Need for Speed No Limits: Gute Grafik ist nicht alles, was ein Rennspiel braucht

Electronic Arts gibt wieder Gas: Kurz nach dem neuen FIFA 16 ist Need for Speed No Limits für iPhone und iPad erschienen.

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Bevor wir näher auf das Spiel eingehen, dass von den Machern von Real Racing 3 entwickelt wurde, müssen wir Premium-Liebhabern den Wind aus den Segeln nehmen: Need for Speed No Limits (App Store-Link) ist ein waschechtes Freemium-Spiel. Es kann nicht nur kostenlos auf iPhone und iPad installiert werden, es verlangt auch eine aktive Internetverbindung und beinhaltet In-App-Käufe in Wert von bis zu 99,99 Euro. Dazu gibt es zwei verschiedene Währungen und einen stets leerer werdenden Tank.

Immerhin bleibt EA seiner Linie in einer Hinsicht treu: Need for Speed No Limits ist keine realistische Simulation, sondern ein actionreiches Rennspiel in wahnwitziger Geschwindigkeit. Sehr gut angepasst ist die Steuerung: Tippt man auf die linke oder rechte Displayhälfte, lenkt man in die gewünschte Richtung. Mit einem Fingerwisch nach oben oder unten aktiviert man den Nitro-Boost oder startet einen Drift. Die Steuerung ist ganz klar auf Arcade-Spielspaß ausgelegt, es gibt nicht einmal eine Bremse. Diese ist für die einfachen Strecken aber auch nicht notwendig.

Diese Grafik ist ein echtes Spektakel

Auch beim Umfang muss sich Need for Speed No Limits nicht verstecken: Zum Start gibt es bereits 22 verschiedene Fahrzeuge, vom Ford Fiesta bis zum Koenigsegg ist alles dabei, was das Rennfahrer-Herz begehrt. Zudem gibt es quasi unzählbar viele Rennen, in denen man sein Können auf die Probe stellen kann.

Das wahre Highlight von Need for Speed No Limits ist allerdings die Grafik. Wohl noch nie sah ein Rennspiel auf dem iPhone oder iPad so spektakulär aus, wie es hier der Fall ist. Das absolut flüssige Gameplay wird mit vielen Effekten wie Funken, Spiegelungen oder herumfliegenden Teilen zu einem echten Augenschmaus, insbesondere natürlich auf neuen Apple-Geräten.

Wenn ich ehrlich sein muss, war es das aber auch schon. Ich habe Need for Speed No Limits bereits vorzeitig auf meinem iPhone 6s installieren können und mittlerweile rund 40 Rennen absolviert, die ich allesamt ohne große Probleme deutlich gewinnen konnte. Die Herausforderung ist bisher in keinem der zur Auswahl stehenden Renn-Modi spürbar, wie auf Schienen geht es von Sieg zu Sieg.

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Rennen in Need for Speed No Limits sind viel zu kurz

Neben dem bisher quasi nicht existierenden Schwierigkeitsgrad stört mich an Need for Speed No Limits vor allem eine Sache: Die Rennen sind kurz. Wirklich kurz. Teilweise ist man nur 25 Sekunden auf der Straße unterwegs, bevor man sich wieder durch Menüs und Animationen quält. Teilweise ist man länger mit der Installation von Upgrades und der Auswahl des nächsten Rennens beschäftigt, als man auf der Strecke um den Sieg kämpft. Auch die verschiedenen Rennmodi wie Zeitfahren, Nitro-Rennen oder die Duelle gegen bis zu drei Gegner tragen nicht unbedingt zu erhöhter Abwechslung bei.

Und nach gut einer Stunde war es dann soweit: „Achte auf deine Tankfüllung. Mit einem leeren Tank kannst du keine Rennen mehr fahren.“ Wenn ich bei Spielen eines hasse, sind es Meldungen wie diese. Ich möchte selbst bestimmen, wann ich Lust auf ein Spiel habe und wann ich es wieder zur Seite legen möchte.

Ähnlich wie in Real Racing 3 wird sich wohl auch Need for Speed No Limits endlos in die Länge ziehen. Schon jetzt dauert es deutlich länger, zur nächsten Stufe aufzusteigen. Auch das Freischalten der richtig dicken Autos wird ohne zusätzliche Investitionen sehr lange dauern. Für mich ist das nichts – ich brauche Action und Spaß auf der Strecke und keine Wartezeiten und Beschäftigungstherapien in Upgrade-Menüs.

