Finanzguru: Kostenlose App verschafft Überblick im Vertrags-Dschungel

Start-Up macht Deal in "Die Höhle der Löwen" klar

Finanzguru

Frank Thelen hat am Dienstag in der TV-Show einen eindrucksvollen Kommentar zu Finanzguru (App Store-Link) abgegeben: „Außer Math 42 gab es in die Höhle der Löwen noch keine bessere App.“ Auch wenn der Scanbot-Erfinder am Ende kein Investment zusagte, hatten die Gründer von Finanzguru dennoch Grund zur Freude. Immerhin sicherte Carsten Maschmeyer eine Millionen Euro für 15 Prozent der Firmenanteile zu.

Ganz losgelöst von irgendwelchen Bewertungen und Investments, immerhin hat auch die Deutschen Bank bereits eine Million in Finanzguru investiert, habe ich mir die Anwendung gestern Mal angesehen und wollte schauen, wie sie sich in der Praxis schlägt. Immerhin versprechen die Entwickler: „Verknüpfe sicher dein Bankkonto und erhalte basierend auf deinen Umsatzdaten automatisch eine Übersicht deiner Finanzen und Verträge. Damit erledigen sich deine Finanzen wie von selbst und du hast mehr Zeit für das, was dir wichtig ist.“

Die Einrichtung der App ist kein großes Problem: Man loggt sich einfach mit den Daten aus seinem Online-Banking ein. Die Login-Daten zu übermitteln, ist sicherlich nicht jedermanns Sache, die Entwickler betonen allerdings mehrfach, dass die Daten gesichert und nur verschlüsselt übertragen werden. Im Prinzip ist der Finanzguru also nicht unsicherer als die hauseigene App von eurer Bank.

Vertragserkennung von Finanzguru funktioniert sehr gut

Danach muss man eigentlich nicht mehr viel machen: Finanzguru durchforstet die Buchungen auf den angelegten Konten und sucht dort nach Verträgen, die dann übersichtlich aufgelistet werden. So kann man auf den ersten Blick sehen, wer monatlich, vierteljährlich oder jährlich Geld abbucht.

Finanzguru geht aber noch zwei Schritte weiter: Zunächst einmal können Verträge direkt aus der App heraus gekündigt werden. Bei passenden Verträgen, etwa der Stromversorgung, schlägt der Finanzguru zudem einen Preisvergleich vor. Findet man einen günstigeren Anbieter, kann direkt in Finanzguru ein Anbieterwechsel durchgeführt werden – und genau damit will sich das Start-Up finanzieren.

Ebenfalls praktisch: Basierend auf den fixen Ausgaben und dem Gehaltseingang zeigt Finanzguru direkt auf der Startseite an, wie viel Geld man im aktuellen Monat noch frei zur Verfügung hat. Für mich ein nettes Gimmick, das eine tolle App abrundet. Insbesondere mit der sehr guten Erkennung der Verträge kann Finanzguru punkten.

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Entwickler:
Preis: Kostenlos

Kommentare 33 Antworten

  1. Was sollen die auch sonst erzählen außer das es sicher ist?

    “Sorry unsere App ist total unsicher aber gebt uns bitte trotzdem eure Daten“ ….

    1. Ich bin bei dir, es geht außerdem nicht nur um Sicherheit sondern vielmehr was damit gemacht wird. Fand ich etwas schnell abgehandelt das Thema

      1. Hi spaggi,
        das Thema „Sicherheit und Datenschutz“ wurde im Pitch vor den Löwen wesentlich ausführlicher besprochen. Leider kann der Pitch nicht in ganzer Länge gezeigt werden, deshalb fallen da natürlich einige Details weg.

        Der Schutz deiner Daten steht für uns an erster Stelle. Aus diesem Grund hat niemand außer dir Zugriff auf deine personenbezogenen Daten. Um dies zu garantieren, werden deine personenbezogenen Daten (z.B. Name, E-Mail-Adresse, Kundennummern, Adresse etc.) vollständig anonymisiert. Aus den anomyisierten Daten erstellen wir anschließend statistische Zwillinge, die wir nutzen, um unsere Algorithmen weiter zu verbessern und gleichzeitig sicherstellen, dass niemand außer dir Zugriff auf deine persönlichen Daten hat.

