iMac mit 24 Zoll: Für wen lohnt sich das neue Modell?

Eine kleine Kaufberatung

In der vergangenen Woche ist er bei uns angekommen: Der „neue“ iMac mit 24 Zoll Display. Schon seit einigen Monaten auf dem Markt, wollen wir in den kommenden Wochen einen genauen Blick auf das Gerät werfen. Schon jetzt wollen wir uns aber um eine der wichtigsten Fragen kümmern: Ist der iMac preislich eigentlich attraktiv? Für wen lohnt sich der Kauf?

Natürlich steckt im 24 Zoll großen iMac nicht mehr der neueste Prozessor, der M1 hat schon ein Jahr auf dem Buckel. Die Performance ist im Vergleich zu früheren Intel-Prozessoren aber so gigantisch, dass normale Nutzung in den nächsten Jahren überhaupt kein Problem sein wird. Surfen, Mails, Fotos, Office – all das ist für den iMac ganz sicher keine Herausforderung.


Zunächst einmal wollen wir einen Blick auf die drei verschiedenen Modelle werfen, die Apple derzeit anbietet. Den günstigsten iMac mit 24 Zoll Display gibt es für 1.449 Euro. Verzichten muss man auf einen GPU-Kern, was für einen Großteil der Nutzerinnen und Nutzer kaum eine Auswirkung haben dürfte.

Für exakt 220 Euro mehr bekommt man beim „mittleren“ Modell aber deutlich mehr geboten, nicht nur einen zusätzlichen GPU-Kern. Es gibt auch zwei zusätzliche USB-3-Anschlüsse, eine Gigabit-Ethernet-Port im Netzteil sowie das Magic Keyboard mit Touch ID. Vier kleine Details, die ich definitiv bezahlen würde. Zudem hat man drei weitere Farbvarianten zur Auswahl. Der einzige Unterschied zwischen Mittelklasse und Top-Modell: 256 oder 512 GB interner Speicher.

Der Mac mini als Alternative zum iMac

Wenn man einen stationären Mac sucht, gibt es derzeit im Prinzip nur eine Alternative, den Mac Mini. Wer bereits Bildschirm, Maus und Tastatur mitbringt und mit diesem Setup zufrieden ist, der ist mit dem kleinen Apple-Rechner sehr gut bedient. Aber wie genau fällt der Vergleich mit dem iMac aus?

Schauen wir zunächst einmal auf die nackten Zahlen. Der Mac mini kostet 799 Euro, die Differenz zum technisch nahezu identisch ausgestattete Mittelklasse iMac beträgt also 870 Euro. Beim iMac bekommt man natürlich noch Magic Keyboard mit Touch ID, Magic Mouse und ein farbiges Lightning-Kabel mit dazu – hier würde ich einfach mal pauschal 200 Euro veranschlagen.

Wir reden hier also über 670 Euro, mit denen man sich ein Bildschirm kaufen kann. Und genau hier wird die Sache ein wenig kompliziert. Natürlich bekommt man für knapp 700 Euro ein ordentliches Display, möglicherweise auch ein größeres. Aber ihr bekommt für dieses Geld mit Sicherheit kein besseres Display, als Apple im 24 Zoll iMac verbaut hat.

Ich werfe hier einfach mal einige technische Details in den Raum: Für das tatsächlich 23,5 Zoll große Display gibt Apple eine Auflösung von 4.480 x 2.520 Pixel an, was 4.5K und einer Pixeldichte von 218 Pixel per Inch entspricht. Zudem beträgt die Helligkeit 500 Nits. Macht euch gerne auf die Suche nach einem vergleichbaren Monitor dieser Größe, ihr werdet keinen für einen vergleichbaren Preis finden. Über Lautsprecher und Webcam haben wir da übrigens noch gar nicht gesprochen.

iMac kommt mit nur einem Kabel aus

Hinzu kommt dann natürlich noch das Design. Auch wenn man über die Farbauswahl von Apple streiten mag, der iMac sieht auf dem Schreibtisch einfach beeindruckend gut aus. Er ist ja bekanntlich sogar so dünn, dass der Kopfhöreranschluss an der Seite untergebracht wurde.

