Joyroom ist bekannt für einfache und günstige Ladegeräte, allerdings liefert der Hersteller mit dem Joyroom Podix (Amazon-Link) jetzt eine außergewöhnliche 5-in-1-Ladestation für den Schreibtisch. Nachdem wir schon letzte Woche über die Verfügbarkeit berichtet haben, folgt nun der Testbericht, da ich die Ladestation selbst ausprobieren konnte.
Vorweg: Meine aktuelle Ladesituation am Schreibtisch ist nicht optimal. Ich habe hier eine 2er-Steckdose, in der ein Netzteil steckt. Natürlich funktioniert das, doch wirklich praktisch ist das im Alltag nicht, da ständig Kabel herumliegen und ich das Netzteil auch gerne mal zweckentfremde, weil ich es an anderer Stelle benötige. Es muss also eine bessere Lösung her.
Joyroom Podix liefert mit 140 Watt viel Leistung

Mit Abmessungen von 75,1 × 82,3 × 76,3 Millimetern ist der kleine Ladewürfel als klein zu bezeichnen. Trotz der kompakten Größe gibt es mit 140 Watt eine ordentliche Leistung, damit sich mehrere Geräte gleichzeitig aufladen lassen.
Mir gefällt besonders gut, dass zwei USB-C-Kabel im Ladegerät verbaut sind und sich dort aufrollen lassen. Die ein- und ausziehbaren Kabel liefern jeweils starke 100 Watt und sind mit rund 80 Zentimetern ausreichend lang. Da die Kabel wieder im Netzteil verschwinden, herrscht auf dem Schreibtisch wieder Ordnung.

Die Kabel sind für den schnellen Gebrauch perfekt. Darüber hinaus lassen sich aber bis zu fünf Geräte gleichzeitig aufladen, denn auf der Vorderseite stehen weitere USB-A- und USB-C-Anschlüsse bereit. Während der USB-C-Anschluss mit 140 Watt die maximale Leistung liefern kann, gibt es über USB-A maximal 30 Watt. Die alten USB-Ports sind mir ohnehin ein Dorn im Auge, allerdings bin ich mit 3× USB-C durchaus zufrieden.
Praktisches Display zeigt Leistungsverteilung
140 Watt sind durchaus viel, allerdings müssen sich alle angeschlossenen Geräte die Leistung teilen. Ein MacBook Pro, das sich mit 140 Watt aufladen lässt, kann beispielsweise die komplette Leistung für sich beanspruchen. Allerdings ist das Netzteil intelligent, da die Leistung bei mehreren Geräten automatisch verteilt wird. Je mehr Geräte angeschlossen sind, desto langsamer laden diese.

Die integrierten Kabel schaffen jeweils bis zu 100 Watt, wodurch ein externes Kabel überflüssig wird. Sind zwei Geräte angeschlossen, teilen sich diese die Leistung entweder mit 70/70 Watt oder 100/30 Watt. Möchte man fünf Geräte gleichzeitig aufladen, gibt es 80, 20, 20 und 15 Watt, kombiniert für beide USB-A-Ports.
Die Zahlen müsst ihr euch aber nicht merken, denn das integrierte Display zeigt die Leistungsverteilung übersichtlich an.
Insgesamt verfügt das Display über drei Ansichten, aus denen ihr wählen könnt. Die erste Ansicht zeigt mit einer großen Zahl an, wie viel Leistung in Watt gerade anliegt. In der zweiten Anzeige könnt ihr detaillierte Werte ansehen, denn für jeden Port wird die Leistung in Watt angezeigt.

