djay: DJ-Software jetzt mit Pro AI-Feature für noch mehr Mixing-Optionen

Großes Update auf Version 3.5

Die Entwickler von Algoriddim sind seit Jahren für ihre DJ-Software djay (App Store-Link) bekannt, die sich auf iPhones, iPads und die Apple Watch herunterladen lässt. Seit Jahresbeginn gab es einige Neuheiten von djay zu vermelden, unter anderen wurde zum einen Tidal und SoundCloud integriert, allerdings auch ab Juli 2020 die Spotify-Anbindung entfernt. Seit Ende 2018 finanziert sich auch djay über ein kostenpflichtiges Abonnement für die Vollversion der App, das mit 4,99 Euro/Monat bzw. 39,99 Euro/Jahr zu Buche schlägt.

Mit dem Abo gibt es kostenlosen Zugriff auf eine App und deren Basis-Funktionen. Dazu zählen unter anderem unter anderem der Mixer mit zwei Decks, Zugriff auf die iTunes-Bibliothek und die wichtigsten Werkzeuge mit diversen Effekten. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen: Mit der Basis-Version kann man bisher auch auf Spotify zugreifen, sofern man dort ein Premium-Abo abgeschlossen hat. Wie oben bereits erwähnt, wird dieser Support aber im nächsten Monat eingestellt. In der Pro-Version der djay-App gibt es bis zu vier Decks gleichzeitig und zahlreiche weitere Extras, unter anderem mehr als 1 GB Inhalte mit Loops, Effekten und Samples.


Gesang, Schlagzeug und Instrumentals in v3.5 isolieren

Mit dem nun erschienenen großen Update auf Version 3.5 von djay haben sich die Entwickler von Algoriddim etwas ganz Neues ausgedacht. Ab sofort hält die djay Pro AI-Funktion Einzug in die DJ-App. Dazu heißt es von den Machern im Changelog: “Eine revolutionäre Technologie zum Dekonstruieren und Mischen von Musik auf der Basis modernster KI. Isoliere Gesang, Schlagzeug und Instrumental in Echtzeit – zum ersten Mal überhaupt!” Die Möglichkeiten und Neuheiten von v3.5 werden wie folgt beschrieben:

  • Neural Mix: Isolieren Sie Gesang, Schlagzeug und Instrumental
  • AI Waveforms: Siehe Gesang, Schlagzeug, Instrumente nebeneinander
  • UI-Aktualisierung
  • Verbesserte Automix AI mit Neural Mix-Übergang
  • Neuer Dunkelmodus für Wellenformen im 2-Deck-Modus
  • Sequenzrekorder – jetzt im klassischen Modus verfügbar
  • Neue Vollbild-Wellenformen im 2-Deck-Modus und erweiterter Bildschirm im Videomodus (einfach das Bibliotheks- / Mixer-Symbol umschalten, um große HD-Wellenformen und Videos anzuzeigen)
  • Verbesserte Barrierefreiheit / VoiceOver-Integration für Neural Mix
  • Verbesserte Unterstützung für Magic Keyboard
  • Zahlreiche neue Funktionen, Korrekturen und Verbesserungen

Wichtig zu wissen: Für die Neural Mix-Funktionen bedarf es eines Pro-Abonnements. Zudem sollte man für die beste Performance beim Neural Mix über ein iOS-Gerät mit einem A12-Chip oder neuer verfügen. Dies sind unter anderem das iPhone XS oder neuer, iPhone SE (2. Generation), iPad Pro 11, iPad Pro 12,9, iPad Air (3. Generation) und iPad mini (5. Generation). Das Update selbst steht allen Usern von djay ab sofort gratis im App Store zur Verfügung, ein abschließendes YouTube-Video zeigt erste Eindrücke der neuen Features.

‎djay - DJ App & Mixer
‎djay - DJ App & Mixer
Entwickler: algoriddim GmbH
Preis: Kostenlos+

Kommentare 4 Antworten

  1. Gibt es eigentlich noch einen „einfachen“ (bzw. überhaupt einen ) Mischer mit Spotifyintegration und ohne Abo? Kann mich noch an so manche bierselige Spontanparty erinnern, wo genau diese App gute Dienste geleistet hat.

    Durch das Abomodell (dazu nutzte ich sie viel zu selten) und den „Rauswurf“ von Spotify ist die App jetzt (vermutlich nicht nur für mich) grundsätzlich vollkommen nutzlos und daran ändert auch die Integration irgendwelcher tollen (Pseudo) „Features“ absolut nichts: Fürn Auto, das nicht fährt, brauch ich keine elektrischen Fensterheber…

    So oder so ist mir die Zielgruppe für diese App(s) nicht klar: Wer die Sache halbwegs ernsthaft bis professionell betreibt, baut sein Set doch nicht mit solchen Apps, sondern benutzt Traktor, Pioneer oder die anderen „üblichen Verdächtigen“ (allein schon wegen der Kompatibilität)? Wer nur mal „reinschnuppern“ will, schließt auch kein Abo ab und wer (nicht böse gemeint….) „blutiger“ Anfänger ist, kommt mit den gebotenen (bei den Profis abgeschauten) Features eh nicht klar und löscht die App direkt wieder.
    Wer ist also die Zielgruppe (und die Frage ist jetzt durchaus ernst gemeint)?

    1. Nach ein wenig Recherche hat sich meine Eingangsfrage leider erübrigt:

      „Spotify will no longer work with third-party DJ apps starting on July 1st, 2020. A Spotify representative confirmed the news to The Verge.“

      Ich könnte mir vorstellen (und hatte so was in der Art auch mal irgendwo gelesen), dass es Problem mit den Lizenzgebern der Musik (Musikindustrie) gibt, da Spotify nicht kommerziell verwendet werden darf und man Spotify aufgefordert hätte, eine Integration in potentiell gewerblich genutzter Software zu unterbinden, bzw. zumindest nicht aktiv zu unterstützen, was man durch das Kappen der Schnittstelle aber mal „ganz sauber“ hingekriegt hätte!?

      Wenn dem so sein sollte, tut es mir für die Macher der betroffenen DJ Apps natürlich leid, da sie den Unmut des „gemeinen Volks“ (= meinen…) auf sich ziehen, obwohl sie gar nix dafür können und eigentlich selber die Leidtragenden sind, da ihr Geschäftsmodell nun mal auf der Möglichkeit der Integration von Streamingdiensten basierte, was aktuell mit einem Federstrich zunichte gemacht wurde. Und vermutlich ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis die bislang noch nicht betroffenen Tidal-Nutzer das gleiche Schicksal ereilt…

      Bleibt zu hoffen, dass Spotify einen „Light-Mischer“ in ihre eigene App einbaut, was dem zitierten „gemeinen Volk“ für seine Privatparty ja zumeist reichen dürfte. Wer höhere Ansprüche hat, dem kann leicht geholfen werden: Es gibt tausende coronakrisengebeutelte DJs, die gegen entsprechenden Obulus (bald wieder) – auch gerne bei euch zu Hause – ohne jegliche Beschränkungen extrem professionell auflegen!!!

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