Und weil Apple im Gegensatz zu Monitor-Herstellern durchaus brauchbare Lautsprecher im iMac verbaut hat, führt am Ende nur ein einziges Kabel vom Schreibtisch nach hinten: Das Netzkabel. Selbst das Netzwerk-Kabel bleibt unter dem Tisch. Tastatur und Maus oder Trackpad sind ja ohnehin kabellos.

Ich arbeite normalerweise an einem 34 Zoll großen Widescreen-Monitor, zuhause an einem 27 Zoll Bildschirm – beide in Verbindung mit dem Mac mini. Und auch wenn ich mir einen größeren iMac wünschen würde – dank des hellen und scharfen Displays fällt der Unterschied zu meinem 27 Zoll Setup am heimischen Schreibtisch in der Praxis verschwindend gering aus.

Tolle Lösung für alle, die keinen Monitor haben

Innerhalb des Apple-Portfolios ist der neue iMac aus meiner Sicht eine tolle Empfehlung für alle, die einen stationären Mac suchen, aktuell aber kein oder kein gutes Display auf dem Schreibtisch stehen haben. Der M1-Prozessor liefert für einen Großteil von uns mehr als genug Leistung, das „kleine“ Display ist richtig stark. Zudem ist der iMac ein echter Hingucker, der gleichzeitig für Ordnung auf dem Schreibtisch sorgt. Gleichzeitig weckt der kleine iMac in mir den Wunsch, dass bald auch ein größeres Modell auf den Markt kommt.

Das einzige große Manko: Den neuen 24 Zoll iMac noch bis zum Weihnachtsfest zu bekommen, dürfte eine ziemliche Herausforderung werden.

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Kommentare 8 Antworten

  1. Ich habe mir letzte Woche den Mac mini mit 16GB und 1tb Platte geholt – für gerade mal 1349€ – das Ding ist so geil klein. Dazu ein 29 Zoll LG Ultra wide – gerade mal 179€ 😂 deutlich günstiger als der iMac – der allein über 2k€ liegt bei 16GB und 1tb – muss sagen beste Entscheidung für MICH

    1. Ich will dir nicht zu nahe treten, aber der Monitor ist doch eine Bestrafung für den Mac mini und deine Augen 😉

      Was hat der für eine vertikale Auflösung? 1080p oder vielleicht 1440p? Hier würde ich dir empfehlen, mindestens etwas mit 4K zu nehmen, du wirst einen riesigen Unterschied merken – sofort.

  2. Nun ja,
    Vielleicht benötigen andere eine andere Konstellation.

    Mich störte und stört nach wie vor, dass man am iMac keine anderen Geräte anschließen kann. Hier passt keine Playstation, keine X Box oder andere Konsole und auch kein anderer PC.
    Das fand ich sch…bedauerlich. Damit musste ich meinen damaligen iMac 27″ weggeben, kaufte mir einen Mini und konnte an dem dann gekauften 86cm-Bildschirm (Anschlüsse satt!) alles erdenkliche anschließen und hatte eine wesenrlich bessere Auflösung.

    Der Vergleich hinkt also „ein wenig“.
    Aber es kommt auch immer darauf an, was man erledigen will. Und ich wollte alles 😜😂

  3. Ich habe mich für ein M1 macbook pro entschieden und lasse über displaylink hub zwei externe 27“ monitore laufen…im office und nicht-4k video editing keine probleme…insofern …geld gespart, weil mein mobiler arbeitsplatz auch mein homeworking-rechner ist

  4. Für das Büro und für jeden, der einen aufgeräumten Schreibtisch mag, ist der neue iMac einfach ein wunderschönes und extrem leistungsstarkes Gerät. Wir ersetzen im Büro damit z.T. fast 10 Jahre alte Intel-Macs, und mit dieser Nutzungsdauer kann man bei den M1-Macs wohl auch rechnen. Einfach ein guter Invest.

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