Eve Aqua: Smarte Bewässerungssteuerung der dritten Generation ausprobiert

Leider 50 Prozent teurer als der Vorgänger

Aktuell läuft das Wasser bei uns im Garten fast jeden Tag. Kein Wunder, immerhin muss das Planschbecken vom Sohnemann bei über 30 Grad jeden Tag neu befüllt werden. Abends nutzen wir das Wasser dann zur „manuellen“ Bewässerung von Blumen und Gemüsepflanzen. Falls ihr die Bewässerung bei euch im Garten nicht händisch steuern möchtet, sondern eine Option der Automatisierung sucht, dann ist vielleicht der neue Eve Aqua eine Option für euch.

Der Münchner Hersteller Eve Systems, der uns allen für sein hochwertiges HomeKit-Zubehör bekannt ist, hat die smarte Bewässerungssteuerung Anfang des Monats vorgestellt, mittlerweile ist die Prime-Lieferung am nächsten Tag kein Problem mehr. Eine Sache fällt aber sofort auf der Produktseite auf: Der Preis. Hier hat sich leider einiges getan.


Viel mehr hochwertige Alternativen hat der Markt nicht zu bieten

Während der Vorgänger noch für 99,95 Euro verkauft wurde und immer mal wieder zu attraktiven Preisen im Angebot erhältlich war, ist der neue Eve Aqua deutlich teurer geworden. Die dritte Generation kostet 149,95 Euro (Amazon-Link). Das ist schon eine echte Ansage und ich persönlich muss sagen: Das wäre mir deutlich zu viel.

Hier muss man aber auch einen Blick auf den restlichen Markt werfen. Für rund 50 Euro bekommt man No-Name-Ware, die zumeist aber nur über eine lokale Bluetooth-Anbindung zur jeweiligen App des Herstellers verfügt. Echte smarte Systeme, etwa von LinkTap oder Gardena, kosten im Handel rund 120 bis 130 Euro, erfordern aber zusätzlich ein Gateway. Angesichts dessen geht der Listenpreis von 149,95 Euro des neuen Eve Aqua schon fast in Ordnung – wenn denn da nicht der deutlich günstigere Preispunkt der beiden Vorgänger-Modelle wäre.

Eve Aqua dank Thread und bald auch Matter sehr zukunftssicher

Und eines darf man ja nicht vergessen: Bereits die zweite Generation ist mit Thread ausgestattet und damit zukunftssicher unterwegs. Was tut sich im Vergleich dazu bei der dritten Generation? Das Gehäuse hat ein neues Design bekommen, zudem ist das Innenleben überarbeitet worden. Im Inneren arbeitet ein Magnetventil, das langlebiger, besser gegen Undichtigkeiten abgesichert und praktisch geräuschlos im Betrieb ist. Für den Anschluss an den Wasserhahn setzt Eve Aqua jetzt auf einen robusten Verbinder mit Metallgewinde.

Was tatsächlich auffällt: Die dritte Generation des Eve Aqua ist wirklich, wirklich sehr leise. Gerade im Unterschied mit den Vorgängern oder auch dem Gardena-Modell ist das schon ein krasser Unterschied. Aber: Während ich mich bei den Eve Motion Blinds über die Lautstärke ärgere, immerhin sind die smarten Jalousien innerhalb des Wohnraums angebracht, ist mir ein kleines Klacken am Wasserhahn im Garten wirklich ziemlich egal. Bisweilen hat es sogar als kleine Bestätigung gedient, dass ein Siri-Befehl auch tatsächlich angekommen ist und ausgeführt wurde.

Eve-App speichert Bewässerungspläne direkt auf dem Eve Aqua

Gerade in einem Thread-Netzwerk funktioniert Eve Aqua aber sehr zuverlässig und schnell. Und auch an der unveränderten Bedienung und Einrichtung gibt es nichts auszusetzen: Sowohl Montage als auch Einrichtung sind absolut keine Herausforderung. In der Eve-App hat man im Handumdrehen Zeitpläne erstellt, die sogar lokal auf dem Gerät gespeichert werden. Das heißt: Fällt mal eine Steuerzentrale aus, arbeitet Eve Aqua trotzdem wie gewohnt weiter.

Zwei Dinge finde ich ebenfalls sehr praktisch: In der Eve-App lässt sich die Standard-Dauer der Bewässerung einstellen. Drückt man auf den Knopf am Gerät selbst oder aktiviert die Bewässerung per Siri, wird der „Wasserhahn“ nach der eingestellten Dauer wieder automatisch geschlossen und kann nicht vergessen werden. Zudem lässt sich der Knopf am Gerät in der Eve-App deaktivieren. Gerade für Kinder im Alter von 2 und 3 Jahren wäre er sonst eine wirklich große Versuchung – ich spreche da aus Erfahrung.

Am Ende bekommt ihr ein aus meiner Sicht rundum gelungenes Produkt, das insbesondere aufgrund der verbauten Technik sehr zukunftssicher ist. Immerhin wird auch der kommende Smart Home Standard Matter unterstützt, was dann für noch mehr Möglichkeiten sorgen wird. Andererseits bereitet mir der Listenpreis wirklich Bauchschmerzen. 149,95 Euro, das ist einfach eine Hausnummer zu viel.

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