Need for Speed No Limits
  • 10/10
    Grafik - 10/10
  • 8/10
    Steuerung - 8/10
  • 3/10
    Herausforderung - 3/10
  • 3/10
    Abwechslung - 3/10
4.8/10

Fazit

Need for Speed No Limits ist ein echtes Grafik-Spektakel. Spannung, Herausforderung und Spielspaß bleiben aber leider auf der Strecke.

Download im App Store

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Kommentare 21 Antworten

    1. Würde ich nicht sagen es mag sein das es ein paar Sachen gibt die nerven aber es macht dennoch viel Spaß, vor allem nach den neuen update’s.

  1. Danke für den Bericht.

    EA wird sich mit dieser Fremium-Pest hoffentlich selbst ans Bein pissen. Wird mal einfach ignoriert. Grafik ist halt doch nicht alles.

  2. Unfassbar, dass die immer mehr auf diesen Freemium-Quatsch setzen. Willkommen Spielsucht, die jede Menge Menschen ruiniert! Sowas kann und will ich nicht unterstützen!!

  3. Dem brauch ich eigentlich nichts mehr hinzufügen. EA ist und bleibt halt Gewinnorientiert, Spaß am Spiel scheint inzwischen ja nebensächlich zu sein.

      1. Ja, ja. Klar. So war das auch gar nicht gemeint. Aber EA steht halt leider in dem Ruf eben nur auf das Geld zu achten. Seit das Free to Play Model auf mobilen Geräten populär geworden ist kam von EA nichts kostenpflichtiges mehr. Sogar alte Spiele die was gekostet haben wurden entfernt. Sorry für die blöde Formulierung.

  4. Freemium muss nicht immer gleich schlecht sein. Das ganze erinnert mich voll an CSR, nur eben mit kurzen „Strassenrennen“ statt der 1/4 Meile. Auch CSR war optisch toll, innhaltlich aber eher eintönig. Dennoch war es eine gute Unterhatung, um kurz mal an der Haltestelle oder im Bus eine Runde zu drehen. Ich geb NFS NL mal die Chance, sich zu beweisen. Für die volle Arcade Rennspielladung bleibt ja noch RR3 oder Asphalt8 🙂

  5. EA ist ein Drecksladen und nicht umsonst zweimal hintereinander zum schlechtesten Unternehmen der USA ausgezeichnet worden.

    Letztendlich kann eine Firma wie EA Mist bauen so viel sie wollen. Schlimmer als EA sind jene, die den Mist kaufen … und wieder … und wieder … und wieder.

  6. Kann ich alles so unterschreiben. EA war gaaaanz früher mal richtig gut. Bleibt nur zu hoffen, dass die auch mal Reaktionen wie diese hier lesen! Aber selbst, wenn: der Drops scheint gelutscht – Freemiumabzocke läuft ja auch super -leider! EA und Premium, das wird in diesem Leben nix mehr?

  7. Wird wahrscheinlich nächste Woche in den Top Ten der umsatzstärksten Apps sein…Von daher hat EA wohl alles richtig gemacht.

    Ganz ehrlich ich hasse Fremium Spiele, würde aber, wenn ich eins entwickeln würde es genauso machen und ihr garantiert auch!

    Und von EA ist nicht alles schlecht zumindest nicht auf den Konsolen oder am PC: Dragon Age Inquisition oder Fifa 16 waren und sind z.b. klasse ?

  8. Mal abgesehen von den ganzen negativpunkten hatte ich grade fast 3h am stück spass mit dem spiel ohne wartezeit oder zu schwere gegner, selbst auf extrem sind die noch zu schaffen. bin auch nur ein einziges rennen doppelt gefahren.
    Sobald die bezahlschranke kommt oder man ewig autoteile farmen muss wirds gelöscht, sonst aber für zwischendurch ganz ok bis jetzt.

  9. Danke für die Information das es Freemium ist. Wird garantiert nicht geladen. Spielverderber gibt’s genug. Hab genug davon. Die Kids heulen immer rum, wenn es nicht weiter geht. Und zahlen, zahlen, zahlen werd ich mit Sicherheit nicht.

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