        Wir verdienen Geld mit Provisionen bei der Vermittlung von besseren Verträgen. Erkennen wir beispielsweise, dass dein Stromvertrag kein gutes Preis-Leistungsverhältnis hat, so schlagen wir dir bessere Alternativen vor. Wenn du den Stromvertrag dann über den Finanzguru wechselst, erhalten wir eine Provision. In der nächsten Ausbaustufe wird es voraussichtlich auch Premium-Funktionalitäten geben und dich der Finanzguru auch bei deinen Finanz- und Versicherungsverträgen unterstützen.

        Auf unserer Website kannst du dich zur Sicherheit gerne noch weiter informieren: https://finanzguru.de/sicherheit.html.

        Ich hoffe das beantwortet deine Frage. Ansonsten melde dich doch gerne bei uns per Mail via dein@finanzguru.de oder über Social Media 🙂

        Viele Grüße
        Dein Finanzguru

  2. Ist denn etwas über das Geschäftsmodell bekannt? Die App ist ja kostenlos. Und mit irgendetwas müssen die ja Geld verdienen (wollen), sonst würden nicht die Deutsche Bank oder der Maschmeyer Millionen-Summen investieren.

    Ob man sich z.B. dann auch mögliche Preisvergleiche verlassen kann, weil die App ggf. nur die Anbieter vorschlägt, mit denen sie ein Agreement hat…..?

    Und unter diesen Aspekten dann einfach einer kostenlosen App meine Bankdaten anzuvertrauen, halte ich persönlich für zu gewagt.

    Aber das Thema ist ja inzwischen überall existent. Die Leute geben alle Informationen an Apps und Web-Anbieter, Hauptsache es ist kostenlos. Seltsamerweise verdienen die Anbieter damit Millionen und Milliarden; und die Leute wundern sich anschließend, dass sie überall mit Werbung zugebombt werden, bei Bewerbungen gar nicht erst bis zum Vorstellungsgespräch kommen, bei privaten Krankenversicherungen schlechtere Tarife haben, weil im Netz zu sehen ist, wie sie rauchen, Fallschirm springen usw. Irgendwie seltsam 😉

    1. Bin da ganz deiner Meinung.
      Die Weitergabe solcher sensiblen Daten ist so als wenn man ohne Hosen durch die Gegend laufen würde. Noch einfacher kann man es den Unternehmen nicht machen sich berechenbar zu machen 🤦🏼‍♂️

    1. 👍
      Erschreckend, daß so einer überhaupt in eine Sendung geholt wird. Aber so sind die Privaten
      PS
      So sicher, wie Sofort Überweisung und andere Klarna Produkte. Man muss nur einem Dritten alle relevanten Banking Daten übergeben. Was kann da schon passieren?

  3. Solange die Erkennung nicht direkt auf dem Gerät stattfindet, kann ich von der Nutzung solcher Apps nur abraten. Denn die Hausbank wird im Schadenfall jegliche rechtliche Verantwortung und von sich weisen, wenn das Passwort für das Online-Banking auf einem externen Server gespeichert wurde. Und die Banken können alleine schon anhand der Zugriffe feststellen, dass man das Passwort aus der Hand gegeben hat.

  4. Ich kann absolut nicht verstehen, wie man als Autor eines techaffinen Blogs Datenschutz, – sparsamkeit und Sicherheit so ignorieren kann, dass diese App eine Empfehlung bekommt.

    Schreibt bitte „Werbung“ drüber, ein Auseinandersetzen mit dem Produkt sehe ich hier nicht.

    1. Hier geht Umsatz vor Datenschutz und Click-Bait vor echte Informationen.
      Appgefahren kommt oft rüber wie eine Einkaufsberatung von Wish.

      1. Ja, Outbank listet die Verträge auf und du kannst sie kündigen. Die Wechselfunktion hat Outbank aber wohl nicht. Ist wahrscheinlich eine Frage der Zeit, bis Verivox eingebunden wird. Sie haben Outbank ja wahrscheinlich deswegen übernommen.

          1. Irgendwann bestimmt. Aber wer liest sich schon die Datenschutzbestimmungen genau durch. Verivox selbst gehört übrigens zur Pro7Sat1 Media AG. Und MaxCare, die Zahnzusatzversicherung, gehört auch dazu. Wenn es mit dem Fernsehprogramm nicht klappt, müssen anscheinend andere Wege gefunden werden an Geld zu kommen. Das *beste* Angebot wird man von solch einem „Konstrukt“ aber nie angeboten bekommen. Weshalb ich auch jegliche Form von Werbung erst einmal kritisch sehe.