Darüber hinaus steht eine dritte Ansicht mit einer Animation zur Verfügung, die allerdings keinen echten Mehrwert bietet. Optional lässt sich das Display auch komplett ausschalten, wenn man den Touch-Knopf zwei Sekunden gedrückt hält.
Magnetische Base gegen Verrutschen
Das Joyroom Podix bietet außerdem ein kleines Silikon-Pad, das sich auf den Schreibtisch kleben lässt. Da das Ladegerät kleine Magnete integriert hat, wird es im Pad leicht fixiert und verrutscht nicht, wenn man am Kabel zieht.
Etwas ärgerlich ist die Tatsache, dass die eingebauten Kabel das Display verdecken können. Doch auch dafür gibt es eine Lösung: Ihr könnt das Ladegerät einfach auf die Seite legen, sodass die Kabel entweder auf der rechten oder linken Seite liegen.
Doch dann kann man das Display ja gar nicht mehr ablesen? Das stimmt zunächst, allerdings gibt es eine clevere Lösung. Wenn man dreimal auf die Taste klickt, dreht sich das Display jeweils um 90 Grad, sodass sich die Anzeige automatisch anpasst – sehr gut gelöst.
Das Ladegerät wird warm
Bei allen Ladegeräten, die über längere Zeit eine hohe Leistung abgeben, entsteht Wärme. Das ist auch beim Joyroom Podix so: Nach rund 15 Minuten Laden mit etwa 100 Watt (für zwei Geräte) habe ich an der wärmsten Stelle 40 Grad gemessen. Das ist völlig normal, aber mit der Hand spürbar.
Joyroom Podix gefällt mir gut

Als wir das Ladegerät erstmals vorgestellt haben, haben mich Design und Funktionalität bereits angesprochen. Und im Test hat sich dieser Eindruck bestätigt.
Das Gesamtpaket ist gelungen, denn es gibt hohe Leistung, integrierte Kabel und mehrere Anschlüsse. Im Alltag zeigt sich, dass die Ladestation zuverlässig arbeitet. Über das Display hat man die Leistungswerte stets im Blick und kann bei Bedarf nachjustieren, wenn man zum Beispiel ein Gerät besonders schnell aufladen möchte.
Die unverbindliche Preisempfehlung von 129,99 Euro ist meiner Meinung nach allerdings zu hoch angesetzt. Die Verarbeitung ist gut, jedoch kommt auch viel Kunststoff zum Einsatz.
Der aktuell reduzierte Preis von 89,69 Euro ist zwar ebenfalls kein echtes Schnäppchen, macht die Empfehlung aber deutlich einfacher zu rechtfertigen. Immerhin gibt es fünf Ladeanschlüsse, zwei integrierte Kabel, eine magnetische Basis und solide Qualität.
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Ich frage mich wo hier die bessere Lösung sein soll wenn du ein Netzteil auch mal an anderer Stelle benötigst. Da hilft dir das hier vorgestellte Gerät auch nicht. Denn du müsstest dann mit dem neuen Gerät wandern. Die einfachste Lösung für dein Problem könnte ein zweites Netzteil. Der Trend geht zu einem zweiten Netzteil. Oder habe ich da etwas falsch gelesen?
Der Trend? Ich hatte schon immer mehrere Netzteile, um einfach nur das Beispiel Laptop zu nennen, eines ist in der Laptoptasche für unterwegs. Eines fest untern Schreibtisch im Home Office und das Kabel geht nach oben in die Dock, eines im Büro in der Firma auch wieder untern Schreibtisch so das Kabel in die Dock geht.
Ähnlich sieht es auch mit Netzteilen fürs Smartphone aus.
Aufn Schreibtisch ist nie ein Netzteil dauerhaft, schaut gerade wenn es eben immer wieder benutzt wird nicht gut aus mit den Kabelchaos. Lieber leg ich mich da einmal unter den Schreibtisch um ein Netzteil anzustecken und lege das Kabel nach oben auf den Schreibtisch und fixiere es so, dass man es bei nicht nutzen entsprechend nicht mehr sieht und so zusagen hintern Schreibtisch das Kabel griff bereit runterhängt.
Entsprechend finde ich auch diese Anzeige auf solchen Netzteilen komplett als Sinnbefreit und Ressourcen Verschwendung an.
Ich nutze ja jetzt die neue Ladestation. Damit ist das Netzteil „frei“ für andere Zwecke. Aber klar: Ein zweites, einfaches Netzteil würde auch helfen. Alles eine Sache der Bequemlichkeit.