, den viele sehen. Apple versucht das Tracking einzuschränken, weil sie keine Möglichkeit haben, daran zu verdienen und v.a. weil Facebook Milliarden umsetzt und Apple keinen Cent von denen bekommt.

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