INKredible: Gelungene Gratis-App mit PDF-Export für handschriftliche Notizen

Der App Store hat ja bereits einige Programme im Angebot, mit denen man mit Hilfe eines Stylus oder den eigenen Fingern schreiben kann – mit INKredible gesellt sich eine weitere hinzu.

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INKredible (App Store-Link) ist kostenlos für das iPad verfügbar und steht seit dem 8. Januar dieses Jahres im deutschen App Store zum Download bereit. Die 14,9 MB große Applikation benötigt auf euren Apple-Tablets mindestens iOS 6.0 zur Installation und ist vollständig in die deutsche Sprache lokalisiert worden.

Viele User werden das Problem mit Notiz-Apps kennen, wenn es um handschriftliche Eintragungen geht: Die Erkennung erfolgt nicht perfekt oder nur sehr träge, und selbst mit einem Stylus lässt es sich nicht annähernd so genau arbeiten, als wenn man Papier und Stift vor sich liegen hat. Zudem wirken geschriebene Zeilen oder Texte krakelig und haben mit der normalen Handschrift kaum mehr etwas gemeinsam. 

INKredible hat sich diesem Problem angenommen. Die Applikation des Entwicklers Viet Tran ist darauf ausgelegt, das Schreiben von handschriftlichen Notizen auf dem iPad so angenehm wie möglich zu gestalten. Dafür steht dem Nutzer nicht nur die Möglichkeit zur Verfügung, mit den eigenen Fingern als Stiftersatz, sondern auch mit eventuell vorhandenen Stylus-Stiften zu arbeiten. In den Einstellungen lässt es sich einrichten, dass ein aufgelegter Handballen automatisch erkannt wird, und man so weitaus präziser und effizienter schreiben kann.

In INKredible steht gratis ein Füllfederhalter als Schreibobjekt zur Verfügung, für jeweils 89 Cent kann noch ein Kugelschreiber, Pinsel oder Kalligrafiestift per In-App-Kauf erstanden werden – ein fairer Preis, wie ich finde. Als Schreibmaterial lässt sich zwischen Blanko-, liniertem oder karierten Papier auswählen, und auch die Tintenfarbe, Dicke und die Feuchtigkeit der Linien ist individuell einstellbar. Ein Radiergummi merzt kleine Fehler oder unbedachte Pinselstriche aus, ebenso wie ein „Vor“- und „Zurück“-Button.

Über eine Toolbar am linken Bildrand, die entweder dauerhaft oder nur über einen Fingerwisch eingeblendet wird, lassen sich die wichtigsten Optionen vornehmen. Dort findet sich auch ein Menüpunkt, mit dem sich verschiedene Seiten Papier anlegen, einfügen, leeren oder auch löschen lassen. Wer seine Werke fertig geschrieben hat, kann diese entweder als pdf oder png per Mail exportieren. Eine Möglichkeit, Cloud-Dienste zu nutzen oder lokale Sicherungen in der Camera Roll anzufertigen, gibt es in INKredible bislang noch nicht, hier sollte der Entwickler in den kommenden Versionen etwas nacharbeiten.

Insgesamt überzeugt das Konzept von INKredible aber auf ganzer Linie – selbst ich, die derzeit ohne meinen Just Mobile AluPen Pro (Amazon-Link) auskommen muss, hatte keine Probleme, mit der App und meinem linken Zeigefinger als Stift gut lesbare schriftliche Notizen anzufertigen. Die App reagiert schnell und präzise auf Eingaben, und die optionale Unterstützung des Handballens ist sinnvoll und gut umgesetzt worden. Wer die zusätzlichen Stiftmodelle nicht benötigt, wird auch mit dem bereits gratis verfügbaren Füller sicher glücklich werden – ein Test-Download schadet daher sicherlich nicht, sofern man auf der Suche nach einer Notiz-App mit handschriftlichen Optionen ist.

Kommentare 7 Antworten

  1. Hey. Habt ihr die dazugehörige Pay App Notes Plus getestet? Wollte wissen wie das da mit Notizen in PDF Dokumenten aussieht und ob man in diese Dokumente leere Seiten einfügen kann?

  2. Ich habe nach 2 Jahren die Erfahrung gemacht, dass eine vernünftige handschriftliche Erfassung auf dem iPad nicht möglich ist. 3 iPads, mehrere Stifte und Apps später bin ich zu diesem Ergebnis gekommen. Hauptproblem war bei allen Versuchen immer die Verzögerung beim Schreiben. Gummistifte vermitteln kein Schreibgefühl, ebenso nicht entsprechende Zoomfelder am unteren Bildschirmrand. Der Adonit Jot Pro hat mir das Display verkratzt und der Adonit Jot Script hatte einen 3mm-Versatz, mit dem man nicht mehr gesehen hat, was man schreibt. Der funktionierte nur 100%ig, wenn dieser absolut senkrecht zum Display gehalten wurde. So schreibt doch keiner! Auch die Fibre Mesh Technik war wegen der Dicke der Spitzen nicht zu gebrauchen.

    Das einzige, was ein echtes Schreibgefühl vermittelt ist (leider) das Galaxy Note 8.0/10.1. Die Digitizertechnik in den Displays ist schnell, genau und präzise. Mit einem entsprechend dicken Stift als Zubehör (HM5100) und der App LectureNotes das perfekte Schreiberlebnis für Schule und Beruf. Da kann Apple leider einpacken. Was mich aber nicht davon abhält meine iDevices weiterhin zu benutzen 🙂

    Schade Steve, aber bei dem Thema hast Du leider unrecht gehabt…

    1. Das sehe ich genau so Myxin. Steve so gut wie er war lag hier falsch, ich wünsche mir ein iPad mit kapazitiver und induktiver Eingabe (so wie beim Galaxy Note).
      Nach einiger Zeit habe ich sogar angefangen meine Notizen nur noch über die Tastatur ein zu tippen, da ich so unzufrieden mit der Stifteingabe war.

  3. ich habe mir das pro version runtergeladen ( um 8,49€) kann aber keine pdf datein importieren zeigt immer fehlermeldung wisst ihr wie man das beheben kann?

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