Facebook: Mark Zuckerberg warnt vor Scheitern der eigenen Digitalwährung Libra

Vor allem Bedenken der Behörden spielen eine Rolle

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Facebook öffentlich machte, dass man an einer eigenen digitalen Währung namens Libra arbeiten würde. Zu den Plänen des großen sozialen Netzwerks um CEO Mark Zuckerberg gehört auch, große Partner mit an Land zu ziehen, darunter Uber, PayPal, Visa und Mastercard. Der Start von Libra wurde bei der Bekanntmachung mit 2020 angegeben, allerdings gab es gleich Gegenwind aus dem US-amerikanischen Finanz- und Politik-Lager.

Wie nun CNBC berichtet, hat Facebook seine Investoren vor einem möglichen Scheitern von Libra gewarnt. „Facebook erklärt im Abschnitt über Risikofaktoren seines letzten Quartalsberichts, dass man nicht garantieren kann, dass Libra rechtzeitig oder überhaupt verfügbar sein wird“, heißt es im Artikel von CNBC. 

Als primären Grund nannte Facebook vor allem den Gegenwind, den die Digitalwährung aus der Politik und dem Finanzwesen erfahren würde. „Libra wurde von Regierungen und Aufsichtsbehörden einer eingehenden Prüfung unterzogen, und wir gehen davon aus, dass diese Prüfung fortgesetzt wird“, so zitiert CNBC Facebook in der Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC.

Facebook will eng mit Behörden zusammenarbeiten

Weitere Faktoren seien eine generelle Unsicherheit in der Akzeptanz einer solchen Digitalwährung, insbesondere unter dem Aspekt, dass Facebook bisher kaum Erfahrungen mit digitalen Währungen oder der Blockchain-Technologie habe sammeln können. Aus diesem Grund könne die erfolgreiche Vermarktung eines solchen Finanzprodukts beeinflusst werden. Man stelle sich bei Facebook daher darauf ein, dass die Entwicklung von Libra ein langwieriger Prozess sein könne, der eine externe Unterstützung notwendig mache.

Gegenüber CNBC erklärte eine Sprecherin von Facebook, dass man plane, mit allen beteiligten Parteien offen zu arbeiten. „Wir wissen, dass der Weg zur Einführung von Libra lang sein wird und dass wir dies nicht alleine schaffen können. Die Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden, politischen Entscheidungsträgern und Experten ist entscheidend für den Erfolg von Libra. Dies war der Grund, warum Facebook die Pläne zusammen mit anderen Mitgliedern der Libra Association frühzeitig mitgeteilt hat.“ Man darf also gespannt sein, ob und wann Facebooks eigene digitale Währung den Weg auf den Markt finden wird.

Wie steht ihr zu digitalen Währungen wie Bitcoin und Co.? Habt ihr schon erste Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt? Wenn nicht, was hat euch bisher davon abgehalten? Wir freuen uns auf eure Kommentare zu diesem Thema.

Kommentare 2 Antworten

  1. Ich bin zwar von Kryptowährungen an sich überzeugt, allerdings hoffe ich schon fast das Facebook damit auf die Klappe fällt. Nach den ganzen Datenschutzskandalen mit Cambridge Analytica und Co, würde ich Facebook nicht mal mehr vertrauen, wenn zweifelsfrei bewiesen wäre das Libra komplett anonym ist.
    Dieser Trend zu immer mehr und immer neuen Kryptos ist sowieso bescheuert…es wäre mal Zeit das sich eine wirklich durchsetzt.
    Das Konzept von Libra an sich ist eigentlich nicht schlecht (hohe Akzeptanz, weltweiter nahezu kostenloser Versand, stable, etc) allerdings nicht dezentral und über Facebook…

  2. Totale Anonymität ist eigentlich bei keiner dieser Währungen gegeben außer vielleicht bei Monero. Letztendlich wird sich bzw werden sich ein paar wenige durchsetzen sowie es immer der Fall ist. Nur solange es noch sehr viele Spekulanten gibt, werden auch die Währungen zunehmen, da jeder sich noch ein Stück des Kuchens schnappen will.
    Trotzdem begrüße ich Kryptos an sich, denn alles was die arroganten Banken schwächt in ihrer Machtposition, kann uns nur gut tun. Darüber hinaus kann man mit ihnen weit aus mehr anfangen, als nur bezahlen oder investieren. Es gibt als Beispiel auf Kickstarter o indiegogo jetzt einen Schuh, der mit einem Blockchain Label ausgestattet ist um die Originalität abzusichern.

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