  5. Ich bin positiv überrascht von der App. Die automatische Vertragsübersicht klappt richtig gut, nur beim Vodafone- Vertrag lag er daneben. Da wurde die Zuzahlung als Monatsgebühr fehlinterpretiert. Aufgrund der Datenschutzbedenken werde ich ich App nicht meinen Eltern empfehlen. Für mich passt die Risiko-Nutzen Abwägung. Ich werde die Apo solange nutzen wie mich keine Werbung nervt.

  6. Was ein Unsinn, warum sollte dieser Beitrag Werbung sein und alle anderen Beiträge über Apps keine Werbung? Und zum Datenschutz, überlast mal jedem selbst wem er seine Daten anvertraut, man kann solche Angebote ja ablehnen oder nicht nutzen. Aber hier die Autoren anzugehen, finde ich etwas traurig, dann lest halt einen konservativen tech Blog oder macht am besten einen großen Bogen ums Internetz, denn hier hinterlässt ihr aufjedenfall Daten 😉

    1. @Ben: „überlasst mal jedem selbst wem er seine Daten anvertraut“ – Wie gut DAS klappt, sieht man ja. Kein Tag ohne Meldung, dass irgendwo Millionen von Datensätzen in die falschen Hände geraten sind. Und regt das die Masse der Susi-Sorglos-Nutzer dazu an, ihre Daten sparsamer zu verteilen? Kaum.

      Wenn Leute wie du „überlasst mal jedem selbst wem er seine Daten anvertraut“ sagen, meinen sie „ich habe keine Lust mich damit zu beschäftigen, das Thema übersteigt mich“. Fein, wenn Du keine Lust dazu hast. Aber es gibt einige, die das dann doch interessiert und die für solche Hinweise und Diskussionen dankbar sind. Oder, um es mit deinen Worten zu sagen: Du musst das ja nicht lesen. 😉

  7. Kontroverses Thema, ich bin hin und her gerissen. Einerseits schätze ich jede Transparenz bei Finanzen, das was heute auf meinem Konto los ist ist wirklich sehr unübersichtlich. Andererseits sind meine Finanzdaten sicherlich meine sensibelsten, und ich bin noch nicht soweit diese jeder x-beliebigen Firma anzuvertrauen. Denn machen wir uns mal nichts vor, in einem halben Jahr kommt der nächste mit einer bessern App.

    Ich fand den Auftritt der Jungs wirklich sympatisch und mir gefällt die App. Aber ich für meinen Teil bin noch nicht soweit.

    BTW meine Banking4i App gibt mir mittlerweile auch einen überblick über meine monatlichen Fixkosten, und das bei lokaler Auswertung! Kann ich wirklich sehr empfehlen. Toll ist auch die Prognose, die mir anzeigt wie viel Geld ich zu welchem Zeitpunkt voraussichtlich zur Verfügung haben werde

  8. „Im Prinzip ist der Finanzguru also nicht unsicherer als die hauseigene App von eurer Bank.“

    Da kann man nur den Kopf schütteln bei so einer Aussage oder seid ihr ein Werbeträger von Herrn Maschmeyer?

    Richtung Ben, du kannst dich ja bei Appgefahren bewerben, den Unsinn was du hier schreibst passt voll dazu.

    Keine berechtigte Kritik zulassen und dann Sprüche bringen … müsst hier ja nicht lesen bla bla bla.

  9. Ich weiß nicht, warum mir die Werbung suggeriert, dass sich jemand um meine Finanzen kümmern soll? Erstens ist das dann doch überschaubar und mit nem Blick auf den monatlichen Kontoauszug sehe ich, ob jemand was abgebucht hat, der das nicht sollte. Schließlich weiß ich, welche Zahlungen wann abgehen…
    Dass mir bessere Verträge vorgeschlagen werden, wurde auch nur aufgrund des Faktors Gebührenhöhe kalkuliert, aber was ist mit Faktoren wie Kundenservice, auf den ich persönlich Wert lege?

    Abgesehen davon reicht mir die Versicherung von ein paar Bürschchen nicht aus, dass meine Daten sicher sind, ich gebe auch nicht irgendeinem Typen, den ich grad am Flughafen sehe, Zugriff auf meine Umsätze, nur weil er verspricht, dass die Daten sicher seien…

    Da reden alle von Datenschutz und geben freiwillig alles preis … 1984 lässt grüßen…

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